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Welcher ist der Deutschen liebster Wald?

Welcher ist der Deutschen liebster Wald (Wordle)Diese Frage stellte die Heinz Sielmann Stiftung im Rahmen ihrer Suche nach dem schönsten Naturwunder Deutschlands. Im Jahre 2010 lag der Schwerpunkt auf den Wäldern, um die sich seit Alters her viele Sagen und Märchen ranken. 8000 Besucher beteiligten sich an der Abstimmung, bei der während der Sommerferienzeit 19 Waldlandschaften zur Wahl standen.

Am Ende gab es ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Lerautal im Naturpark Oberpfälzer Wald und der einzigartigen Mittelgebirgslandschaft Harz. Am Ende setzte sich mit knapp 20 Prozent aller Stimmen der Harz knapp durch.

 

Hier kommen also die vordersten fünf Plätze:

  • Platz 1: Nationalpark Harz
  • Platz 2: Lerautal – Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald
  • Platz 3: Nationalpark Hainich
  • Platz 4: Rachelsee – Nationalpark Bayerischer Wald
  • Platz 5: Nationalpark Kellerwald Edersee

Alle 19 Teilnehmer des diesjährigen Naturwunder-Wettbewerbs haben den Status einer Nationalen Naturlandschaft und sind deswegen Schutzgebiete.
Diese Kandidaten – jeweils mit einem kleinen Kurzporträt – standen zur Auswahl:

Bachlauf am Belchen

Am Belchen exisiterien noch naturnahe Wälder. Hier trifft man vielerorts verwunschene Plätze und sieht Bäume, die nicht in das Idealbild eines Försters passen. Sie dürfen einfach noch Baum sein: krumm, gerade, lang, kurz, astfrei, mit vielen Ästen und wenn ihre Zeit gekommen ist, dann dürfen die Bäume im Naturschutzzentrum Südschwarzwald (Baden-Württemberg) mit seinen 370.000 ha. einfach so verrotten.

Naturschutzzentrum Südschwarzwald

Buchenwald am Klarwassersee

Der Kalksee ist ein Quellsee ohne oberirdische Zuflüsse. Er bildet den Anfang einer Seenkette in Brandenburg, die bis nach Neuruppin reicht. Der Buchenwald ist naturnah und gehört zum Naturpark Stechlin-Ruppiner-Land mit seinen 68.000 ha. Auf zahlreichen Wanderwegen können Besucher die vielfältige Flora und Fauna entdecken und die Altbuchenbestände bestaunen.

Naturpark Stechlin-Ruppiner Land

Burg Teck umgeben von dichten Buchenwäldern

Das UNESCO-Biospährenreservat Schwäbische Alb (Baden-Württemberg) umfasst 85.200 ha. Charakteristisch sind die sattgrünen Buchenwälder, die nicht nur der märchenhaften Burg von Teck Deckung bieten. Sie sind das zu Hause von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. Besonders im Herbst sorgen die Buchenwälder für ein beeindruckendes Farbspiel

Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Der Nationalpark Hainich - Urwald mitten in Deutschland

Der Nationalpark Hainich in Thüringen ist einer der ursprünglichsten Buchenmischwälder in Deutschland. Der Hainich hält noch einen Rekord – nämlich den des größten zusammenhängenden Laubwaldgebiets Deutschlands.
Viele seltene Tierarten finden in den 16.000 ha im Nordwesten Thüringens Unterschlupf. So haben beispielsweise die Wildkatzen im Hainich Quartier bezogen.

Nationalpark Hainich

Die wildromantischen Auenwälder an der Blies

An der Blies gibt es ausgedehnte, wildromantische Auenwälder, die nicht nur dem Biber einen notwendigen Lebensraum bieten. Die noch intakten Auenlandschaften, die sich über 36.000 ha im Saarland erstrecken, sind Heimat vieler anderer Tier- und Pflanzenarten und für diese überlebenswichtig. Deswegen wurden die Auenwälder an der Blies 2009 ebenfalls in den Stand eines UNESCO-Biosphärenreservats erhoben.

