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Auerochse (Ur): Das Wildrind ist der Urahn aller Hausrinder-Rassen

Auerochse (Ur): Das Wildrind ist der Urahn aller Hausrinder-Rassen (Wordle)

(Steinzeit-Lexikon/Tierlexikon). Der Auerochse trägt den lateinischen Namen Bos primigenius. Allerdings wird auch sehr oft die Bezeichnung Ur in der Literatur verwendet. Es handelt sich in allen Fällen um ein Wildrind, das mittlerweile ausgerottet ist. Ursprünglich waren Auerochsen weit verbreitet. Das letzte Exemplar starb im Jahre 1627.
Es gibt allerdings noch Rinderrassen, die sehr nah an der sogenannten Stammform des taurinen Hausrindes dran sind. Sie gelten damit als domestizierte Form des Auerochsens.

Obwohl es keine lebenden, ursprünglichen Auerochsen mehr gibt, ist die Rasse anhand von Knochenfunden, historischen Beschreibungen sowie Darstellung beispielsweise in Höhlenmalereien oder durch Abbildungen von Naturforschern gut dokumentiert. So lässt sich das Aussehen sehr gut rekonstruieren. 
Die Tiere waren im nacheiszeitlichen Europa neben dem Wisent mit die größten Pflanzenfresser (Herbivoren). Die Größe des Urs scheint allerdings von der jeweiligen Region abhängig gewesen zu sein. So variierte die Größe der Tiere  im Holozän:

  • Dänemark/nördliches Deutschland: 155 – 180 cm Schulterhöhe bei Bullen; 135 – 155 cm Schulterhöhe bei Kühen
  • Polen: 170 – 185 cm Schulterhöhe bei Bullen; ca. 165 cm Schulterhöhe bei Kühen
  • Ungarn: 155-160 cm Schulterhöhe bei Bullen; ca. 135 – 155 cm Schulterhöhe bei Kühen

Der Indische Auerochse war noch einmal etwas kleiner als der europäische. Dennoch gab es bei allen beiden Arten einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus, d. h. bei Auerochsen-Bullen und -Kühen waren deutliche Unterschiede bei der Körpergröße erkennbar. Die Kühe waren einige Dezimeter kleiner als die männlichen Tiere.
Ein ausgewachsener Auerochse erreichte höchstwahrscheinlich ein ähnliches Gewicht wie ein Wisent oder auch ein Banteng (Sunda-Ochse). Während der Banteng 400 bis 900 Kilogramm schwer wird, schaffen freilebende Wisente ein Gewicht zwischen 400 und 840 Kilogramm.

Der Auerochse: Beeindruckendes Wildrind mit ausgeprägten Hörnern

Spielkarte: AuerochseAuffällig am Auerochsen waren seine ausgeprägten Hörner. Diese waren in Bezug auf Krümmung und Größe äußerst charakteristisch für die Tiere. Insgesamt kann ein dreifacher Schwung nachgewiesen werden: zunächst wuchsen sie an der Basis nach außen, dann nach vorne-innen und letztlich an der Spitze nach oben-innen. Auch hier besaßen die Bullen die größeren und stärker geschwungenen Hörner. Sie konnten bis zu 80 cm lang werden und im Durchmesser eine Dicke von 10 bis sogar 20 Zentimetern erreichen. Entsprechend ausgeprägt musste das Stirnbein des Urs sein.
Wissenschaftler vermuten, dass die Hörner bei Rangkämpfen eingesetzt wurden. Dabei kämpfte der Ur nicht, indem die Schädel aufeinanderprallen wie dies Wisente oder Moschusochsen praktizieren. Vermutlich schoben rivalisierende Bullen sich gegenseitig und die Hörner hatten Kontakt zueinander. Hausrinder praktizieren diese Art von sogenannten Kommentkämpfen noch heute. Die Verletzungsgefahr bei diesem ritualisierten Kämpfen ist relativ gering. Dennoch waren beim Auerochsen die knöchernen Augenhöhlen deutlich ausgeprägter als wir das von heute lebenden Hausrind-Stieren kennen.

