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Mammuts waren leichte Beute : Klimawandel mit Schuld am Aussterben der Eiszeit-Giganten

Mammuts waren leichte Beute : Klimawandel mit Schuld am Aussterben der Eiszeit-Giganten (Wordle) Es gibt mal wieder eine neue Theorie über das Aussterben der Mammuts. Sie stammt diesmal von Forschern aus den USA und Kanada, die den Zahnschmelz der Urtiere analysierten. Die Kombination aus leichter Klimaveränderung und der Bejagung durch die ersten eiszeitlichen Jäger auf dem amerikanischen Kontinent könnten demnach das Ende der Mammuts besiegelt haben.

Der Zahnschmelz der Tiere lässt Rückschlüsse auf mehrere Faktoren zu. Beispielsweise welche Pflanzen die Mammuts vor mehr als 11.000 Jahren fraßen oder ob es damals trocken oder feucht war. Das Team um Jessica Metcalfe von der Universität von Western Ontario in London (Kanada) veröffentlichte seine Untersuchungsergebnisse im Fachblatt der US-amerikanischen Akademie der Wissenschaften.

In früheren Theorien gingen Experten davon aus, dass möglicherweise eine große Dürre für das Aussterben der Urzeit-Riesen verantwortlich war. Die Forscher jetzt können allerdings nachweisen, dass im fraglichen Zeitraum nur geringfügig weniger Niederschlag gefallen ist.

Niederschlagsmangel kein Auslöser für das Aussterben der Mammuts. Möglicherweise machten sie die Fress-Gewohnheiten zur leichten Beute

Möglicherweise ähnelten die Mammutherden in ihrem Verhalten ihren noch heute lebenden Verwandten – den Elefanten. Diese suchen im Sommer noch immer die grünsten Teile ihres Territoriums auf. Wenn Mammuts diese Verhaltensweise ebenfalls an den Tag legten, dann wären sie für Jäger eine äußerst berechenbare Beute gewesen. Die Jäger hätten die Herden auf den begrenzten Flächen leicht ausfindig machen können.

Die amerikanischen Mammuts starben mit anderen Arten der nordamerikanischen Megafauna vor ca. 11.000 Jahren aus. Die Ankunft der Menschen in Nordamerika ist für diesen Zeitraum gut belegt, denn es wurden bereits genügend sauber gearbeitete, steinerne Pfeilspitzen der sogenannten Clovis-Kultur aus der betreffenden Zeitspanne gefunden.

Bejagung durch urzeitliche Jäger bereits vor 13.000 Jahren belegt

Eine vor wenigen Tagen veröffentliche Untersuchung belegt, dass bereits vor 13.000 Jahren Menschen den Tieren nachstellten. Dies beweist eine Speerspitze, die in den Überresten einer Mastodon-Rippe gefunden wurde.

Bei der jetzigen Zahnschmelzanalyse wurde der Anteil bestimmter Isotope untersucht. Das Untersuchungsmaterial stammte von im San-Pedro-Tal (Kalifornien/USA) gefundenen Mammuts. Damals muss in der Region ein warmes aber relativ trockenes Klima vorgeherrscht haben. Von Nahrungsmangel konnte wahrscheinlich keine Rede gewesen sein, denn der gefallene Sommerregen hat vermutlich ausgereicht, damit genügend Nahrungspflanzen wachsen konnten. Die Rückschlüsse auf die Pflanzen zogen die Wissenschaftler auf Basis des Kohlenstoffatoms C14 im Zahnschmelz. Sie maßen einfach seine Konzentration.

 


Quellen:

 

Aktualisiert ( Montag, 05. März 2012 um 22:10 Uhr )
 

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