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Pelorovis: Ähnelte dem Kaffernbüffel, hatte aber gigantischere Hörner

Pelorovis: Ähnelte dem Kaffernbüffel, hatte aber gigantischere Hörner (Wordle)

(Steinzeit-Lexikon/Tierlexikon). Pelorovis gehörte zur Gattung der Rinder und lebte vom Pliozän über den Pleistozän bis zum Holozän in Afrika. Erstmalig trat die Gattung vor ca. 2,5 Millionen Jahren auf den Plan der Evolution. Die Art Pelorovis antiquus überlebte in Nordafrika bis vor rund 4000 Jahren. Erst dann starb sie aus. Untersuchungen lassen die Vermutung zu, dass Pelorovis der modernen Gattung der Rinder (Bos) sehr nahe steht. Möglicherweise war er der Urahne der heutigen Rinder. Allerdings ist Pelorovis antiquus nachweislich eng mit dem Afrikanischen Büffel verwandt. Der lateinische Name bedeutet übersetzt so viel wie „Gigantisches Schaf“. Allerdings besteht keine Verwandtschaft zu den Schafen.

Die Gattung Pelorovis ähnelt vom Körperbau bereits sehr stark heutigen Rindern. Allerdings waren die Hörner sehr auffällig. Sie könnten eine Spannweite von bis zu 3 Metern erreichen. An die ausgebildeten Längen kommen die Hörner heutiger Rinder nicht heran. Die Hornform variierte bei den verschiedenen Pelorovis-Arten. So gab es bogenförmig nach unten gebogene Hörner bei Pelorovis oldowayensis und Pelorovis turkanensis. Die Hörner von Pelorovis antiquus ähnelten dagegen denjenigen des heutigen Wasserbüffels.

Screenshot Google-Bildersuche Pelorovis

Wie der Screenshot der Google-Bildersuche vom 20.02.2012 beweist,
zeigen wissenschaftliche Abbildung Pelorovis als eine Art Kaffernbüffel mit gigantischen Hörnern.
Ein wenig erinnern die Tiere an Darstellungen des Minotaurus.

 

Pelorovis war eine Mischung aus Kaffernbüffel mit riesigen Hörnern und dem Kopf einer Kuhantilope

Von der Größe her konnten es beispielsweise Pelorovis oldowayensis mit den Kaffernbüffeln aufnehmen. Diese können immerhin eine Höhe von 1,7 Metern, eine Kopf-Rumpf-Länge von 3,4 Metern sowie ein Gewicht von 1000 Kilogramm erreichen. Pelorovis oldowayensis hatte jedoch längere Beine und kam deswegen auf eine größere Schulterhöhe. Charakteristisch war bei den Tieren der längliche Kopf. Wahrscheinlich erinnerte er an den heutiger Kuhantilopen. Pelorovis antiquus brachte es auf eine ähnliche Größe. Er war aber in der Gesamtstatur robuster gebaut. Diese Art hatte auch einen nicht so langgestreckten Schädel.

Bislang wurden die folgenden Unterarten der Gattung beschrieben: Pelorovis antiquus (1851), Pelorovis turkanensis (1991) und Pelorovis oldowayensis (1928).
Pelorovis antiquus lebte bis vor 12.000 Jahren in Ost- und Südafrika. Ein vollständiges Skelett fand man in Algerien. Experten gehen davon aus, dass die Art bis vor etwa 4000 Jahren noch in Nordafrika lebte. Pelovoris oldowayensis dagegen starb wesentlich früher aus. Er lebte bis vor ca. 800.000 Jahren in Afrika südlich der Sahara. Den Namen verdankt die Unterart den am besten erhaltenen Funden, die - ähnlich wie die Funde des Sivatheriums - aus der Olduvai-Schlucht in Tansania stammen.



Der Pelorovis gehört in die Kategorie: Tier.

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Quellen:

 

Aktualisiert ( Dienstag, 13. März 2012 um 21:20 Uhr )
 

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