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Mattel Mindflex : Wirklich nur durch Kopfarbeit zu beherrschen?

Mattel Mindflex : Wirklich nur durch Kopfarbeit zu beherrschen? (Wordle) Mindflex misst angeblich die Konzentration und damit die Aufmerksamkeit des Benutzers. Daraus entwickelte Spielehersteller Mattel ein neuartiges Geschicklichkeitsspiel.
Ist es Zauberei oder ein netter Gag? Oder vielleicht sogar Betrug? Hmhm … was ist dran an Mindflex? Irgendwie kommt einem das Prinzip erstaunlich bekannt vor.

Es ähnelt doch dem des StarWars: The Force Trainer. Hier versetzt man mit Hilfe eines Ventilators Bälle in einen Schwebezustand. Angeblich ist die Drehzahl des Motors vom Konzentrationszustand des Spielers abhängig. Doch vielen Spielern erscheint die Reaktion des Balls eher eine Zufallsreaktion zu sein als eine berechnete Reaktion auf Basis der Konzentration.

Na, erstmal egal! Schließlich ist Mindflex Mindflex und nicht StarWars: The Force Trainer!
Mattel legt Mindflex ein Headset bei. Dieses besitzt drei elektrische Kontakte, die man korrekt (Stirn und Ohrläppchen) platzieren sollte. Das eigentliche Grundgerät ist wiederum ein Ventilator, der nach oben pustet und der über einen Drehknopf im Kreis gefahren werden kann. Nun kann man mit den mitgelieferten Hindernissen einen Parcour über der Fahrspur bauen. Je nach Lust und Laune kann dieser mehr oder weniger anspruchsvoll geraten.
Der Spieler muss am Ende, einen kleinen, schwebenden Ball auf die richtige Höhe navigieren, sodass der Ball letztlich unter Zuhilfenahme des Drehknopfes durch das Hindernis bugsiert werden kann.
Soweit so gut.

Mindflex: Zwei Strategien führen zum Erfolg

Die Praxis zeigt, dass man die Quest auf zweierlei Weisen bewältigen kann. Chance Nummer 1 besteht in einer Veränderung des Konzentrationsniveaus. Damit soll man den Ball in der gewünschten Höhe schweben lassen können. In der Praxis erwies sich diese Strategie als wenig effektiv.
Der zweite Weg war „zielführender“. Man wartet einfach, bis der Ball aus Zufall in der korrekten Höhe schwebt und manövriert ihn dann durch das Hindernis. So sollten selbst schwierigere Parcours kein Problem darstellen.

Doch dabei stellt sich zwangsläufig eine Frage: Ist das dann nicht alles nur heiße Luft, die da Mattel produziert? Könnte es sein, dass das Headset in Wirklichkeit nur sinnlose Daten ausspuckt?

Hinter dem Headset verbirgt sich dann doch mehr Technik. Wie bei StarWars Forcetrainer wird ein EEG-Chip von Neurosky genutzt. Allerdings ist die integrierte Software nicht die allerbeste. Sie fasst die gemessenen Daten lediglich zu zwei Werten zusammen. Bei Neurosky heißen die beiden Werte „Mediation“ und „Attention“. Diese Zusammenfassung ist sicherlich kein 1 : 1-Bild der Hirnaktivität. Allerdings kann man angeblich das Mindflex-Set mit ein wenig Bastelgeschick dahingehend tunen, dass es ähnlich wie ein EEG Daten für alle Wellenlängenbereiche aufnimmt. In punkto Genauigkeit ist es damit immer noch nicht mit einem medizinischen Elektroenzephalografen vergleichbar.

Was bedeutet das nun für den Spielspaß? Tja, Minflex hat zwar Potential, jedoch führt die beschriebene zweite Strategie schneller zum Erfolg als der Versuch, das richtige Maß im Hinblick auf Konzentration und Entspannung aufzubringen.
Wer seine Freunde mittels Gedankenkontrolle beeindrucken möchte, der wird einen gewissen Spaß mit der Investition von 100 Euronen in Mindflex haben. Wer aber eh auf Geschicklichkeitsspiele steht, ist mit anderen Spielen möglicherweise besser bedient. Vielleicht sollte er einfach mal auf der Wii Kororinpa ausprobieren.

 


Quellen:

Aktualisiert ( Donnerstag, 09. Februar 2012 um 21:49 Uhr )
 

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