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Gäbe es ohne Haustiere überhaupt eine menschliche Zivilisation?

Gäbe es ohne Haustiere überhaupt eine menschliche Zivilisation? (Wordle) (Teil 1). Bello, Fiffi und Minka sind heute aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Die tierischen Mitbewohner gehören quasi zur Familie. Doch jetzt verblüffen Forscher mit einer neuen These: Ohne seine Haustiere wäre der Homo sapiens nie so weit gekommen. Hätte es Hunde, Katzen und Rinder nicht gegeben, so hätte die Menschheit auch keine Zivilisation oder höhere Intelligenz entwickeln können.

Solche Thesen werden Vegetariern sicherlich die Zornesröte ins Gesicht treiben. Aber Pat Shipman vertritt in ihrer Arbeit „The Animal Connection and Human Evolution“ die These, dass es einen Zusammenhang zwischen Mensch und Tier gibt, den wir schon immer irgendwie gewusst haben.
Denn Menschen dokumentieren ihn seit mehreren Zehntausend Jahren - zu erst bei den ersten menschlichen Zeichnungen auf Höhlenwänden. Dort verewigten sich die ersten Frühmenschen in Stein, aber immer dachten sie auch an ihre Begleiter - die Tiere. Es gibt bislang kaum Höhlenmalereien, in denen sich die ersten Menschen ohne begleitende Tierdarstellungen abgebildet hätten. Der Mensch und das Tier war eine Schicksalsgemeinschaft lange bevor der Mensch sich zum Mensch entwickelt hatte. Nur mit Hilfe der Tiere konnten die ersten Frühmenschen überleben und manche Tiere lernten als Kulturfolger die menschliche Nähe zu schätzen. 
In ihrer Arbeit gelingt Pat Shipman der Beweis einer naheliegenden Vermutung: Der Homo sapiens konnte sich nur zum Homo sapiens sapiens aufschwingen, in dem er sein Leben mit den Tieren teilte.

Ohne Tiere hätte sich die Menschheit nicht entwickeln können

Wozu benötigen wir Menschen das Tier überhaupt? Die Erklärung der Paläontologin ist simpel: Erst die Tiere haben uns zum Menschen gemacht. Die Tierwelt animierte unsere Vorfahren zu etwas, was die Evolution bis dato noch nicht in diesem Maße hervorgebracht hatte: Die Entwicklung von Sprache, Werkzeuge und Kultur. Die Abhängigkeit vom Tier sei quasi ein nützlicher Wesenszug der Menschheit, der sich unabhängig von Kultur, Geografie oder Religion entwickelte. Die Verbindung Mensch und Tier geht weit über solche „Begriffe“ wie Wurst, Käse und Kameradschaft hinaus.
Pat Shipman ist übrigens keine 0815-Nachwuchswissenschaftlerin, die sich über ihre Doktorarbeit profilieren möchte sondern eine gestandene Professorin für Anthroplogie, die bereits mit mehreren Preisen für ihre Arbeiten und Veröffentlichungen ausgezeichnet wurde.

Das Bündnis Mensch Tier begann vor ca. 2,6 Millionen Jahren. Damals lernten die Frühmenschen in Äthiopien wilde Tier zu jagen und die ersten Steinwerkzeuge herzustellen. Was nun was begünstigte, ob die Tiere die Herstellung der Steinwerkzeuge initiierten oder die Steinwerkzeuge den Jagderfolg begünstigten, wird sich wahrscheinlich nie genau rekonstruieren lassen.
Fest steht dennoch, dass es sich bei den ersten Werkzeugen um grob zugehauene Felssplitter handelte, die unsere menschlichen Vorfahren bei der Zerteilung der Vorfahren der Ziegen benutzten.

Schicksalsgemeinschaft Mensch - Tier begann vor ca. 2,6 Millionen Jahren

Shipman gibt zu bedenken, dass es die frühen Menschen als Vegetarier zu nicht viel hätten bringen können. Letztlich hätten die Nährstoffen aus dem Fleisch die Gehirnentwicklung auf Trab gebracht und das Fett lange genug vorgehalten, damit die Fleischesser zwischen zwei Mahlzeiten Zeit hatten - Zeit, die sie offensichtlich zu nutzen wussten: zur Werkzeug-Herstellung, zur Erschließung weiterer Nahrungsquellen, zum Lernen, für Zwischenmenschlichkeiten und Zeit zum Philosophieren. Sicherlich machten sich die ersten Menschen keine Gedanken über das Wesen der Zeit oder des Lichts, aber vielleicht dachten sie darüber nach, was in den Köpfen anderer Lebewesen vorging. Dies könnten die ersten Ursprünge von Religion gewesen sein.

Die großen Völkerwanderungen, bei denen die Frühmenschen von Afrika aus aufbrachen und nach Europa und Asien zogen, wurden möglicherweise von den großen Herden mit initiiert. Die Menschen folgten den Tierherden bei ihren Wanderungen. Noch unterschieden sich unsere, sich bereits auf zwei Beinen bewegenden Vorfahren noch nicht sehr stark von anderen Fleischfressern wie Löwen oder Hyänen.

Hier geht es zum zweiten Teil: "Menschliche Zivilisation dank der Tiere : Evolution der Sprache, um sich über das Verhalten der Tiere austauschen zu können".



Quellen:

Aktualisiert ( Donnerstag, 02. Februar 2012 um 13:27 Uhr )
 

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