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Das Mega-Erdbeben: Ein Riss raste durch die Erdkruste und brachte letztlich sogar Gletscher ins Rutschen.

Das Mega-Erdbeben: Ein Riss raste durch die Erdkruste und brachte letztlich sogar Gletscher ins Rutschen. Die Katastrophe für Japan nahm ihren Lauf 129 Kilometer vor den Küsten der Stadt Sendai im Nordwesten von Japan. In einer Tiefe von 32 Kilometer unter dem Meeresboden riss das Gestein. Wie eine sich öffnende Gletscherspalte brach der der Meeresgrund mit rasender Geschwindigkeit immer weiter auseinander.

Mehr als dreieinhalb Minuten dauerte dieser Vorgang. An seinem Ende klaffte ein Riss auf 400 Kilometern Länge. Er reichte von der Oberfläche des Meeresbodens bis in 60 Kilometern Tiefe. Damit gab das Gestein Spannungen, die sich zwischen den Gesteinsplatten aufgeladen hatten, nach. Dieses Ereignis an sich war aber noch nicht der Höhepunkt. Die obenliegende Platte rückte jetzt noch 27 Meter in Richtung Osten und hob sich 7 Meter empor.

Diese Daten haben Forscher vom Geoforschungszentrum in Potsdam (Deutschland) aus den weltweiten Aufzeichnungen der Erdbebenstationen ermittelt. Denn letztlich können Experten über den zeitlichen Abstand, mit dem die verschiedenen Erschütterungswellen eintreffen, den Ablauf eines Bebens rekonstruieren.
Eine solch heftige Plattenbewegung wurde bislang nicht gemessen. Anfangs war das Erdbeben vor Japan mit einer Stärke von 8,9 auf der Richterskala klassifiziert worden. Mittlerweile wird die Bebenstärke mit einer 9,0 angegeben. Bei dem Schlag wurde so viel Energie freigesetzt, als hätte ein mehrerer hundert Meter großer Meteorit die Erde getroffen. Selbst in Tokio, das 376 km vom Epizentrum des Erdbebens entfernt liegt, bröckelte das Mauerwerk und Gebäude stürzten ein.

Die Auswirkungen des Bebens waren selbst in der Antarktis noch spürbar. Der Glaziologe Jake Walter, der an der University of California in Santa Cruz forscht, konnte nachweisen, dass durch das Beben Gletscher in der Antarktis schneller ins Tal gerutscht sind. Seine Erkenntnisse beruhen auf GPS-Daten, die von Geräten stammen, die auf den Gletschern stehen.

Ungewöhnlich hohe Tsunamis wurden durch das Hochschnellen der Kontinentalplatte ausgelöst. Die Wucht des Wassers rollte auf die japanische Küste mit ihren Buchten zu.

 

 


Quellen:

 

Aktualisiert ( Donnerstag, 02. Februar 2012 um 16:07 Uhr )
 

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