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Nicht der IQ ist entscheidend sondern der EQ: Leistungsfähigere Teams durch emotionale Intelligenz und Sensibilität

Nicht der IQ ist entscheidend sondern der EQ: Leistungsfähigere Teams durch emotionale Intelligenz und Sensibilität (Wordle)Wieso ist der Mensch sensibel? Und warum ist er ein sehr soziales Wesen, das Familien und ganze Staaten gründet? Auch mit solchen Fragen beschäftigen sich Forscher. Und sie fanden z. B. heraus, dass man im Team aufgrund der Arbeitsteilung oftmals weiter kommt als ein Einzelkämpfer. Zugegeben, dass sind jetzt nicht die allerspektakulärsten Erkenntnisse. Doch auf dieser Grundlagenforschung kann man aufbauen. Jetzt haben Wissenschaftler nachweisen können, dass auch die emotionale Intelligenz einer Gruppe zum Erfolg beiträgt. Je höher diese ist, desto einfühlsamer sind die Menschen des Teams und desto größer ist auch die Arbeitsleistung.
Das beinah Witzige daran ist, dass der Erfolg und die Effektivität des Teams stärker von der Sensibilität als von der Intelligenz der einzelnen Teilnehmer abhängt.

Doch wie sind die Forscher dem Einfluss der emotionalen Intelligenz auf die Schliche gekommen? Dazu haben die US-Forscher eine großangelegte Studie initiiert. Diese wurde nun im Fachmagazin „Science“ veröffentlicht. Die Wissenschaftler von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (USA) teilten 699 Probanden in verschiedene Gruppen von zwei bis fünf Personen ein. Diese mussten eine Reihe von Aufgaben bewältigen. Das Spektrum reichte von Puzzeln über das Verhandeln über begrenzte Ressourcen bis hin zum Treffen einer moralisch-schweren Entscheidung. Dabei kam heraus, dass der entscheidende Erfolgsfaktor die soziale Sensibilität war.

Als soziale Sensibilität wird die Fähigkeit verstanden, die Gefühle des Gegenübers wahr zu nehmen und darauf zu reagieren. Gruppen mit einer erhöhten Sensibilität für die anderen Mitglieder wiesen auch eine höhere Gruppenintelligenz auf. Sie waren in der Lage, die Gefühle der anderen wahrzunehmen und korrekt einzuordnen. Dies kam ihnen bei der erfolgreichen Lösung von Problemstellungen entgegen – mehr noch als die durchschnittliche Intelligenz der einzelnen Teilnehmer. In Teams mit hoher emotionaler Intelligenz war es beispielsweise so, dass alle Mitglieder in etwa gleich häufig zu Wort gekommen sind. Werden Gruppen hingegen von einer Person dominiert, so die Erkenntnisse der Forscher, fällt die Problemlösung schwieriger. Auch ein erhöhter Frauenanteil wirkt sich positiv auf eine Gruppe aus - [Ackermann & Co trifft wohl der Schlag! Jetzt bricht das Weltbild einiger deutschen Vorstandsvorsitzenden zusammen, deren elitärer Zirkel sich bisher gegen einen gewissen Frauenanteil erfolgreich „wehrte“] - , da weibliche Mitglieder meist eine höhere soziale Sensibilität haben.

All diese Erkenntnisse könnten z. B. in der Wirtschaft oder Forschung helfen, optimale Teams zusammenzustellen und so bessere Ergebnisse zu erzielen. Es ist also empfehlenswert, nicht nur die „normale“ Intelligenz eines Menschen zu testen sondern ebenso auf die kollektive Intelligenz einer Gruppe zu achten, denn daraus ergibt sich, wie effektiv diese auf ein gemeinsames Problem reagiert, um dafür eine Lösung zu finden.

 


Quellen:

 

Aktualisiert ( Mittwoch, 15. Februar 2012 um 22:09 Uhr )
 

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