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Langenwetzendorf vom Anbeginn bis ins 15. Jahrhundert

Osterburg in Weida (nach Aufzeichnungen von R. Knoll).

Als um das Jahr 1200 Langenwetzendorf von Beauftragten der Vögte von Weida mit deutschen Bauernsöhnen gegründet wurde, hat dieser Junker etwa 12 bis 16 Bauern mit Land zur Gründung eines Bauernhofes ausgestattet. Die vorgesehenen Bauplätze lagen zu beiden Seiten des Leubabaches, auf halber Höhe der Terrassen. Langenwetzendorf wurde von den Geschichtsexperten zu den Waldhufendörfern gezählt.

Die Belehnung der Langenwetzendorfer Flur erfolgte durch die Vögte von Weida, vermutlich von Heinrich dem Reichen. Das Lehen Langenwetzendorf umfasste 1040 ha zusammenhängenden Waldboden und gehörte zu den drei größten Ortsfluren des ehemaligen Fürstentums Reuß j. Linie.
Aus diesem Zeitraum existiert keine Urkunde über den Siedlungsbeginn bzw. den Ablauf. In Schmidt’s „Urkundenbuch“ finden wir lediglich folgende Notiz: „Am 1. Mai 1268 bestätigt Heinricht Vogt von Gera, auf Bitten seiner Mutter Jutta dem Kloster Cronschwitz, die Schenkung einer Wiese in Wizcendorf, welche Heinrich de Lubine gemacht hat.“

Diese Schreibweise Wizcendorf bleibt bestehen bis ins 15. Jahrhundert für beide Orte: Wetzendorf und das benachbarte Weißendorf. Somit ist die Notiz, die Pfarrer Gerhold aus Langenwetzendorf gemacht hat, und die Jahreszahl, 1268 auf unseren Ort bezieht, umstritten. Die älteste Urkunde über Langenwetzendorf finden wir im „Urkundenbuch der Vögte von Weida“ von Berthold Schmidt. Sie kündet von dem Verkauf der Langenwetzendorfer Untertanen im Jahre 1411 durch die Junker von Lohma an den Landesherrn Heinrich von Gera – um den Preis von 190 Gulden, wiederverkäuflich.

Bei unseren Betrachtungen über die Langenwetzendorfer Vergangenheit wollen wir uns deshalb auf die Urkunde von 1411 beziehen. Davon ausgehend können wir aber mit Sicherheit annehmen, dass rund 200 Jahre Ortsgeschichte im Dunkeln der Vergangenheit liegen und wohl auch bleiben werden. Geschichtliche Wahrheit aber ist, dass unser Wetzendorf in der Waldrodungszeit entstanden ist.

K.-H. Tr.

Erschienen im Amtsblatt der Gemeinde Langenwetzendorf
(Mai 2008)

Aktualisiert ( Samstag, 30. Juli 2011 um 20:16 Uhr )
 

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