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Menschliche Zivilisation dank der Tiere : Auf den Hund gekommen

Menschliche Zivilisation dank der Tiere : Auf den Hund gekommen (Wordle) (Teil 5). Bello, Fiffi und Minka sind heute aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Die tierischen Mitbewohner gehören quasi zur Familie. Doch jetzt verblüffen Forscher mit einer neuen These: Ohne seine Haustiere wäre der Homo sapiens nie so weit gekommen. Hätte es Hunde, Katzen und Rinder nicht gegeben, so hätte die Menschheit auch keine Zivilisation oder höhere Intelligenz entwickeln können. ...
Hier weiterlesen und erfahren, warum die Menschheit auf den Hund kam.

Und was ist nun mit dem Hund? Wie konnte er zum besten Freund des Menschen werden? Die Erklärung fällt Naturhistorikern alles andere als leicht, da ausgerechnet der Hund das einzige Haustier zu sein scheint, dass eben nicht nützlich ist.

Für viele ist daher die Antwort auf die Frage, warum der Mensch den Hund nicht einfach hielt, sondern ihn sogar anfing zu lieben, essentiell. Die Antwort auf diese Frage ist auf den ersten Blick banal. Das Verlangen nach Wärme und Nähe war vermutlich stärker als die Furcht vor dem unberechenbaren Wolf.
Fakt ist nämlich, dass Wölfe gefährlich sind und sich nicht als Schlachttiere eignen. Außerdem waren sie als Fleischfresser eigentlich Nahrungskonkurrenten. Doch offensichtlich muss der emotionale Gewinn größer gewesen sein. Dies meint zumindest Jörg Schibler seines Zeichens Professor am Institut für Prähistorischen und Naturwissenschaftliche Archäologie an der Universität Basel (Schweiz).

Vor ca. 100.000 Jahren oder vielleicht zugar noch früher begann der Mensch, den Wolf zu zähmen. Möglicherweise nutzte er ihn zunächst als freundschaftlichen Begleiter und Zugtier, ohne dass sich die Statur der Tiere großartig veränderte.
Die Jagd mit dem Wolf/Hund kam vermutlich erst sehr viel später dazu, denn Schibler gibt zu bedenken, dass es eine sehr langer Zuchtlinie bedarf, um aus dem Wolf einen Jagdhund zu machen.

Zunächst waren Wölfe sehr lange nur die Begleiter des Menschen. Die Zucht begann mit jenen Tieren, die besonders zutraulich, umgänglich oder folgsam waren. Doch für das seelische Gleichgewicht des Menschens waren diese frühen Begleiter allemal gut, denn die moderne Forschung kann belegen, dass sie den Stress dämpfen. Und Stress gab es in der Steinzeit mehr als genug für unsere Vorfahren.
An dieser Mensch-Tier-Beziehung hat sich eigentlich bis heute nicht viel geändert. Genauso wie in grauer Vorzeit verschafft der Umgang mit Tieren dem Menschen physische und seelische Vorteile.

Psychologen deuten die menschliche Liebe zum Tier als den Versuch, die verlorengegangene Natürlichkeit zurückzugewinnen. Religiöse Menschen mögen auch versuchen, den paradiesischen Frieden, der in der Bibel beschrieben wird, zurückzuträumen.
Bei all unserer Tierliebe lieben wir nicht unbedingt das Tier an sich sondern das Bild von unseren Tieren. Aus diesem Grund neigen wir heute mehr denn je dazu, Tiere zu vermenschlichen.

Auch wenn der Mensch seine soziale Intelligenz erst im Umgang mit den Tieren geschult und entwickelt hat, so war das Verhältnis von Mensch zu Tier von Anfang an ungerecht verteilt. Die Menschenwelt hat von dieser Beziehung deutlich mehr gehabt als die Tierwelt.

Zurück zum ersten Teil: "Gäbe es ohne Haustiere überhaupt eine menschliche Zivilisation?".

 


Quellen:

Aktualisiert ( Donnerstag, 02. Februar 2012 um 13:10 Uhr )
 

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