Zufallskarte

Macraucheni...
Image Detail
Valid XHTML 1.0 Strict CSS ist valide!

Einstein im Alltag: Kellerkinder leben länger

Einstein im Alltag: Kellerkinder leben länger (Wordle)Du denkst Einstein und seine Relativitätstheorie sei nur etwas für Nerds und Du „als normal lebender Erdling“ kämst damit sowieso nicht in Berührung?!
Denkste! Die Einsteinsche Relativitätstheorie hat auch Auswirkungen auf Dein Leben.
Wie kann das sein?

Zugegeben, fast jeder kennt die Formel E = m c2. Eigentlich ganz einfach, oder? Doch kaum jemand überblickt wirklich alles, was sich hinter dieser Formel und der Relativitätstheorie verbirgt. Die Aussagen wirken zum Teil recht skurril und so nehmen immer noch viele das alles nicht für bare Münze.

Vieles von dem, was Albert Einstein behauptet hat, ist kaum zu glauben – doch neue Experimente zeigen: Er hatte absolut recht.

Nehmen wir beispielsweise das sogenannte Zwillingsparadoxon. Dieses besagt, dass eineiige Zwillinge unterschiedlich schnell altern, wenn einer mit hoher Lichtgeschwindigkeit durchs All reist und der andere auf der Erde zurückbleibt.
Außerdem soll Materie mit ihrer Gravitation Lichtstrahlen ablenken. Mit Überlegungen zur Relativitätstheorie einher geht aber auch das Phänomen, dass zwei Uhren unterschiedlich schnell laufen, wenn die eine im Erdgeschoss und die andere im ersten Stock aufgestellt wird.
Die drei Argumentationen klingen zunächst „strange“. Doch neue Experimente bestätigen nun mal, dass sich Einstein nicht irrte.

Albert Einstein veröffentlichte die Erkenntnisse aus der speziellen Relativitätstheorie 1905. Erst 1919 konnten erste Aspekte bewiesen werden. Arthur Stanley Eddington, seines Zeichens britischer Astronom, könnte während einer Sonnenfinsternis nachweisen, dass das Licht, das direkt von hinter der Sonne liegenden Sternen ausgeht, durch das Schwerkraftfeld der Sonne abgelenkt wird und so die Sterne sichtbar werden.

1926 gelang es dem Großvater des Solarfliegers Bertrand Piccard – nämlich Auguste Piccard -  der Nachweis, dass die Lichtgeschwindigkeit unabhängig von der Ausbreitungsrichtung konstant ist. Dazu machte Auguste Piccard einen Ballonversuch in 4500 Metern Höhe.

Und auch das Zwillingsparadoxon wurde mit Hilfe von Experimenten in einem Düsenjet bewiesen. Eine Atomuhr befand sich im Düsenjet und reiste mit ihm durch die Lüfte. Die andere blieb am Boden. Und tatsächlich: Im Jet verging die Zeit tatsächlich langsamer.

Diesen Effekt haben jetzt Forscher vom amerikanischen Eichinstitut (NIST) in Boulder/Colorado (USA) mit bisher unerreichter Genauigkeit nachgemessen. Für ihr Experiment bewegten sie eine Atomuhr mit 36 km. Die andere Atomuhr blieb an einem Fleck. Bei der bewegten Uhr verging die Zeit etwas langsamer. Den Berechnungen der Wissenschaftler zufolge müsste ein Autofahrer insgesamt 57 Millionen Jahre gerade aus fahren, um 1 Sekunde Lebenszeit gegenüber einem Fußgänger herauszufahren. Ziemlich stupide, oder?
Für das zweite Experiment platzierten die Forscher zwei Atomuhren auf zwei Treppenstufen, die einen Höhenunterschied von 33 Zentimetern aufwiesen. Und auf der untersten Treppenstufe verging die Zeit tatsächlich langsamer, da sie näher am Gravitationsfeld der Erde dran war. Die höher platzierte Uhr tickte etwas schneller, da sie weiter vom Erdmittelpunkt entfernt war.

Allerdings muss sich kein Mensch, der im Hochhaus weit oben wohnt, jetzt allzu große Gedanken machen, dass dieser Effekt einen wirklichen Einfluss auf seine Lebensspanne hat. Bezogen nämlich auf ein Menschenleben von rund 80 Jahren, handelt es sich gerade mal um eine 90 Milliardstel Sekunde Lebenszeit, die wegen dem „eine Stufe höher Wohnen“ eingebüßt wird.

 


Quellen:

 

Aktualisiert ( Mittwoch, 15. Februar 2012 um 21:56 Uhr )
 

© H[AGE]: Langenwetzendorf (2008 - 2011)