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Frühmenschen hatten Pandas zum Fressen gern

Frühmenschen hatten Pandas zum Fressen gern (Wordle)

Der Panda ist in der heutigen Zeit ein possierliches Tierchen. Schwarz-weiß, drollig, auf der ganzen Welt beliebt und leider mittlerweile sehr selten. Große und kleine Panda-Fans sollten jetzt genau überlegen, ob sie weiterlesen oder nicht. Denn die Nachricht, dass die Bären einst auf dem Speiseplan der Frühmenschen in China standen, dürfte ihnen nicht gefallen. Aber Fossilienfunde aus dem Südwesten von China sollen eindeutige Spuren tragen.

Heutzutage sagt man ja manchmal etwas scherzhaft und ironisch, dass die Chinesen alles essen würden, was bei drei nicht auf dem Baum ist. Da Panda-Bären das Nationalsymbol Chinas sind, käme auch ein heute lebender Chinese nicht auf die Idee, die scheinbar gutmütigen Bambusfresser auf seinen Speiseplan zu setzen. Aber die Frühmenschen, die einst in China lebten, waren da wohl etwas anders gestrickt.
Zu ihrer Verteidigung sei allerdings angemerkt, dass sie zu dem damaligen Zeitpunkt nicht wissen konnten, dass die drolligen Pandas in einer fernen Zukunft zur Hauptattraktion in chinesischen Zoos werden würden. Und sie sind auch nicht dafür verantwortlich, dass die Tiere akut vom Aussterben bedroht sind und ein gigantisches Erhaltungszuchtprogramm läuft. Ob die Tierart jedoch langfristig überleben kann, ist längst nicht sicher. In China existieren schätzungsweise noch 1600 Tiere in freier Wildbahn. Hinzu kommen noch ungefähr 300 Tiere, die in Zoos bzw. in Forschungszentren leben.

Doch zunächst zurück zum eigentlichen Thema: Ja, die Frühmenschen verspeisten einst den Großen Panda, der oftmals auch Bambusbär oder Prankenbär genannt wird.
Der Wissenschaftler Wei Guangbiao leitet in der Stadt Chongqing das Institute of Three Gorges Paleoanthropology am Chongqing Three Gorges Museum. Ihm zufolge belegen ausgegrabene fossile Knochen von Pandas, die rundum Chongqing gefunden wurden, dass sich die menschlichen Vorfahren nicht nur für die Tiere interessierten, sondern sie auch gezielt töteten.

Die Bärenjagd war in der Steinzeit an und für sich nichts ungewöhnliches

In der Steinzeit töteten die Menschen Tiere allerdings nicht aus purer Mordlust oder um irgendwelche Aphrodisiaka daraus herzustellen, sondern weil sie überleben wollten. Man nutzte vom Tier nach Möglichkeit alles. Angefangen vom Fell über das Fleisch bis hin zu den Sehnen und Knochen. Auch in Europa oder Nordamerika wurden Bären bejagt. Allerdings haben diese bei Weitem nicht so eine Lobby wie das Maskottchen des WWFs.

Pandas lebten  in der Region Chongqing (Provinz Sichuan) einst in einem Zeitraum von vor einer Million Jahren bis vor ca. 10.000 Jahren. Die Tiere waren damals allerdings wesentlich kleiner als heute. Die ältesten Pandabestände gibt es am Rand des tibetischen Hochlandes. In diesen schwer zugänglichen Berggebieten leben die Pandabären seit mehr als fünf Millionen Jahren und hier liegen auch heute noch die letzten Rückzugsgebiete. Die wenigen Tiere, die noch in Freiheit leben, bewohnen ein Verbreitungsgebiet von nur 6000 Quadratkilometern. Noch dazu sind die einzelnen Rückzugsorte voneinander isoliert. Die räumliche Aufspaltung wird für die Art gefährlich, da Inzucht droht und die genetische Vielfalt gefährdet ist. Der beengte Lebensraum wird für die Pandas mehr und mehr zu Gefahr für die Arterhaltung.

Da der Große Panda das Nationalsymbol Chinas ist, versuchen die Chinesen mit einem großen Erhaltungszuchtprogramm die Art zu bewahren

China versucht, durch viel Aufwand Tiere in menschlicher Obhut nach zu züchten. Allerdings erweist sich die Aufzucht als sehr schwierig. Pandabären sind sehr träge und der Große Panda ist auch ein Sexmuffel. In Gefangenschaft haben es die schwarz-weißen Bären nicht so mit der Libido. Pfleger versuchen die Tiere mit allen Tricks in Wallung zu bringen. Das nimmt teilweise groteske Formen an. So dürfen Pandabären Panda-Pornos schauen, um auf Touren zu kommen. Außerdem machen die Pfleger mit ihnen gymnastische Übungen, damit die Männchen durch die gestärkte Hüft- und Beckenmuskulatur bessere Liebhaber werden.

 


Quellen:

Aktualisiert ( Donnerstag, 18. Oktober 2012 um 20:20 Uhr )
 

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