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Schau mir in die Augen ...

Schau mir in die Augen ...  (Wordle)Der Satz aus dem Filmklassiker "Casablanca" ist legendär und vielleicht für die asiatische Kultur noch bezeichnender als für die westliche. Denn Europäer und Asiaten verstehen sich manchmal falsch. Das ist keine böse Absicht, sondern liegt daran, dass beide Kulturkreise andere Schwerpunkte bei der Mimikerkennung setzen.

Menschliche Emotionen (Quelle: Werner Stangl)Sie verstehen nur Bahnhof und setzen einen leicht verwirrten Gesichtsausdruck auf? Gut, dann sind wir ja mitten im Thema.

Unabhängig von der Kultur gibt es sechs Basis-Gefühlausdrücke: Ärger, Angst, Ekel, Überraschung, Freude und Trauer. Diese sechs Gefühle finden sich überall auf der Welt, je nach Kultur gibt es weitere, diffizile Emotionen. Da es für das Zusammenleben in der Gemeinschaft extrem wichtig ist, sollten diese Gefühle von allen Menschen eigentlich einfach interpretiert werden können, um darauf entsprechend zu reagieren. Bislang galt die Annahme, dass in jeder Kultur ein freudiger Gesichtsausdruck problemlos erkannt wird. Doch aktuelle Studien können dies nicht ganz so bestätigen.

Vor allem Asiaten und Westeuropäer verstehen sich anhand der Mimik oft falsch. Dieses Phänomen tritt besonders oft bei den negativen Emotionen wie Angst, Ärger und Ekel auf. Bislang gab es dafür keine Erklärung.

Eine neue Studie zeigt nun, dass Asiaten und Westeuropäer die Mimik unterschiedlich entziffern. Europäer achten sowohl auf die Augen- als auch auf die Mundpartie, während sich Asiaten nur auf die Region der Augen konzentrieren. Bei dieser Studie zeigten die Forscher den europäischen und asiatischen Probanden Fotos, auf denen die Basisemotionen sowie ein neutrales Gesicht zu sehen war. Während die Europäer keine Probleme hatten, die gezeigten Gefühle korrekt zu erkennen, fiel es den Asiaten schwerer - vor allem bei den Gesichtausdrücken für Angst und Ekel. Warum, zeigte sich, als die aufgezeichnete Augenbewegung genauer analysiert wurde.

Die europäischen Probanden ließen den Blick gleichmäßig über das Gesicht schweifen und analysierten sowohl die Mund- als auch die Augenpartie. Die Asiaten fixierten ausschließlich die Augen. Hier aber gibt es zwischen den Basisemotionen Angst und Überraschung sowie Ekel und Ärger verhältnismäßig wenig Unterschiede.

Höhlenmalereien (?)Diese kulturellen Unterschiede haben sich bereits in einer neuen Kommunikationsform niedergeschlagen: in den Emoticons. Während die Europäer in E-Mail und SMS :-) oder :-D verwenden, nutzen Asiaten ^.^ oder O.O.

Wie weit diese kulturellen Unterschiede bereits zurück gehen, kann niemand sagen. Vielleicht reichen sie bereits bis in die Frühzeit der Menschen zurück. Das würde sich aber nur dann belegen lassen, wenn in Europa solche Höhlenmalereien und in Asien diese Grafittis gefunden werden. ;-)

 


Quelle:

Aktualisiert ( Donnerstag, 16. Februar 2012 um 20:35 Uhr )
 

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