Die Statur der Wildrinder unterscheidet sich von der heute lebender Rinderrassen. Die Beine des Urs waren relativ lang und schlank. Damit entsprach die Schulterhöhe in etwa auch der Rumpflänge. Der Schädel musste auf Grund der imposanten Hörner auch größer und langgezogener sein als bei heutigen Hausrindern.
Nur bei wenigen Primitivrassen wie Maremmana primitivo oder Pajuna konnte sich diese Eigenschaft bis heute erhalten. Wie viele Wildrinder besaßen die Auerochsen einen athletischen Körperbau. Vor allem die Bullen hatten eine stark ausgeprägte Nacken- und Schultermuskulatur. Bei den Kühen war das Euter klein und kaum sichtbar – selbst dann, wenn sie gerade Nachwuchs hatten und diesen noch säugten.

Fellfarbe anhand der Abbildungen auf Höhlenmalereien in Chauvet und Lascaux rekonstruierbar

Die Fellfarbe lässt sich anhand von Beschreibungen und Darstellungen in Höhlenmalereien rekonstruieren. So finden sich z. B. Abbildungen von Auerochsen in den Höhlen von Lascaux und Chauvet. Demnach kamen die Kälber mit einem haselnussbraunen Fell zur Welt. Junge Stiere färbten sich in den ersten Monaten um bis sie eine dunkle bis schwarze Farbe hatten. Außerdem bildeten sich bei den männlichen Tiere zwei Finger breite, helle Aalstriche entlang des Rückgrats. Sie fehlen den Kühen komplett. Diese behielten außerdem das haselnussbraune Fell der Kälber. Der Ur besaß ein sogenanntes Flotzmaul, das weiß umrandet war. Heute ist dieses auffällige Merkmal noch bei einigen Bantengs zu beobachten. Einige historische Berichte beschreiben außerdem hellgefärbte Stirnlocken beim Ur. Da noch viele Primitivrassen lockiges Haar auf der Stirn haben, ist davon auszugehen, dass der Auerochse diese ebenfalls besaß. Die Verfärbung ins Blonde wird bei den Primitivrassen allerdings höchstwahrscheinlich erst nach der Domestikation aufgetreten sein. 

Noch ist sich die Wissenschaft nicht ganz einig, welchen Lebensraum der Ur bevorzugte. Manche sehen ihn als Bewohner des Waldes an. Er hätte somit Ähnlichkeit mit dem Waldbüffel. Andere Forscher beschreiben den Auerochsen als Bewohner offener Grasflächen an. Mit anderen großen Pflanzenfressern wie Mammuts, Nashörnern oder Riesenhirschen hätten die Tiere dafür gesorgt, dass die Grasland-Flächen erhalten blieben.
Der Auerochse besaß ein sogenanntes hypsodontes Gebiss. Dieses ist auf das Grasen ausgerichtet. Somit hatten die Tiere wahrscheinlich eine sehr ähnliche Nahrungsauswahl wie heutige Hausrinder. Damit war er kein Nahrungskonkurrent für Äser wie Rothirsche oder Rehe. Auch den Semi-Intermediärfressern wie dem Wisent fraß er nicht die Nahrung weg.

Der Ur suchte sich seine eigene ökologische Nische. Analysen der Isotopen in gefundenen Knochen belegen, dass der Auerochse anders als die domestizierten Hausrinder eher sumpfiges Terrain bevorzugte. Aus mittelalterlichen Berichten geht außerdem hervor, dass im Winter neben Gräsern auch Laub und Eicheln auf dem Speiseplan des Auerochsens standen.
Als sich der Mensch immer weiter ausbreitete, schrumpfte der Lebensraum für den Auerochsen. Spätestens im ersten Jahrtausend nach Christus boten nur noch Sümpfe, Bruch- und Auwälder einen Rückzugraum für das Ur-Rind. In allen anderen ursprünglichen Verbreitungsgebieten war die Art zu diesem Zeitpunkt bereits ausgerottet. Denn der Lebensraum des Auerochsen war da bereits in Weidegründe für das Nutzvieh umgewandelt worden. Die Wildrinder konnten nur noch in schwer zugänglichen Refugien dem Jagddruck entgehen.

