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Schamane
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Meteoritenschauer

Meteoritenschauer (Wordle)Meteoritenschauer sind ein spektakuläres aber sehr seltenes Himmelsereignis, das Menschen schon seit jeher fasziniert. Im Januar 2009 konnten Menschen im nördlichen Europa (von der deutschen Nordseeküste bis nach Schweden) ein solches Phänomen beobachten. Ein tagheller Lichtschein erleuchtete den Nachthimmel. Einige wenige Menschen dachten sogar, das Ende der Welt oder eine Invasion der Außerirdischen naht. Wenn uns halbwegs aufgeklärten Menschen ein solches Ereignis bereits so stark beeindruckt, wie imposant muss es dann erst auf unsere Vorfahren gewirkt haben?

Unmittelbar nach den ersten Zeugenberichten vermuteten Experten, dass es sich um einen Meteoriten handeln könnte, der in der Atmosphäre verglüht oder explodiert ist. Im Volksmund werden kleinere Meteore Sternschnuppe genannt.
Sternschnuppen entstehen, wenn kleine Teilchen (z. B. aus dem Schweif von Kometen) auf die Erdatmosphäre treffen. Normalerweise dauern sie nur Sekundenbruchteile und sie verglühen meist auch vollständig. Da sich das Himmelsereignis vom Januar 2009 über einen breiten Korridor erstreckte, deutete vieles darauf hin, dass der kleine Brocken dann doch einen Ticken größer als üblich war.

Und an dieser Stelle treten sogenannte Meteoritensucher auf den Plan. Sie möchten den übriggebliebenen Rest finden und damit tatsächlich außerirdisches Material in den Händen halten. Viele Meteoritensucher treibt der wissenschaftliche Ehrgeiz an. Einige wenige Glücksritter möchten Kapital aus ihren Funden schlagen und bieten Meteore bei privaten Sammlern an. Diese sind aufgrund der Seltenheit von Meteoren bereit, dafür einen sehr hohen Preis zu bezahlen. Die Grammpreise für Meteoritenmaterial liegen weit über dem Goldpreis.

Einer der ambitioniertesten Meteoritensucher ist der Deutsche Thomas Grau, der in der Nähe von Berlin (Deutschland) wohnt. Er hat sich in Fachkreisen einen Namen gemacht, weil er den sogenannten Neuschwanstein-Meteoriten gefunden und an den Freistaat Bayern verkaufte.
Grau begann unmittelbar nach dem Bekanntwerden des ominösen Lichtscheins mit seinen Recherchen und Berechnungen. Sein Gespür führte ihn auf die dänische Insel Lolland. Und ähnlich bei der Suche nach der Nadel im Heuhaufen wurde er tatsächlich fündig: 30 Gramm Meteorit, zersplittert in 9 Fragmente, die zusammengesetzt die Größe eines Tischtennisballs ergeben, barg er auf einer Wiese. Etwas Glück gehört dazu. Wäre er wenige Wochen später an dieser Stelle vorbeigekommen, hätte wahrscheinlich das bis dahin gewachsene Gras den Meteoriten überdeckt.

Der Fund sorgte natürlich bei den Experten für Aufsehen. Es handelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen sogenannten CM-Chondriten. Diese stammen aus der Frühzeit des Universums. Die Verbindungen u. a. aus Calcium und Magnesium sind geschätzte 4,5 Milliarden Jahre alt. Bei einigen CM-Chrondriten konnten allerdings bereits Aminosäuren und damit grundlegende Bausteine des Lebens nachgewiesen werden.   

Übrigens … bald gehen die Perseiden (17. Juli bis 24. August) los. Dies ist sogenannter Meteorstrom, bei dem die Erde sich durch ein Gebiet im Weltall bewegt, in dem es besonders viele kleine Sternschnuppen auslösende Partikel gibt. Der Name des Sternschnuppenschauers leitet sich aus dem Sternbild ab, das in dem Quadranten liegt, in dem das Himmelsfeuerwerk auftritt.
Weitere Chancen gibt es im Überblick:

  • Quadrantiden: 1. Jan. - 5. Jan.
  • Lyriden: 16. Apr. - 25. Apr.
  • Perseiden: 17. Jul. - 24. Aug.
  • Tauriden: 15. Sep. - 25. Nov.
  • Leoniden: 14. Nov. - 21. Nov.
  • Geminiden: 7. Dez. - 17. Dez.

 


Quellen:

Aktualisiert ( Donnerstag, 16. Februar 2012 um 21:21 Uhr )
 

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