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Mach's gut, Knut! Deutschlands berühmtester Eisbär tot

Mach's gut, Knut! Deutschland berühmtester Eisbär tot (Wordle) Eisbär Knut, der Zoo-Liebling aus Berlin, ist tot. Er starb völlig überraschend am Samstag, den 19. März 2011. Auch hier schießen im Netz die Spekulationen ins Kraut. Doch nichts genaues weiß man nicht. Knut soll deshalb am Montag obduziert werden, um die Todesursache zu klären.

Viele Fans spekulieren wild, woran Knut gestorben ist. Zunächst kann man einen Zusammenhang mit dem Erdbeben in Japan und dem Super-Mond sicherlich ausschließen. Fakt ist, bis wenige Minuten vor seinem Tod zeigte das Tier keinerlei Auffälligkeiten. Knut brach völlig überraschend im Eisbärengehege zusammen und fiel ins Wasserbecken, wo er vermutlich ertrank. Ein solcher Tod ist für einen Eisbären (lat. Ursus marinus) nun wirklich etwas ungewöhnlich und für einen Weltstar wie Knut auch zu unspektakulär. Und Knut hatte mit seinen vier Jahren auch noch kein wirkliches Alter. In der Regel können Eisbären 30 bis 40 Jahre alt werden. Allerdings folgt er damit einem Trend der ganz großen, unvergessenen Stars wie James Dean, Marylin Monroe oder James Dean. Die ganz Großen sterben viel zu früh.

Die Berliner Zeitung (BZ) ergeht sich in Mutmaßungen, was zu Knuts Ableben führte. Zur Auswahl stehen folgende Theorien:

  • Schlaganfall
  • epileptischer Anfall
  • Vergiftung
  • Stress & Mobbing
  • Depressionen
  • Keine artgerechte Haltung
  • Genetische Ursache
  • Sex

Nunja, einiges wie die Sache mit den Depressionen ist haarsträubend. Sicherlich wird das Obduktionsergebnis an die Öffentlichkeit dringen und dann wissen wir es ganz genau.

Was nach der Autopsie des Kadavers mit diesem passiert, ist ebenfalls noch nicht klar. Knut-Fans fordern einen Ort des Gedenkens innerhalb des Zoos. Dies würde auf ein Tiergrab hinauslaufen. Ein Novum für die Zoo-Kultur! Im Normalfall erhalten Zootiere kein Grab sondern werden in einem Tierkrematorium eingeäschert. 
Am wahrscheinlichsten ist, dass Knut so endet wie Problembär Bruno. Er wurde ausgestopft. Denkbar wäre deshalb, dass Fans ihren Knut als Tierpräparat im Naturkundemuseum besuchen können.

Foto von Klein-Knut (Bildquelle: Wikipedia.org

Tapsig und mit großen Knopfaugen so begann Knuts Karriere als Medienliebling. Und so werden ihn die Fans auch in Erinnerung behalten.

Eisbär Knut kam am 06. Dezember 2006 zur Welt. Er und sein Zwillingsbruder wurden allerdings von ihrer Mutter Tosca verstoßen. Während der Zwilling verstarb, konnte Knut erfolgreich mit der Hand aufgezogen werden. Vor allem Thomas Dörflein verbrachte unzählige Stunden mit dem drolligen, weißen Fellknäuel mit den schwarzen Knopfaugen. Knut avancierte sehr schnell zum Medienliebling. Als das Jungtier alt genug war, wurde es mit der täglichen "Knut-Show" dem Publikum vorgestellt. Das internationale Medienecho war überwältigend. Es gab eine regelrechte Knut-Hysterie, in deren Folge die Besuchszahlen im Berliner Zoo in die Höhe schossen und das Knut-Merchandising auf Hochtouren lief. Knut schaffte es als "Cute Knut" oder Knuddel-Knut sogar zusammen mit Leonardo DiCaprio auf die Titelseite der Vanity Fair und mit diversen Songs in die Charts.

Um den Eisbären wurde es erst ruhiger als Knut dem typischen Kindchen-Schema entwuchs. Spätestens als der Eisbär seine animalischen Instinkte nutzte und in seinem Wassergraben schwimmende Karpfen tötete, war auch dem letzten Fan klar, dass Knut eigentlich ein gefährliches Raubtier war.
Viele sentimentale Rückblicke auf seine Kindheit gab es, als Pfleger Thomas Dörflein am 22. September 2008 ebenfalls überraschend an einem Herzinfarkt verstarb. Viele Knut und Dörflein-Fans finden jetzt vielleicht in der Vorstellung Trost, dass Knut jetzt wieder mit seinem Ziehvater herumtollen kann. In diesem Sinne:

Lieber Knut - egal, wo Du jetzt auch bist. Wir wünschen Dir viel Spaß mit Deinem Papa-Bär.

 


Quellen:

 

Aktualisiert ( Donnerstag, 02. Februar 2012 um 15:42 Uhr )
 

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