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Computerspiele : Wissenschaftliche Handlungsempfehlungen zur Nutzung und dem Umgang mit Computer-Games

Computerspiele : Wissenschaftliche Handlungsempfehlungen zur Nutzung und dem Umgang mit Computer-Games (Wordle) Die nachfolgenden Handlungsempfehlungen wurden von den Autoren der Studie "Kompetenzen und exzessive Nutzung bei Computerspielern: Gefordert, gefördert, gefährdet" am Ende der veröffentlichten Zusammenfassungen gegeben. Das H[AGE]-Team hat diese 1 : 1 entnommen. Anders als Herr zu Guttenberg legen wir unsere Quellen aber eindeutig am Ende dar. *Sorry, diesen Seitenhieb konnten wir uns nicht verkneifen ;-) *

Spielerbezogene Handlungsempfehlungen

  • Selbstbestimmten Umgang mit Computerspielen fördern
    • Spielbezogenes Wissen als Ausgangspunkt für weiterführende kreative Umgangsweisen nehmen
    • Informationsangebote und Reflexionsmöglichkeiten bieten
  • Zielgruppenspezifische Angebote ausbauen
    • Medienpädagogische Projekte für bestimmte Zielgruppen (z. B. die spielaffinen Jungen) anbieten und an der jeweiligen alltäglichen Mediennutzung anknüpfen.
    • Peer-to-Peer-Ansätze weiterentwickeln, in denen Gleichaltrige als Rollenvorbilder fungieren
  • Transferräume schaffen
    • Spielbezogene Kompetenzen ernst nehmen und von ihnen ausgehend Möglichkeiten anbieten, in denen die Spieler diese anwenden können
  • Alternativen bieten
    • Andere, nicht computerspiel- oder medienbezogene
    • Aktivitäten (z. B. erlebnispädagogische Angebote) bereitstellen
    • Andere Spiele mit hohem Kompetenzförderungspotenzial (z. B. Serious Games) anbieten
    • Andere Nutzungsweisen anregen, die eine reflektierte Auseinandersetzung mit den Spielen ermöglichen

Elternbezogene Handlungsempfehlungen

  • Medienkompetenz und medienpädagogische Kompetenzen fördern
    • Informationsangebote für Eltern formulieren
    • Niedrigschwellige Zugänge und Möglichkeiten anbieten, um Spiele auszuprobieren, zu bewerten und darüber zu diskutieren
    • Konzepte zur Integration medienerzieherischer Erkenntnisse und Ansätze in den jeweiligen Erziehungsalltag entwickeln
    • Innovative Strategien der Elternarbeit und -ansprache zur Sensibilisierung konkreter Zielgruppen entwickeln
    • Dialog zwischen Eltern und Kindern fördern

Angebots- und anbieterbezogene Handlungsempfehlungen

  • Potenziale der Spiele ausschöpfen
    • Kompetenzfördernde Potenziale der Spiele nutzbar machen, ohne den Spielspaß zu reduzieren.
  • Transparenz bezüglich der Bindungsfaktoren von Computerspielen herstellen
    • Hinweise für Spieler und Eltern über die zeitliche Bindung eines Spiels bereitstellen
    • Exzessive Nutzung nicht als Qualitätsmerkmal eines Spiels herausstellen
  • Technische Applikationen zu (Selbst-) Kontrolle der eigenen Computerspielenutzung entwickeln
    • Möglichkeiten bieten, ein Spiel zu einem beliebigen Zeitpunkt zu unterbrechen
    • Anbieterseitig Einstellungen vorsehen, die Spielbindung und Erfolg bzw. Belohnung entkoppeln

Strukturelle Handlungsempfehlungen

  • Bestehende Angebote weiterentwickeln und ausbauen
    • Bestandsaufnahme und Bündelung von erprobten Konzepten, Projektbeispielen und Materialien vornehmen
    • Best-Practice-Beispiele auf überregionaler/bundesweiter Ebene sichten und adaptieren
    • Erprobte Konzepte und bereits entwickelte Strukturen evaluieren und weiterentwickeln
    • Ausreichende finanzielle Ressourcen zur Verstetigung erfolgreicher Ansätze bereitstellen
  • o    Vernetzung fördern
    • Vernetzung von Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Medienpädagogik, Suchtprävention, Psychotherapie, Familien- und Erziehungsberatung fördern und verstärken
    • Eltern, Lehrer und Heranwachsende bei der Aufklärung und Weiterentwicklung medienpädagogischer Maßnahmen einbeziehen
  • o    Medienpädagogische Öffentlichkeitsarbeit verstärken
    • Sachliche Berichterstattung statt Fokussierung auf spektakuläre Einzelfälle anmahnen
    • Medienpädagogische Erkenntnisse und Forderungen breiter vermitteln
    • Gesellschaftliche Debatten breiter führen, insbesondere Spieler in den öffentlichen Diskurs über Computer- und Videospiele einbinden

 


Quelle:

Aktualisiert ( Donnerstag, 09. Februar 2012 um 21:28 Uhr )
 

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