Zusammenfassung: Akteure handeln im Rahmen ihres sozialen Einflusspotentials. Durch die wechselseitige Beinflussung entstehen Konstellationen. Durch handelndes Zuammenwirken von mehreren Akteuren entstehen letztlich soziale Strukturen.
Die akteurtheoretische Herangehensweise bei der Konzeptionierung lässt sich wie folgt grob zusammenfassen. Akteurhandeln ist fast immer intentional. Akteure verfügen über soziales Einflusspotential bei der Realisation von Handlungen. Erst durch Intentionsinterferenzen und wechselseitige Beeinflussungen geraten Akteure in Konstellationen miteinander. Diese Konstellationen des handelnden Zusammenwirkens von mehreren Akteuren lässt soziale Strukturen entstehen. Meist sind jedoch die sich aus den Konstellationen ergebenden Strukturen transintentional und laufen den ursprünglichen Zielen der Akteure unter Umständen zuwider.15
Laut Schimank ist die Identifikation von drei wesentlichen Elemente des handelnden Zusammenwirkens einer Akteurtheorie möglich16:
- der teilsystemische Orientierungshorizont. Dieser drückt die Handlungsprägung des Wollens aus.
- die institutionelle Ordnung. Sie versinnbildlicht das Sollen der Akteure.
- die Akteurkonstellationen. Sie steht für das Können der Akteure.

Erweitertes Modell von Uwe Schimank zeigt das Zusammenwirken von Akteuren und Konstellationen.
Das handelnde Zusammenwirken der Akteure in ihren Rollen (Akteurmodelle) bringt soziale Strukturen hervor, die sich organisieren.
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Quellen:
- [15] Vgl. Schimank, U. (2000): Theorien gesellschaftlicher Differenzierung. Leske + Budrich, Opladen. S. 211
- [16] Vgl. Schimank, U. (2000): S. 247


