Zufallskarte

Hütte
Image Detail
Valid XHTML 1.0 Strict CSS ist valide!

Spiel & Spielen

Zusammenfassung: Der Begriff des Spielens ist allein schon im Sprachgebrauch mehrdeutig. Huizinga entwarf den Begriff Homo Ludens.


Hinführung

Der Begriff des Spiels bzw. des Spielens ist mehrdeutig. Dies zeigt sich schon allein im Sprachgebrauch. So gibt es die unterschiedlichsten Redensarten „Lass mich bitte aus dem Spiel!“, „Das spielt doch keine Rolle!“, „Das war ein abgekartetes Spiel!“ oder „Das wird ein Nachspiel haben!“. Huizinga stellt in seinem gleichnamigen Buch dem Menschenbild des Homo oeconimicus , des Homo socioligicus  und des Homo faber  auch noch den Homo ludens (den spielenden Menschen) an die Seite. Das geflügelte Wort „Cogito ergo sum“ (Ich denke, also bin ich!) müsste demnach umgeschrieben werden in „Ludo ergo sum“. (Ich spiele, also bin ich!)
In diesem Essay arbeitet er weiterhin heraus, dass es ohne Spiel keine Kultur und damit keine Dichtung, kein Recht, keine Wissenschaft, keine Philosophie und auch keine Kunst geben würde. Darüber hinaus zieht er Parallelen zwischen Spiel und Religion sowie zwischen Spiel und Krieg. Auf den ersten Blick ist dies eine gewagte These, doch ein tieferer Blick in die Materie belegt, dass der Spielbegriff sich durchaus zwischen so weit entfernten Dimensionen aufspannt und genau darin liegt möglicherweise auch der Reiz des Spieles begründet.

 



Aktualisiert ( Samstag, 20. Februar 2010 um 17:03 Uhr )
 

© H[AGE]: Langenwetzendorf (2008 - 2011)