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Schulfrust statt Lernlust: Warum nur?

Neues zu entdecken, Sinnfragen nach dem Warum zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen … Kinder lieben diese Form der „Denkspiele“. Nicht umsonst heißt es in der Sesamstraße „Wer, wie, was … Wieso, weshalb, warum … wer nicht fragt bleibt dumm! …!
Und doch zeigt sich auch ein anderes Phänomen: demotivierte Schüler. Wie kann das sein? Wie kann man die Lernfreude fördern? Eine Reihe des Magazins Focus, versucht Antworten zu geben.

In vielen Familien spielt sich jedes Jahr aufs Neue fast das selbe Drama ab. Eigentlich haben sich die Kinder auf die Schule und den ersten Schultag gefreut, waren kaum zu bändigen. Doch nach wenigen Tagen hängen die vor Ideen strotzenden Kids nur noch müde und gelangweilt in den Stühlen am elterlichen Küchentisch. Im Urlaub wurde jede Muschel untersucht, der Sandwurm genau inspiziert und die Eltern über seine Gefühls- und Lebenswelt ausgefragt. Doch jetzt das komplette Kontrastprogramm. Keine Frage a la: Was frist er? Hat er Familie? Was ist die Flut? Wie weit ist es bis zum Mond? Nix! Fehlanzeige! Kein Ich-will-was-erleben-Stress und dabei sind die Kinder doch endlich wieder in den erfahrenen Händen, der bezahlten Animateure – im Volksmund auch Lehrer genannt. Die in den Ferien kaum zu bändigende Neugierde ist weg. Saugt die Schule den Wissensdurst unserer Sprösslinge aus? Warum wird der natürliche Forscherdrang der Kiddies nicht geweckt und in konstruktive Bahnen gelenkt?
Was läuft da falsch? Liegt es an den Lehrkräften? Liegt es an den Noten? Liegt es am Schulsystem mit seinen Zwängen?

Schulfrust ist ein Neugier-Killer

Doch was ist mit den Kids los? Es gibt ein Wort, dass die ganze Bandbreite des eingangs beschriebenen Phänomens erklärt: Schulfrust. Die Gründe dafür sind vielfältig: kaum ein erkennbarer Bezug zum Alltag der Schüler, der Arbeitsrhythmus passt nicht, die Lerngruppen sind zu groß und der Frontalunterricht ist erschöpfend. Aufmerksamkeitsmangel droht.

Teilweise sind auch die Lehrer schuld daran, dass viele Schüler mit der Gesamtsituation unzufrieden sind. Es gibt leider noch immer Pädagogen, die das Austeilen von Arbeitsblättern für eine interaktive Lernform halten. Doch auch Eltern tun ihr übriges dazu. Ihr Erwartungsdruck ist zu groß. Meist nörgeln sie auch noch permanent an der Schule herum und dämpfen so weiter, die bereits abgenommene Motivation der Kinder. Das, was eigentlich Spaß machen sollte, wird zum täglichen Opfergang.
Doch muss Schule wirklich Spaß machen? Geht es in der Schule nicht eigentlich darum, zu lernen, wie man dranbleibt – auch wenn es schwerfällt? Wie man sich Erfolge erarbeitet und gegen den eigenen inneren Schweinehund aber auch gegen äußere Widerstände ankämpft? Sollte man in der Schule nicht auch lernen, wie man mit Niederlagen umgeht?

Schule, Lernen, Neugier … und Fragen über Fragen

Und es geht weiter mit den Grundfragen:

  • Wie verliert man das Ziel des Lernens nicht aus den Augen?
  • Was unterscheidet das Lernen in der Schule vom lebenslangen Lernen, das so manche Lektion, die in keinem Lehrbuch steht, mit sich bringt?
  • Gibt es wirklich die angeborene Lernlust, die Comenius bereits im 17. Jahrhundert beschrieb?
  • Was kann man tun, damit der kindliche Wissenstrieb nicht im Schulalltag zu verkümmern droht?

In der Focus-Reihe „Die Kunst lustvoll zu lernen“ erzählen Experten aber auch Laien von ihren Beobachtungen und Erfahrungen.

 


Hier alle Artikel lesen:

  1. Bewusstes Lernen: Konzentration auf das wirklich Wesentliche
  2. Die richtige, individuelle Förderung
  3. Kinder müssen begreifen
  4. Wo sind die eigenen Grenzen? Bis zum Horizont und weiter?
  5. Forscherdrang: Für Naturwissenschaften ist eigentlich niemand zu blöd
  6. Auf Probe: Alternative Schultypen
  7. 2 mal 3 macht 4 … Widdewiddewitt … und Drei macht Neune
  8. So droht kein Lernfrust sondern es herrscht Lernlust
Aktualisiert ( Samstag, 11. Dezember 2010 um 19:39 Uhr )
 

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