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Praxisbeispiele für den Konnektivismus

Zusammenfassung: Welche Werkzeuge bieten sich im Rahmen konnektivistischer Lernmethoden an, um den Überblick in der Informationsflut zu behalten. Wir haben hier einige Praxisbeispiele zusammengetragen: Foren, Wikis, Blogs, RSS-Feed, Twitter, Facebook, Google Alerts, Yahoo Pipes und das Semantische Web.

 

Vielschichtigkeit des Konnektivismus (Grafik)

Lernökologie : Kreieren eines Netzwerks durch Konnektivismus1

Der Konnektivismus lebt bekanntlich davon, dass der Lernende ständig neue Verbindungen aufbaut und seine durch die Vernetzung gewonnen, neue Erkenntnisse mit anderen teilt - getreu dem Motto: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile". Man spricht in diesem Zusammenhang nicht selten auch von Schwarmintelligenz oder "Cloud-Intelligenz".
Dieses "Sharing von Wissen" ist ein Merkmal vieler Foren und Wikis aber auch von (Themen)-Gemeinschaften innerhalb der Blogosphäre. Beispielsweise führt die Edu-Blogger-Szene einen intensiven Diskurs, ob der Konnektivismus nun eine Lerntheorie ist oder nicht. Um hier immer auf den neuesten Stand zu bleiben, gibt es die Möglichkeit, dass sich Interessierte die RSS-Feeds ihrer Lieblingsblogs abonnieren und so mitbekommen, wenn es einen neuen Post zu diesem Thema oder einem verwandten Thema gibt.

Wer sich an der Diskussion beteiligen möchte, verfasst womöglich in seinem  eigenen Blog einen Post und zitiert seine "Vorredner". Bekannte Blogging-Software wie Wordpress beispielsweise unterstützt sogenannte Trackbacks. Damit vernetzen sich miteinander verlinkte Artikel automatisch. Vor allem an Universitäten wird mittlerweile versucht, innerhalb von Seminargruppen so den Wissensaustausch und die Reflexion zu fördern, indem jeder Student im eigenen Blog sein Wissen und seine Gedanken/Ideen dokumentiert. So entsteht im Luafe der Zeit ein sogenanntes ePortfolio, das den aktuellen Wissens- und Lernstand dokumentiert.
Doch auch die neuen Social-Plattformen wie Twitter oder Facebook sind es Wert, genannt zu werden. Denn sie helfen, immer up to date zu bleiben.

Um in der Informationsflut den Überblick in punkto Neuveröffentlichungen zu behalten, empfiehlt es sich, beispielsweise Google Alerts einzurichten. Sobald Google zu einem selbst definierten Thema neue Inhalte findet, wird man per e-Mail darüber informiert. Der Nutzer kann entsprechende Einschränkungen treffen z. B. nach der Art der Informationen oder der Häufigkeit der Alert-Mails. Wer Google nicht mag, kann auf Yahoo Pipes umsteigen. Dort kann man sich auf einem Dashboard aus vielen Quellen einen Datenstrom zusammenstellen und diesen, sich ständig aktualisierenden News-Strom, mit Filtern bearbeiten. Auch dieser Dienst funktioniert ohne Programmierkenntnisse und hilft, den Überblick über die vielen Informationsquellen zu bewahren.2

Das derzeit größte Anwendungsgebiet des Konnektivismus ist meines Erachtens aber das Semantische Web. Doch um die Konzepte und Möglichkeiten des Web 3.0 darzulegen, bedarf es eines eigenständigen Artikels.

 


Quellen:

 

 

Aktualisiert ( Donnerstag, 30. Dezember 2010 um 17:38 Uhr )
 

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