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Anhöhe: Ein markanter Hügel wie das Walberla in der Fränkischen Schweiz

Anhöhe: Ein markanter Hügel wie das Walberla in der Fränkischen Schweiz (Wordle)

(Steinzeit-Lexikon). Als Anhöhe bezeichnet man ein höher gelegenes Gelände wie etwa einen Hügel. Als Hügel gilt eine Form des Geländes, die eine mittelgroße Erhebung in der Landschaft darstellt. Hügel sind von der Erosion her meist abgerundet und anders als schroffe Felsgipfel mit Pflanzen bewachsen. Ein Hügel ist kleiner als ein Berg aber in der Regel größer als ein Fels oder eine Bodenwelle.
Weitere Synonyme für Anhöhe und Hügel sind Bergkuppe, Wipfel, Höhe, Zinne, Gipfel, Buckel, Bühl, Mugel, Hubbel, Höhenzug, Kamm oder First.

Von einer Anhöhe aus hatten die Jäger und Sammler einen Überblick über die Landschaft und konnten sehen, wann z. B. die großen Herden durch das Gebiet zogen. In der Steinzeit nutzte man die vielfach dort vorhandenen Höhlen als Unterkunft. Der gute Rundumblick bot genauso Schutz vor eventuell feindlich gesinnten Clans wie vor Überschwemmungen. Von daher eigneten sich Anhöhen seit Jahrtausenden als Siedlungsplatz. Später baute man auf ihnen Festungsanlagen wie Burgen. Die Kontrolle von Anhöhen hatte in der Geschichte auch immer eine strategisch, militärische Bedeutung.

Neben den Vorteilen in punkto Aussicht, musste bei einem solchen Siedlungsplatz unter Umständen auch mit den Nachteilen gekämpft werden. Unter Umständen gibt es auf der Anhöhe nicht immer ausreichend Wasser, so dass lange Transportwege für die Beschaffung des Trinkwassers anfielen.

Ein Beispiel für eine sehr frühe Nutzung einer Anhöhe als Siedlungsplatz ist das sogenannte Walberla in Franken. Es handelt sich dabei um einen markanten Tafelberg in der Nähe von Forchheim. Dieser Berg heißt offiziell Ehrenbürg und besteht als Doppelkuppe aus dem 532 m hohen Rodenstein (Südkuppe) und dem 512 m hohen Walberla (Nordkuppe). Von dort oben hat man einen herrlichen Blick ins Wiesenttal. Zwischen den beiden Kuppen liegt auf 472 m ein sogenanntes eingesatteltes Plateau.

Das Walberla - eine seit Jahrtausenden besiedelte, markante Anhöhe in der Fränkischen Schweiz

Spielkarte: Anhöhe

Das Walberla in der Fränkischen Schweiz stand Pate für die Spielkarte Anhöhe.

Der „Kosename“ Walberla leitet sich höchstwahrscheinlich von der heiligen Walburga ab, deren Namen sich übrigens auch in der Bezeichnung Walpurgisnacht wiederfindet.
Funde belegen, dass der Ehrenbürg bereits von den Kelten als Kultplatz genutzt wurde und auch später ein germanisches Heiligtum war, das letztlich zur christlich geweihten Stätte „umfunktioniert“ wurde. Allerdings lässt sich eine noch frühere Besiedlung nachweisen. Die Besiedlungsspuren reichen bis in die Jungsteinzeit vor 5000 v. Chr. zurück.

Man fand beispielsweise Steinwerkzeuge und Keramiken. Letztere wurden der Michelsberger Kultur und der Schnurkeramischen Kultur zugeordnet. In der späten Bronzezeit gab es auf der Anhöhe des Walberla eine befestigte Höhensiedlung, in der Bronzegegenstände gefertigt wurden. Wahrscheinlich wurde damit Handel betrieben. Da die Menschen auf der Anhöhe lebten und arbeiteten, bestatteten sie auch ihre Toten dort. So könnten Hügelgräber und ein Urnenfeld nachgewiesen werden.

 


Die Anhöhe gehört zur Kategorie: Siedlungsplatz. Weitere Siedlungsplätze sind: Oase, Flussaue, Küste und Lichtung/Waldrand.

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Quellen:


 

Aktualisiert ( Samstag, 10. März 2012 um 10:06 Uhr )
 

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