Herdentier, das sich mit der Ausbreitung des Menschen immer weiter zurückzog

Möglicherweise waren Auerochsen Herdentiere. Man vermutet, dass eine solche Herde aus maximal  30 Tieren bestand. In ihr lebten die Kühe mit ihren Kälbern und den Jungbullen zusammen. Ältere Bullen waren entweder Einzelgänger oder lebten in eigenen kleinen Bullenherden zusammen. Die Rangordnung zwischen einzelnen Individuen wurde mit Hilfe von Imponiergesten und Kämpfen ausgetragen. Zu besonders heftigen Kämpfen zwischen den Bullen kam es höchstwahrscheinlich während der Brunftzeit, die vermutlich im Spätsommer oder Frühherbst lag.

Im Herbst mussten sich die Auerochsen allerdings eine Fettreserve anfressen, um für den Winter gut gerüstet zu sein. Die Kühe brachten die Kälber im Frühjahr zur Welt. Die Jungtiere wurde im Schutze des Waldes geboren und energisch gegen Angreifer verteidigt. Vor allem Wölfe konnten jungen Auerochsen-Kälbern gefährlich werden. Weitere natürliche Feinde waren Großkatzen wie Löwen oder Tiger aber auch Hyänen.
Dadurch lässt sich auch das aggressive Verhalten bei Gefahr und die Schnelligkeit der Tiere erklären. Allerdings muss das Wildrind dennoch ein recht friedliches Tier gewesen sein, ansonsten hätte es sich für die Zähmung kaum geeignet.

Ursprünglich kam der Auerochse in großen Teile des gemäßigten und subtropischen Eurasiens vor. Subspezies lebten aber auch in Indien oder Nordafrika. Man vermutet die indische Form des Auerochsens beispielsweise als Vorfahre des Zeburindes. Forscher gehen davon aus, dass die Tiere in der Jungsteinzeit vor ca. 8.000 Jahren im Norden Indiens domestiziert wurden. Wildform und gezähmte Wildrinder lebten bis vor 5.000 bis 4.000 Jahren nebeneinander in Südindien. Der Auerochse konnte allerdings auch in Ostasien (China) nachgewiesen werden. So liegen Funde aus der chinesischen Provinz Hebei vor, die auf ein Alter von ca. 3000 Jahren datiert sind.
Forscher unterscheiden insgesamt drei Unterarten des Auerochsens. Diese Wildformen sind alle ausgestorben:

  • Europäischer Auerochse (Bos primigenius primigenius)
  • Indischer Auerochse (Bos primigenius namadicus)
  • Afrikanischer Auerochse (Bos primigenius africanus = mauretanicus)

Screenshot Google-Bildersuche: Auerochse

Der Screenshot der Google Bildersuche vom 20.03.2012 zeigt vor allem die Rückzüchtungsversuche des Auerochsens.
Abbildungen der Tiere finden sich in den Höhlenmalereien in Frankreich.

Als sich im Pliozän das globale Klima abkühlte, dehnten sich die Grasländer und Savannen immer weiter aus. Dies begünstigte natürlich die Evolution der Pflanzenfresser, insbesondere der Gattung Bos. Die ältesten Überreste von Auerochsen wurden auf ein Alter von 2 Millionen Jahren datiert und stammen aus Indien. Im Laufe des Pleistozäns breitete sich die Art über Asien bis nach Europa und Nordafrika aus. Der älteste in Europa gefundene Schädel eines Auerochsens wird auf ein Alter von 275.000 Jahre geschätzt und stammt aus Steinheim (Deutschland). Da Auerochsen aus Südostasien stammen, waren sie weniger kältetolerant. Deswegen zog sich der Ur während der Kaltzeiten immer wieder in den Süden Europas zurück. Dieses Verhalten findet sich auch bei anderen wärmegebundenen Arten wie dem europäischen Waldelefanten, Damhirsch, Reh, Flusspferd, europäischer Wasserbüffel oder Waldnashorn wieder. Während der Kaltzeiten eroberten dann die kältetoleranteren Arten wie Wollhaarmammut, Wollnashorn oder Steppenbison den Lebensraum der Auerochsen.
Nachdem zum Ende der letzten Eiszeit einige der Giganten des Pleistozäns aus bislang noch nicht geklärten Gründen ausstarben, war der Ur zusammen mit Wisent und Wildpferd zu einem der wichtigsten Großhuftiere in Europa geworden.

