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Es ist Sommerloch! Immerhin wurde Nessie gesichtet!

Es ist Sommerloch! Immerhin wurde Nessie gesichtet (Wordle)Also ... wir haben ja im Juli über die größten Rätsel der Erde berichtet. In diesem Artikel ging es sowohl um die wirklich wichtigen Rätsel, denen die Wissenschaftler auf der Spur sind, als auch um die parawissenschaftlichen Rätsel. Und bei letzteren durfte Nessie, das Monster von Loch Ness, natürlich nicht fehlen.

Sichtungsformen von Nessi (Quelle: Wikipedia)Jetzt berichtete die große deutsche Tageszeitung mit den vier Buchstaben, den überdimensionierten Überschriften und den vielen Bildern, dass ... Achtung! Enthüllung! ... Nessie via Google Earth gesichtet wurde. Das ist ein typisches Anzeichen dafür, dass Urlaubszeit ist und den Zeitungsmachern die richtigen Nachrichten ausgehen. Ich meine ja auch, dass immer nur Wahlkampf und Parteiprogramme mit der Zeit auch ziemlich dröge werden. Deswegen schadet etwas Abwechslung nicht, aber muss es denn schon wieder sowas sein?! Die B...-Zeitung ... ich weigere mich den Namen auszuschreiben ... also naja ... es muss sein! Tief durchgeatmet und deswegen schnell getippt: Die Bildzeitung titelte letzte Woche aufgeregt und in großen Lettern "Das Ungeheuer von Loch Ness : >>Nessie<< bei Google Earth gesichtet?" Im richtig tiefen Sommerloch werden in der Regel weitere olle Kamellen von Aliens, dem Yeti und dergleichen mehr rausgekramt und zum x-ten Mal verwurstet.

Aber gut ... ich bin ja auch nur ein Mensch und eines meiner Laster heißt Neugierde. Deswegen schnell Google Earth angeworfen und schwupp diwupp nach Schottland (Großbritannien), Loch Ness gesucht. Nachdem das Programm geladen hatte, stürzte ich auch gleich aus den Tiefen des Weltalls auf den See in den schottischen Highlands zu. Die Form des Sees ist sehr charakteristisch. Er ist 39 km lang, aber nur 1,5 km breit und bis zu 325 m tief. In einem Abstand von 8 km Höhe zur Seeoberfläche "parkte" ich und suchte nach charakteristischen Spuren von Nessie. Okay, da ich vom angeblichen Bild-Foto wusste, wonach ich suchen musste, fand ich die vermeintliche Nessie-Darstellung relativ schnell. Wer sie auch wiederfinden möchte, der gebe einfach folgende Koordinaten ein: 57° 12' 51,84" N; 4° 34' 14,22" W. Bei einer Sichthöhe von ca. 100 m erhält man ein sehr verschwommenes Bild.

Google Earth Blick auf Loch Ness (Bild)

Wer jetzt zuviel Jules Vernes 20.000 Meilen unter dem Meer gesehen hat, den wird die Form vielleicht an einen großen weißen Kraken erinnern. Von den Umrissen eines Plesiosaurus, zu deren Art Nessie zugeordnet wird, fehlt jede Spur. In meinen Augen ist das nichts weiter als ein Motorboot, dass eine Bugwelle hinter sich herzieht.

Aber mit etwas Glück, werden wir auch im nächsten Jahr wieder Neues von Nessie hören. ;-)
Und genau dieser Umstand macht das Tierchen so liebenswert. Ein treuer und verlässlicher Begleiter in den sich wandelnden Zeiten.

 


Quelle:

 

Aktualisiert ( Donnerstag, 16. Februar 2012 um 21:52 Uhr )
 

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