Zufallskarte

Kontinent: ...
Image Detail
Valid XHTML 1.0 Strict CSS ist valide!

DNA-Analyse: Neue Verästelungen im Stammbaum der ältesten Großfamilie der Welt entdeckt

DNA-Analyse: Neue Verästelungen im Stammbaum der ältesten Großfamilie der Welt entdeckt (Wordle) Über 120 Generationen zurück, kann der Stammbaum der weltweit ältesten Großfamilie zurückverfolgt werden. Irgendwie Wahnsinn, wenn man sich vorstellt, wie viele Ur-Urs man da vor den Großvater setzen muss, bis man bei der Wurzel angekommen ist. Als wäre dies noch nicht genug, wurden nun weitere Mitglieder der Ur-Sippe in einer Höhle entdeckt.

Das bedeutet, die älteste Großfamilie der Welt, deren Verwandtschaft auch genetisch bestätigt ist, besitzt noch mehr Vorfahren als bislang angenommen. Forscher konnten mit Hilfe von Analysen des Erbgutes nachweisen, dass noch heute Nachkommen der vor 3000 Jahren gestorbenen Menschen leben. Diese Urahnen wurden in der Lichtenberghöhle (Harz) beerdigt. Ihre  heute noch lebenden Verwandten leben in der Region um Bad Grund in Niedersachsen (Deutschland)

Der Stammbaum der ältesten Großfamilie der Welt reicht 120 Generationen zurück

Bei erneuten Grabungen in der Lichtenberghöhle im Harz wurden die Überreste weiterer Menschen aus der Bronzezeit gefunden. In der Höhle wurden ca. 60 Menschen beerdigt wie Ortrud Krause, Leiterin des Höhlenerlebniszentrums Bad Grund, mitteilte. Bisherige Funde ließen zunächst nur auf 40 Personen schließen. Neben den menschlichen Überresten fanden sich zudem auch Keramiken, Schmuck, Pflanzenreste und Knochen von Tieren.
Die neu entdeckten Knochen der Menschen aus der Bronzezeit lassen den Stammbaum der ältesten Großfamilie wachsen. Über 120 Generationen konnten nachgewiesen werden. Es ist damit der längste, genetisch belegbare Stammbaum in der Geschichte der Menschen. Die Analysen konnten nur deshalb gemacht werden, da sich durch die niedrigen Temperaturen in der Höhle die DNA über die Jahrtausende erhalten hat. Dies ist einer der Gründe, warum die Funde so bedeutsam sind.

Bedeutende Funde, da DNA durch die niedrigen Höhlentemperaturen in der bronzezeitlichen Kultstätte erhalten blieben

Bei der zeitlichen Einordnung der Funde und die Klärung der kulturellen Zugehörigkeit der Toten aus der Lichtenberghöhle hilft den Wissenschaftlern der in einem Depot gefundene Bronzeschmuck. Mittlerweile konnten die Experten auch den bronzezeitlichen Zugang zur Höhle entdecken. Dieser war lange Zeit unbekannt. Es handelt sich dabei um einen mit Erde und Steinen verfüllten Kriechgang.

Die ersten Funde in der Lichtenberghöhle machen Archäologen 1980. Die Höhle wird seitdem systematisch untersucht, da sie in der Bronzezeit eine Kultstätte war. Seit 2007 wird das Erbgut der noch heute in der Nähe der Lichtensteinhöhle lebenden Bevölkerung analysiert und mit den Mustern der prähistorischen Großfamilie verglichen. 273 im Sösetal lebende Personen ließen freiwillig ihre DNA für das Projekt untersuchen und siehe da, bei elf Personen stimmen die genetischen Muster mit denen aus der Bronzezeit überein.

 


Quellen:

Aktualisiert ( Mittwoch, 01. Februar 2012 um 21:09 Uhr )
 

© H[AGE]: Langenwetzendorf (2008 - 2011)