Domestizierung des Urs erfolgte in Indien und im Nahen Osten

Die Domestikation des Auerochsen erfolgte wahrscheinlich an verschiedenen Stellen gleichzeitig. Zumindest legen das genetische Untersuchungen nahe, die nachweisen konnten, dass die taurinen und zebuinen Hausrinder auf verschiedene Abstammungslinien zurückzuführen sind.
Die Zähmung des Wildrindes erfolgte nach jetzigem Kenntnisstand vor ca. 9.000 bis 8.000 Jahren in Indien und im Nahen Osten (Syrien, Irak und Pakistan). Auf die Abstammungslinie aus dem Nahen Osten lassen sich die europäischen Hausrinderrassen zurückführen, da diese Frühform mit der Neolithisierung in ganz Europa eingeführt wurde. Bei den europäischen Hausrindern lässt sich allerdings nachweisen, dass sich so mancher wilder Auerochsen-Stier zu einem Techtelmechtel mit den domestizierten Kühen hinreißen ließ, welches Folgen hatte.

Bei der Domestizierung der Wildrinder machte der Auerochse den Anfang. Erst später wurden andere wilde Arten wie Banteng, Gaur, Yak und der wilde asiatische Wasserbüffel zu Nutztieren gezüchtet. Der Beweggrund für eine Zähmung der Tiere war im Grunde genommen immer gleich: Die Tiere gaben Fleisch, Milch und Leder. Außerdem waren sie für kultische Rituale verfügbar. Auf Dauer war eine Jagd zu riskant und zu unsicher, da nicht immer der Erfolg garantiert werden konnte. Die Domestikation brachte außerdem den Vorteil, dass die gezähmten Tiere gefügiger waren und deswegen auch als Last- und Arbeitstiere eingesetzt werden konnten.

Die Entwicklung zum Haustier verlief zunächst sicherlich sehr langsam. Die Tiere sahen zunächst ihren wilden Vorfahren noch sehr ähnlich. Erst im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende kam es zu körperlichen Veränderungen wie einer Reduzierung der Körpergröße oder dem Verkümmern von Hörnern. Bei den Hausrindern wurde später auch das Aussehen durch die Zucht gezielt verändert. So verkürzten sich die Beine und der Schädel. Der Rumpf wurde länger und verlor damit die geschwungene Rückenlinie. Diese Veränderungen sicherten produktivere Rinderrassen.
Doch das sicherte nicht das Überleben der Wildform. Der Auerochse war ein Kulturflüchter, der sich immer weiter zurückzog. Zog den letzten Bastionen des Urs zählte vor allem Osteuropa und hier Polen und Litauen. In Deutschland wurde der letzte Auerochse um 1470 im Neuburger Wald geschossen. In Mitteleuropa starb der Ur spätestens im 15. Jahrhundert aus. Das letzte Rückzugsgebiet war die Große Wildnis in Ostpreußen, die auch Elch, Wildpferd und Wisent einen Lebensraum bot. Im Wald von Jaktorów wurden Ende des 16. Jahrhunderts die allerletzte Auerochsen unter Schutz des Landesherren gestellt und versucht, die Art zu erhalten. Man zählte 1564 noch acht alte und drei junge Stiere. Dazu kamen 22 Kühe und fünf Kälber. Bis zum Jahr 1602 hatten sich die Bestände auf noch vier Tiere dezimiert. Die letzte Kuh verstarb 1627. Die Ursache waren Krankheiten, Wilderei und der weitere Schwund des Lebensraumes. All das führte zu Stress und Nahrungsmangel. All das beschleunigte das Aussterben.

