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Der Hund: Nicht nur treuer Freund sondern auch Helfer bei der Nahrungsbeschaffung

Der Hund: Nicht nur treuer Freund sondern auch Helfer bei der Nahrungsbeschaffung (Wordle)

Was machte den modernen Menschen gegenüber dem Neandertaler überlegen, sodass der eine sich bis heute halten konnte, der andere aber vor ca. 30.000 Jahren ausstarb?

Die amerikanische Anthropologin Pat Shipman von der Pennsylvania State University (USA) wirft in einem Aufsatz, der von der Zeitschrift „American Scientist“ veröffentlicht wurde, die kontroverse These auf, dass erst die Hunde für die Überlegenheit des Homo sapiens sorgten. Sie begründet ihre Schlussfolgerungen wie folgt: Mit Hunden ist der Jagderfolg viel größer als ohne diese Helfer. Dadurch hätten die modernen Menschen zusammen mit ihren Partnern mit der kalten Schnauze mehr zu essen gehabt. Die Chancen, die harten Bedingungen der Steinzeit zu überleben und sich zu vermehren, stiegen so für den Homo sapiens im Vergleich zum Neandertaler, der keine Hunde hatte.

Lange war es gängige Lehrmeinung, dass der Hund erst vor ca. 17.000 Jahren domestiziert wurde In den letzten Jahren allerdings tauchten Funde auf, die vermuten lassen, dass der moderne Mensch und der Hund bereits viel früher ein erfolgreiches Gespann waren. Die Funde reichen bis in jene Zeit zurück als sich moderner Mensch und Neandertaler die Jagdgründe in Europa teilten.

Eine Frage allerdings bleibt: Warum hatte nicht auch der Neandertaler die zündende Idee, den Wolf zu zähmen und aus Nahrungskonkurrenten Freunde zu machen.
Möglicherweise liegt dies an einer Fähigkeit, die moderner Mensch und Hund teilen. Sie funken auf derselben Wellenlänge – soll heißen: Beide Arten sind in der Lage, mit den Augen zu kommunizieren. Diese Kommunikation funktioniert auch zwischen den Arten und damit sowohl von Mensch zu Hund als auch von Hund zu Mensch. Shipman vermutet daher, dass die Evolution den modernen Menschen bevorteilte, indem sich bei ihm ein größerer Anteil an sichtbarer Sclera, also der weißen Lederhaut des Auges, entwickelte. Damit wurde die Kommunikation zwischen Mensch und Hund weiter verbessert und der Hund letztlich zur überlegenen Jagdwaffe. Allerdings bleibt noch zu untersuchen, ob die Neandertaler wirklich weniger Weiß in den Augen besaßen.

 


Quellen:

Aktualisiert ( Donnerstag, 24. Mai 2012 um 21:51 Uhr )
 

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