Zufallskarte

Mammut aus ...
Image Detail
Valid XHTML 1.0 Strict CSS ist valide!

Archäologie: Himmelsscheibe von Nebra wurde nur kurz genutzt

Archäologie: Himmelsscheibe von Nebra wurde nur kurz genutzt (Wordle) Untersuchungen von Archäologen in einer österreichischen Bergbauregion lassen vermuten, dass die berühmte Himmelsscheibe von Nebra nur sehr kurz im Gebrauch war. Vermutlich gerade einmal 100 Jahre und selbst in dieser Zeit könnte sie einen Großteil davon als bronzezeitliches Dekorationsobjekt zugebracht haben.

Unstrittig ist, dass die Himmelsscheibe von Nebra, die auf dem Mittelberg in Sachsen-Anhalt (Deutschland) gefunden wurde, ein jahrtausende-alter kalender ist. Möglicherweise jedoch wurde sie nur 100 bis 150 Jahre genutzt. Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass der Nutzungszeitraum ca. 400 Jahre dauerte.
Die aktuellen Feststellungen gründen auf bergbauhistorischen Beobachtungen mit dem bei der Bronzescheibe verwendeten Kupfer. Dies ließ der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt verlauten. Die Forscher sind sich demnach ziemlich sicher, dass das bei der Himmelsscheibe von Nebra verwendete Kupfer aus Bischofshofen in Österreich stammen muss. Von dort weiß man, dass frühestens vor 3750 bis 3700 Jahren zum ersten Mal Kupfer abgebaut wurde. Die Scheibe wurde allerdings nachweislich vor 3600 Jahren vergraben. Aus der Differenz der belegten Jahreszahlen ergibt sich eine wahrscheinliche Nutzungsdauer von 100 Jahren.

Himmelsscheibe von Nebra nicht für die Ewigkeit geschaffen

Die Himmelsscheibe von Nebra wurde aus Bronze gefertigt und mit Goldauflagen verziert. Forscher sind sich einig, dass darauf die älteste konkrete Sternenabbildung der Welt zu sehen ist. Mehrfach wurde die rund zwei Kilogramm schwere Scheibe mit einem Durchmesser von 31 bis 32 cm bearbeitet. Heute sind als Goldauflagen darauf zu sehen: ein Schiff, Sonne und Mond sowie 32 Sterne. In seinen Augen ist das Kunstwerk einer der wichtigsten Funde in der Geschichte der Menschheit, wie Meller sagt. Der Erschaffer der Himmelsscheibe von Nebra muss in seiner Zeit ein Genie gewesen sein, denn es ist im gelungen, einen Sonnen- und Mondkalender auf die Bronzescheibe zu bringen. Allerdings muss die Himmelsscheibe kurz nach ihrer Fertigstellung in fremde Hände gelangt sein. Die neuen Besitzer erkannten die ursprüngliche Bedeutung nicht und veränderten die Scheibe nach eigenem Gutdünken.

Die Entdeckung der Himmelsscheibe durch Grabräuber 1999 auf dem Mittelberg und die Zurückgewinnung für die Wissenschaft ist ein spannender Wissenschaftskrimi, der damit endete, dass die Polizei 2002 bei einem fingierten Kauf in der Schweiz die Beute sicherstellen konnte.

 


Quellen:

 

Aktualisiert ( Donnerstag, 02. Februar 2012 um 15:09 Uhr )
 

© H[AGE]: Langenwetzendorf (2008 - 2011)