Mystik der Tiere führte mit zu den Rückzüchtung-Bestrebungen. Diese erweisen sich alles andere als einfach

Erstmalig kam 1835 die Idee einer Rückzüchtung auf. Sie stammte von polnischen Zoologen Jarocki. Er ging davon aus, dass sich aus Hausrindern, die der natürlichen Selektion der Wildnis ausgesetzt wären, ein der ursprünglichen Wildform ähnliches Tier entwickeln würde.
In den 1920er Jahren versuchten die deutschen Zoodirektoren Heinz und Lutz Heck in den Tierparks von Hellabrunn und Berlin eine Abbildzüchtung des Auerochsens aus Hausrindern. Dabei entstand das sogenannte Heckrind. Es ähnelt wie einige andere Primitivrassen dem Auerochsen im Hinblick auf den farblichen Sexualdimorphismus. Die Hörner einiger Heckrinder gleichen denen des Auerochsens, sind allerdings dünner und oftmals mehr nach außen gerichtet. Doch im Detail unterscheiden sich die beiden Arten Heckrind und Auerochse voneinander. Die Heckrind-Rasse ist in der wissenschaftlichen Literatur nicht unumstritten. So wird beispielsweise die Auswahl der Ausgangsrassen (u. a. Angler Rind, Niederungsrind, Steppenrind) für schlecht befunden.

Mittlerweile versucht das TaurOs Project das Erbmaterial des Auerochsens in heutigen Hausrinderrassen aufzuspüren. Es soll dann in einer Zucht vereinigt werden. Dieser Kreuzungszuchtversuch wird auf sogenannten Primitivrassen basieren. Aussichtsreiche Kandidaten sind die Rinderrassen Sayaguesa, Pajuna, schottisches Hochlandrind, Maremmana primitivo, Maronesa und Tudanca. Die entstehenden TaurOs-Ochsen sollen dem Auerochsen in den phänotypischen Merkmalen und der genetischen Ausstattung sehr nah kommen und im nächsten Schritt schnellstmöglich wieder ausgewildert werden.

Damit würde ein ausgestorbenes Tier zum ersten Mal die Bühne der Evolution erneut betreten. Die Frage ist, ob es die Rückzüchtung ebenso schafft, den Menschen zu beeindrucken wie die ursprünglichen Ure. Denn seit jeher wurde der Auerochse vom Menschen mystifiziert. Die ältesten Abbildungen finden sich in den berühmten Höhlenmalereien in Frankreich aber auch auf Wandmalereien und Steingravuren in Nordafrika.
Bis in die Antike hinein, genoss der Auerochse einen hohen Stellenwert. Die Römer beispielsweise verwendeten seine Hörner als Jagdhörner. Auerochsen wurden ebenso für Kämpfe zwischen Mensch und Tier in den Kolosseen gefangen. Doch nicht nur die Römer stellten den Tieren nach. Auch die Germanen gaben sich große Mühe, den Ur in Gruben zu fangen und zu töten. Jungen Männern brachte es eine große Ehre ein, wenn sie ihrem Stamm die Hörner eines getöteten Auerochsens präsentieren konnten. Letztlich lässt sich der Name der „u“-Rune auf den Ur zurückführen.
Als die Tiere immer seltener wurden, war die Jagd auf Auerochsen ein Privileg des Adels und ein Zeichen von hohem Status. So etwa tötet Siegfried in der Nibelungensage einen Ur. Als Statussymbol wurden die Hörner des Auerochsens in Gold gefasst und als Trinkhörner verwendet.

 


Der Auerochse (Ur) gehört in die Kategorie: Tier.

Beiträge auf H[AGE], in denen der Begriff "Auerochse/Ur" vorkommt:

 


Quellen:

Aktualisiert ( Donnerstag, 22. März 2012 um 20:16 Uhr )
 

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