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Was ist Lernen? Etymologische Wurzeln & Definitionen

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Zusammenfassung: Was ist Lernen überhaupt? In diesem Beitrag wird auf die etylmologischen Wurzeln des Wortes "Lernen" näher eingegangen. Außerdem werden verschiedenste Defintionen aus unterschiedlichen Bereichen vorgestellt.


Etymologische Wurzeln

Bereits vor über 100 Jahren erkannten Pädagogen, „[…] dass Lernen eine so alltägliche, selbstverständliche Tätigkeit ist wie Essen und Atmen, dass jedes Kind mit einem natürlichen Wissens- und Erfahrungsdrang auf die Welt kommt […]“[1].

So komplex Lernvorgänge sind, so schwer fällt es jedoch, den Begriff „Lernen“ in Worte zu fassen. Auf den richtigen Weg wird man durch die etymologische Betrachtung der Wurzeln gebracht. Demnach gehört „Lernen“ zur Wortgruppe von „leisten“ und ist u. a. mit den Wörtern „lehren“ und „List“ verwandt. „Leisten“ bedeutete ursprünglich „einer Spur nachgehen“. Lernen geht auf „lais“ bzw. „lis“ zurück. „Lais“ war die gotische Bezeichnung für „ich weiß“. „Lis“ ist das indogermanische Wort für „gehen“. Es deutet also vieles darauf hin, dass bereits sehr früh, Lernen als ein Prozess verstanden worden ist, bei dem der Lernende einen Weg zurücklegen muss und dabei Wissen erlangt.[2]

 

Definitionen aus unterschiedlichen Bereichen

In der Literatur finden sich viele Definitionen, die mehr oder weniger stark auf die spezifischen Eigenheiten des Lernens eingehen. Das Brockhaus Universal Lexikon beschreibt Lernen als „[…] die Aneignung von Kenntnissen und Fähigkeiten sowie die Änderung von Denken, Einstellungen und Verhaltensweisen aufgrund von Einsicht oder Erfahrung […]"[3]. Auch die Definition des Meyers Online Lexikons geht in eine ähnliche Richtung: Unter Lernen werden hier „[…] alle individuellen, relativ dauerhaften Veränderungen des Verhaltens und Erlebens, die auf Erfahrung beruhen […]“ verstanden.  Beim Lernen im engeren Sinne handelt es sich um „[…] bewusste und planvolle Bemühungen, sich Wissen oder spezifische Fertigkeiten anzueignen […]“[4]. Die Sicht der Kognitionswissenschaften beschreibt Lernen als einen „[…] Prozess der Informationsverarbeitung […]. Dabei wird Information encodiert […], im Gedächtnis gespeichert und bei Bedarf von dort abgerufen […]“[5].

 

 


Quellen:
  • [1]: Romberg, J.; Reeg, A. (Mai 2008): Wir machen Schule. S. 142. In: GEO : Das neue Bild der Erde. 05/2008. Hamburg. S. 134 – 156
  • [2]: Vgl. Mielke, R. (2001): Psychologie des Lernens: Eine Einführung. Stuttgart. S. 11 und Wasserzieher (1974) zitiert nach Stangl, W.: Begriffsdefinitionen Lernen. Linz-Auhof.
  • [3]: Zwahr, A. (2003): Brockhaus Universal Lexikon. A – Z in 26 Bänden. Leipzig. S. 4289
  • [4] und [5]: Holoch, K. (27.02.2007a): Lernen : Meyers Lexikon Online 2.0. Mannheim.

 

 

Aktualisiert ( Samstag, 20. Februar 2010 um 16:48 Uhr )
 

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