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Ende der Dinos = Chance für Riesenwuchs bei Säugern

Ende der Dinos = Chance für Riesenwuchs bei Säugern (Wordle) Vor 65 Millionen starben die Dinosaurier aus. Und was geschah dann?
Plötzlich waren die Dinos weg und für die Säugetiere der Weg frei. Innerhalb weniger Millionen Jahre wurden aus den kaum Nagetier-großen Säugetieren ebenfalls Riesen. Nun konnte eine neue Studie klären, warum es zu diesem rasanten Wachstum kam.

Mit dem Verschwinden der Dinosaurier vor 65 Millionen wurden die Säuger größer und größer. Einige schafften sogar das Tausendfache ihrer Ausgangsgröße. Beinahe alle Rekorde brach das Indricotherium, das ein Verwandter des Rhinozeros war. Es erreichte eine Schulterhöhe von mehr als fünf Metern und wurde bis zu 17 Tonnen schwer. Im Vergleich dazu ist ein heute lebender Elefant ein Hänfling. Das heute größte Landsäugetier, der Afrikanische Elefant, bringt es auf eine Schulterhöhe von maximal 4 m und wird zwischen drei bis fünf Tonnen schwer.

Größe der Säugetiere nach dem Aussterben der Dinosaurier

Die größten Landsäugetiere, die jemals lebten waren das Indricotherium und das Deinotherium. Sie haben beiden heute lebenden Afrikanischen Elefanten überragt. Das Indricotherium, ein ausgestorbener Verwandter des Nashorns, lebte während des Eozäns bis zum Oligozän - also vor rund 37 bis 23 Millionen Jahren. Es erreichte ein Gewiss von 15 Tonnen. Das Deinotherium konnte massenmäßig das Indricotherium noch übertrumpfen. Das ausgestorbene Rüsseltier, das mit den modernen Elefanten verwandt ist, lebte vom späten Miozän bis zum frühen Pleistozän - also vor rund 8,5 bis 2,7 Millionen Jahren. Das Deinotherium konnte bis zu 17 Tonnen wiegen.  
(Bildquelle: Alison Boyer/Yale University)

Riesenwuchs der Lansäugetiere weltweit

Für ihre Studie wertete ein internationales Forscherteam Daten aus verschiedensten Datenquellen aus. Sie alle befassten sich mit der Größe von Landsäugetieren, die auf verschiedenen Kontinenten lebten. Die Ergebnisse wurden von den Wissenschaftlern, dessen Mitglieder unter anderem an der University Calgary (Kanada) und der Universität von New Mexiko (USA) forschten, im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht.
So konnte belegt werden, dass das Phänomen des Riesenwachstums nicht regional begrenzt war, sondern sich tatsächlich nach dem Aussterben der Saurier auf allen Kontinenten die Größe der Säugetiere änderte. Die Tendenz zum Riesenwachstum trat sowohl bei verschiedensten Abstammungslinien als auch bei Arten mit unterschiedlicher Ernährungs- und damit Lebensweise auf.
Dies war möglich, da Säugetiere die ökologischen Nischen eroberten, die bis dahin die Dinosaurier besetzt hatten. Plötzlich standen anderen Tieren riesige Mengen an pflanzlicher Nahrung zur Verfügung. Und auch die Fleischfresser zogen beim Körperwachstum nach – prozentual gesehen allerdings nicht so stark wie die Pflanzenfresser. Und dieses Muster zwischen Fleischfressern (Carnivoren) und Pflanzenfressern (Herbivoren) besteht bis heute. Löwen, Tiger oder Bären sind auch heute noch kleiner als Elefanten oder Nashörner.

Körpergröße begrenzt durch warmes Klima. Nur frostige Temperaturen lassen Tiere noch größer werden

Die Ergebnisse der Wissenschaftler zeigen auch, wie schnell sich Ökosysteme regenerieren können. Bereits 25 Millionen Jahre nach dem Aussterben der Dinos war das gesamte System wieder völlig einwandfrei. Die Körpergröße der Säugetiere hatte ihren Höchststand erreicht. Geologisch gesehen sind 25 Millionen Jahre nur eine sehr kurze Zeitspanne. Und auch in der Evolution muss sich erstaunliches Abspielen, wenn Tiere, die ehedem nur zwischen 3 Gramm und 10 Kilogramm auf die Waage brachten, in diesem Zeitraum auf ein Gewicht von 17 Tonnen kommen. 
Damit hatten die Säugetiere auf allen Kontinenten das Maximum an Körpergewicht erreicht. In ihrer Studie erklären die Forscher auch, warum die Säuger nicht noch größer wurden. Zum einen liegt das an den begrenzten Landflächen und zum anderen an den warmen Umgebungstemperaturen. Nur in kälteren Regionen können Säugetiere noch größer werden, da das Verhältnis von Körperoberfläche zu Volumen mit steigender Körpergröße abnimmt. So wird der Wärmeverlust bei großen Tieren geringer als bei kleinen Tieren.

 


Quellen:

Aktualisiert ( Dienstag, 10. April 2012 um 16:36 Uhr )
 

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