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Game-Hype um Minecraft = Lego für Nerds

Game-Hype um Minecraft = Lego für Nerds (Wordle) Derzeit kommt man in der Spielewelt um ein Spiel kaum vorbei: Minecraft. Die Faszination des Indie-Spielehit ist schwer beschreibbar. Man muss es einfach ausprobieren und mit dem Minecraft-Baukasten verrückte Welten bauen. Wahrscheinlich wird das passieren, was mit Millionen anderen Spielern bereits geschehen ist: Sie können nicht mehr aufhören. Minecraft ist fesselnd. Es ist ein verrücktes Spiel, dass verrückte Spieler zu immer verrückteren Ideen anstachelt.

So, nun mal Butter bei die Fische. Schauen wir uns Minecraft näher an! Worum geht es? Wer Minecraft klassifizieren möchte, könnte es als „Klötzchenspiel“ bezeichnen. Es ist eine riesige Legowelt, die aus ganz vielen Steinchen besteht und aus Skelettarmeen, die man überleben muss. „Survival“ heißt daher auch das Spielziel und dies ist nur zu erreichen, wenn man es schafft, sich die Klötzchen zum Freund zu machen. In Minecraft muss man sich „häuslich einrichten“. Nur so kann man sich gegen die in der Nacht heranstürmenden Skelett-Armeen rüsten.
Die 3D-Grafik ist alles andere als spektakulär. Hat aber definitiv ihren Charme.

Bis hierhin kann man sich denken: „Soweit so gut. Es gab schon spektakulärere Spielideen! Warum nur ist dann der Schöpfer, Markus Persson, Millionär geworden?
Eine Ahnung, warum das so ist, bekommt, wer nach dem Wort „Minecraft“ googelt und mal auf Youtube landet. Denn in den Videos wird klar, dass das ganze Spielsetting mit der verlassenen Insel und den Skeletten nur ein geschicktes Alibi ist. In Wahrheit geht es um etwas ganz anderes. Das ganz große Entdeckertum in kleinen und großen Spielern wird geweckt. Minecraft gibt den Anstoß zur Erforschung der Welt. Sie muss auseinandergenommen und für die eigenen Zwecke modifiziert werden. Man kann in einer Höhle Speisepilze züchten, Schweine mästen oder Getreide anbauen. Man kann auch Kanäle konstruieren und darüber Brücken errichten. Am Ende hat man vielleicht eine komplexe Mine, in der selbstfahrende Loren verkehren, die über ein ausgeklügeltes Signalsystem eine automatische Rohstoffverteilstation erreichen. Das ganze Szenario wird von Fackeln erleuchtet und aus dem roten Datenleitungsmaterial – genannt Redstone – wurde eine Rechenmaschine gebastelt, die mit Minecraft-Sand läuft. Verrückt, oder?

Minecraft im GameStar-Test

Aber gerade diese Extravaganz macht Spaß und fesselt. Persson legte eigentlich nur die Regeln fest, nach denen sich bestimmte Einzelteile arrangieren lassen. Damit hat der Spieler alle Freiheiten, was er daraus letztlich macht. Er kann seiner Kreativität freien Lauf lassen.
„Konstanten“ in der Minecraft-Welt bilden folgende Fakten:

  • Wasser fließt.
  • Bäume brennen.
  • Aus einem Holzklotz werden vier Holzquader.
  • Zwei Holzquader bilden einen Holzstab.
  • Aus einem Holzstab und einem Stück Kohle wird eine Fackel.
  • Ein Stück Gleis bekommen man aus einem Holzstab und sechs Metallbarren.

Aus ganz einfachen Grundeinheiten kann der „versierte“ Minecraft-Spieler alles weitere bauen. Von einfachen Dingen bis hin zu ganz komplexen Maschinen oder Systemen. Damit können ehemalige Lego-Tüftler virtuell ihre Phantasien ausleben und ihre eigenen Welt-Simulationen erschaffen.

Nichts ist unmöglich ... in Minecraft

Das Spielprinzip ist so erfolgreich, dass Persson sich vor Neuanmeldungen fast nicht retten kann. Als kostenlose Entwicklerversion wurde Minecraft im Mai 2009 vorgestellt, die kostenpflichtige Variante mit Mehrspieler-Modus verkaufte sich bereits 410.000-mal. Die dadurch eingenommenen 10-15 € reinvestierte Persson geschickt in personelle Verstärkung und neue Server, die den Besuchstrom Stand halten können. Bis jetzt haben sich geschätzte 1,3 Millionen Menschen das Spiel in einer seiner vielen Varianten heruntergeladen.
Und so sind unzählige Spieler vom Minecraft-Virus infiziert. Sie stapeln nachts Steinblöcke anstatt zu schlafen. Sie bauen damit spektakuläre Minenloren-Achterbahnen oder einfach „nur“ das Raumschiff Enterprise in Übergröße oder die Welt. Bei wem das Minecraft-Fieber einmal ausgebrochen ist, der schreckt vor fast nichts mehr zurück. Und bald wird auch in Bus und Bahn keine Ruhe mehr haben, denn das Spiel soll auch aufs Handy oder iPad kommen.

 


Quellen:

 

 

Aktualisiert ( Donnerstag, 09. Februar 2012 um 20:54 Uhr )
 

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