Biosphärenreservat Bliesgau

Erlenbruch am Küstriner Bach

Der Erlenbruch am Küstriner Bach gehört zum Naturpark Uckermärkische Seen in Brandenburg, der sich über knapp 80.000 ha erstreckt. Den Naturschützern liegt die Sanierung von Flüssen und das Wiederfluten von Mooren und Erlenbruchwäldern nach ihrer Trockenlegung besonders am Herzen. Die Mühe lohnt sich. Über 30 Fischadlerbrutpaare ziehen hier ihre Jungen auf. Die Region wird dennoch touristisch erschlossen. Naturverträglicher Tourismus z. B. durch das Wasserwandern heißt das Zauberwort. Auch pflegt man das alte Kulturgut. Mehr als 100 alte Apfelsorten werden ebenfalls kultiviert.

Naturpark Uckermärkische Seen

Farbenprächtige Herbststimmung hoch über dem Königssee

Hoch über dem Königssee in Bayern erstreckt sich Deutschlands einzigster Alpen-Nationalpark. Das Panorama mit dem Watzmann (mit 2713 m der zweithöchste Berg in Deutschland) ist grandios. Besonders im Herbst, wenn das Laub in vielen Farben leuchtet. Meist bilden Lärchen vielerorts die Waldgrenze. In dem 21.000 ha großen Nationalpark tobt ein Krieg zwischen Wald und Fels. Beispielsweise am Halsköpfl wird diese „Kampfzone“ bereits seit Jahrhunderten nicht mehr vom Menschen genutzt.

Nationalpark Berchtesgaden

Herbstlicher Hangbuchenwald an der Viktoria-Sicht

Für den Hangbuchenwald an der Viktoria-Sicht ist eng verbunden mit einem der beliebtesten Motive Deutschlands: Die Kreidefelsen am Königsstuhl auf Rügen. Alles umfasst ca. 3000 ha und gehört zum Nationalpark Jasmund in Mecklenburg-Vorpommern. Für die Buchenwälder läuft derzeit die Beantragung der Aunfnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes.

Nationalpark Jasmund

Hutewald

Der Hutewald in Niedersachsen ist ein Waldstück, bei dem sich Lichtungen und uralte Eichenbäume abwechseln. Die Eichen sind bis zu 260 Jahre alt, denn ab ca. 1870 wurde der Hutewald nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt. Heutzutage weiden genügsame Hochlandrinder die Pflanzen unter den Eichen- und Buchenmischwälder ab, sodass die Landschaft wieder den Charakter von lichten Wäldern erhält. Der Naturpark Münden ist ca. 45.000 ha groß. Immer einen Abstecher wert ist auch die historische Fachwerkstadt Hannoversch Münden.

Naturpark Münden

Im Naturschutzgebiet Riesloch - einem der letzten Urwaltrelikte des Bayerischen Waldes

Der Naturpark Bayerischer Wald ist Teil des größten zusammenhängenden Waldgebietes Mitteleuropas. Auf bayerischer Seite umfasst das Naturschutzgebiet 278.000 ha. Besonders im Naturwaldreservat Riesloch konnte sich eine hohe Tier- und Pflanzenvielfalt erhalten, da die steilen Schluchtwände keine forstwirtschaftliche Nutzung zu ließen.

Naturpark Bayerischer Wald

Im Reich der urigen Buchen

Der Nationalpark Kellerwald-.Edersee ist mit seinen 5700 ha der einzige Nationalpark in Hessen. Er schützt einen einmaligen Rotbuchenwald in Mitteleuropa, der als letzter großer, uriger Rotbuchenwald übrig geblieben ist. Über 400 klare Quellen entspringen in dem Gebiet und vereinigen sich zu naturnahen Bächen. Besondere Schätze im Nationalpark sind ferner die Felsfluren und Blockhalden.

Nationalpark Kellerwald-Edersee

Lerautal

Das Lerautal gehört zum Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald (Bayern), der eine Fläche von 138.000 ha umfasst. Die malerische Wolfslohklamm ist das Herzstück des Lerautals. Eindrucksvoll kann man hier die Kräfte der Natur bestaunen. Eine vielgestaltige Landschaft war Vorbild für den Freischütz im dichten Fichtenwald.

Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald

Morgennebel auf einer Solitäreichenwiese im Biosphärenreservat Mittelelbe

Das Biosphärenreservat Mittelelbe in Sachsen-Anhalt erstreckt sich auf einer Fläche von 125.000 ha. Es wurde deshalb in die Liste der UNESCO-Biosphärenreservate aufgenommen, da es sich um den größten zusammenhängenden Auenwald-Komplex Mitteleuropas handelt. Weit ausladende Eichen stehen hier auf Wiesen. Dies sieht nicht nur majestätisch aus. Die Eichen bieten auch vielen gefährdeten Arten wie Hirschkäfer oder Heldbock einen Lebensraum, der alle ihre Ansprüche erfüllt.

Biosphärenreservat Mittelelbe

Rachelsee

Der Nationalpark Bayerischer Wald war der erste Nationalpark Deutschlands. Hier hieß es einfach die Natur Natur sein lassen. Auf über 27.000 km dürfen sich Wälder, Moore, Bergbäche und Seen ganz nach ihren ureignen Gesetzen entwickeln. Diese grenzenlose Waldwildnis kann erwandert werden. 300 km Wanderwege laden zu Erkundungstouren ein. Auch ein Baumwipfelpfad lockt die Besucher.

Nationalpark Bayerischer Wald

Sagenumwobene Bergwildnis im Nationalpark Harz

Der Nationalpark Harz erstreckt sich auf 24.700 ha über zwei Bundesländer: Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Hier wird eine einmalige Mittelgebirgslandschaft mit Wäldern, Mooren und Fließgewässern geschützt. Viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenart wie der Luchs kehren zurück. Die sich stetig weiterentwickelnde Wildnis zieht jährlich viele faszinierte Besucher an.

Nationalpark Harz

Serrahner Buchenwald im Frühling

Im Nationalpark Müritz brüten nicht nur Kraniche sondern auch See- und Fischadler. Viele andere Vogelarten fühlen sich in den Buchenwäldern zu jeder Jahreszeit pudelwohl. Der Wald in Mecklenburg-Vorpommern wird sich selbst überlassen. Er überrascht immer wieder mit neuen Perspektiven und scheint sich von Jahr zu Jahr im Herbst mit seiner Farbenpracht übertrumpfen zu wollen. Der Nationalpark Müritz erstreckt sich insgesamt auf einer Fläche von 32.000 ha.

Nationalpark Müritz

Wacholderhänge um Blankenheim-Alendorf

Der Naturpark Hohes Venn – Eifel ist ein Deutsch-Belgisches Gemeinschaftsprojekt. Schon von weitem hebem sich Kalvarien- und Eierberg von der Umgebung ab. Für die Gegend sind Wacholderbestände typisch. Der Magerrasen der Eifel prägt seit Jahrhunderten das Landschaftsbild. Im Naturpark Hohes Venn treffen auf über 270.000 ha die Kalkeifel, die Hocheifel und die Vulkaneifel zusammen.

Naturpark Hohes Venn - Eifel e.V

Waldkampfzone am Darßer Weststrand

Als landschaftlich vielfältiger Raum entpuppt sich der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Hier wechseln sich auf einer Fläche von 80.500 ha Ostsee- und Boddengewässer mit Landflächen ab. Beim Darßer Weststrand handelt es sich um eine sogenannte Waldkampfzone, weil hier beständig Wasser, Wind und Wald miteinander ringen und die Landschaft so ständig im Werden und Vergehen ist.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Wildkatze in der Fotofalle

Im Nationalpark Eifel müssen Wildkatzen auf der Hut sein. Ihnen lauern die Forscher mit wärmeempfindlichen Infrarot-Sensoren auf. Als Lockmittel setzen sie gemahlene Baldrianwurzel ein. Für die Katzen unwiderstehlich und so tapptn die Eifeltiger in die Fotofalle. Über 50 Tiere konnten nachgewiesen werden und zeigen, dass sich der Schutz der Lebensräume der Wildkatzen in den Wäldern der Nordeifel lohnt. Beim Nationalpark Eifel in Nordrhein-Westfalen handelt es sich um einen Wildnistrail. Über 1000 gefährdete Tier- und Pflanzenarten finden auf 10.700 ha eine Rückzugsmöglichkeit.

Nationalpark Eifel

 


Quellen:

 

Aktualisiert ( Donnerstag, 16. Februar 2012 um 08:04 Uhr )
 

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