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La-Le-Lu: Nur die Beutelmaus hält täglich Winter-Ruh

La-Le-Lu: Nur die Beutelmaus hält täglich Winterruh (Wordle)Zugegeben ganz neu ist diese Meldung nicht mehr, aber es macht sich einfach besser, soetwas in dieser Jahreszeit aufzugreifen als mitten im Hochsommer.

Anfang diesen Jahres meldeten die einschlägigen Nachrichtenmagazine, dass die australische Beutelmaus täglich in eine Art Mini-Winterschlaf fällt und so ihre Energieressourcen schont. Trotz der großen Hitze am Tag kann es im australischen Outback in der Nacht bitterkalt werden. Schnell wird in sternenklaren Nächten der Gefrierpunkt erreicht.

Die Schmalfuß-Beutelmäuse, die in Australien leben, haben eine ausgeklügelte Energiespartaktik entwickelt. Die mausähnlichen Beuteltiere werden nur 20 g schwer und ca. 10 cm lang. Durch ihren nochmaligen 10 cm langen Schwanz verdoppeln sie jedoch ihre Körperlänge. Forscher fingen einige Exemplare, die im steinigen und trockenen Astrebla-Downs-Nationalparks leben und implantierten ihnen Temperatursonden unter die Bauchdecke.
So ausgerüstet konnte die Lebensweise der Tiere im australischen Winter über 2 Monate lang beobachtet werden. So fanden die Forscher heraus, dass die Tiere, wenn die Temperaturen sich zwischen 15° C und dem Gefrierpunkt bewegen, in ihrem natürlichen Lebensraum in die Kältestarre fallen. Im Labor reagierten die Tiere bisher völlig anders und fielen nur gelegentlich in den Mini-Winterschlaf. Allein aus diesem Grund appellieren die Forscher, dass es enorm wichtig ist, Tiere immer in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Die Kältestarre (wissenschaftlich auch Torpor genannt) ist eine Art von Stand by Modus, bei dem die Körpertemperatur von 37° C auf  unter 30° C absackt. Die Kältestarre dauerte durchschnittlich 11 Stunden pro Tag und bringt den Tieren trotz täglicher Aufwärmphase eine fast 90 prozentige Energieeinsparung. Das entspricht in etwa dem Energiesparpotential des Winterschlafes, den andere Säugetiere in arktischen und mittleren Breiten halten.

Nach dem Schlafen wärmen sich die Beutelmäuse in der Sonne zunächst ausgiebig auf bevor sie auf Nahrungssuche gehen. Die Beutelmäuse halten so wahrscheinlich den Rekord des kürzesten Winterschlafes. Der Dickschwanz-Schlafbeutler, der ebenfalls in Australien beheimatet ist, hält die längste Winterruhe. Er kann bis zu 367 Tage in Kältestarre verfallen, um so Phasen extremer Trockenheit oder Nahrungsknappheit zu überleben.

 


Quellen:

 

Aktualisiert ( Donnerstag, 16. Februar 2012 um 21:49 Uhr )
 

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