Zufallskarte

Feuerschlag...
Image Detail
Valid XHTML 1.0 Strict CSS ist valide!

Auf Probe: Alternative Schultypen

Man kann zu Waldorf-, Montessouri- oder Jenaplan-Schulen seine eigene Meinung haben. Allerdings mögen die einzelnen Schultypen für den einen oder anderen Schüler wirklich ihre Vorteile haben. Mathias Zscheile ist Kameramann und Vater von zwei Söhnen.

Er berichtet über die Erfahrungen seiner Jungs an einer Montessouri-Schule.
Die Kinder wurden auf einer Montessouri-Schule angemeldet, weil der älteste Sohn mit dem üblichen Unterricht nicht zurechtkam. In der zweiten Klasse malte er lieber die Rückseite eines Blattes mit Rechenaufgaben voll als diese zu lösen. Als Note gab ihm die Lehrer ein weinendes Gesicht mit dicken Tränen zurück. Der Junge war in Tränen aufgelöst, weil er meinte, er hätte etwas Schlimmes gemacht.

Alternative Schultypen lassen mehr Freiräume

Montessori-Schulen geben den Kindern viele Freiräume. Sie können sich intensiv mit Themen im Projektunterricht beschäftigen. Jede Klasse hat zwei Lehrkräfte, die versuchen, den Lernstoff mit praktischen Beispielen aus dem Leben der Schüler zu koppeln. Die Kinder können selbst wählen, welches Tier sie im Unterricht „dran nehmen möchten“.

Doch die Kinder lernen auch die Welt der Erwachsenen kennen. Der Sohn von Matthias Zscheile half bereits als 12jähriger in einem Architekturbüro mit. Seitdem weiß er, wofür die Berechnung von geometrischen Flächen gut ist. Er überlegt, welche Lösung für ein Haus passend wäre und setzte seine Ideen mit Lego um. Für Architektur hat der Junge ein Faible. Er gestaltet sein Zimmer mittels Bettlaken und Grünpflanzen so um, dass es aussah wie ein Raum aus einem HuntertwasserBuch. Oder er fragt sich, warum die Bauhaus-Häuser so modern aussehen, obwohl sie schon einige Jahre auf dem Buckel haben.

Nichtsdestotrotz ist der Sohnemann kein Mathe-Ass. Doch dieses „Handicap“ stört nicht. Die Schule hilft ihm dabei, Räume auf seine eigene Art und Weise zu erobern. Dabei wir die Lust am Lernen und Entdecken immer wieder neu geweckt – und das trotz ungeliebter Übungsaufgaben. Aber die Kinder wissen, dass nach den Übungsaufgaben auch wieder Sachen kommen, die wirklich Spaß machen.

 


Quelle:

 

Aktualisiert ( Samstag, 11. Dezember 2010 um 19:32 Uhr )
 

© H[AGE]: Langenwetzendorf (2008 - 2011)