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Jugend forscht in der Steinzeit: Neue Waffen made by Homo neanderthalensis

Jugend forscht in der Steinzeit: Neue Waffen made by Homo neanderthalensis (Wordle)Unser Cousin, der Neandertaler, überrascht uns doch immer wieder. Ständig gibt es neue Funde seiner Hinterlassenschaften, die das Bild weiter verfeinern und uns aber auch zeigen, dass wir die "Steinzeit-Wilden" möglicherweise noch immer unterschätzen.

Jetzt gelang es Anthropologen, auf Basis von Funden nachzuweisen, dass die Neandertaler nicht nur Werkzeuge kopieren konnten, sondern auch selbst eigene erfanden, um damit auftauchende Probleme zu lösen. Diese Erkenntnisse berichten die Forscher im „Journal of Archaelogical Method and Theory“.

Um neue Erfindungen machen und neue Werkzeuge herstellen zu können, bedarf es einiges an „Gehirnschmalz“. Dieses mehr an geistigen Ressourcen müssen wir den Neandertalern neidlos zugestehen.

Die neuen Erkenntnisse beruhen auf 40.000 Jahre alten Neandertalerüberresten aus Süditalien. Dort vollzog sich zu dieser Zeit ein Klimawandel. Die Gegend wurde trockener. Dadurch änderten sich die Nahrungsquellen, weil beispielsweise bisheriges Wild abwanderte und neue Tierarten einwanderten. Die Neandertaler mussten sich darauf einstellen und neue Jagdwerkzeuge ausdenken.

Die Forscher konnten nachweisen, dass der Neandertaler-Stamm aus dem Süden Italiens völlig isoliert von anderen Neandertalergruppen in Nord- und Süditalien lebte und auch keine Berührungspunkte mit der Kultur des modernen Menschen vorhanden waren. Dennoch erfand der Stamm, den die Forscher auf Uluzzianer tauften und der erstmals vor 42.000 Jahren auftauchte, neue Waffen wie z. B. Pfeilspitzen und Knochenwerkzeuge. Weiterhin gibt es Indizien, die auf die Jagd von Kleintieren und den Fischfang hindeuten. Es wurden ebenfalls Ornamente gefunden, was auch ein Hinweis auf die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Kultur sein könnte.



Quellen:

Aktualisiert ( Mittwoch, 15. Februar 2012 um 22:18 Uhr )
 

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