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Simosthenurus: Australisches Kurzschnauzen-Riesen-Känguru

Simosthenurus: Australisches Kurzschnauzen-Riesen-Känguru (Wordle)

(Steinzeit-Lexikon/Tierlexikon). Simosthenurus gehörte zu einer Gattung großer Kängurus. Die Vertreter lebten in Australien in der Zeitspanne von vor 5 Millionen Jahren bis vor ca. 50.000 Jahren. Der lateinische Name setzt sich zusammen aus der Wort Simo für kurze Schnauze und Sthenurus, was eine Känguru steht. Man kann den Namen als mit Kurzschnauzenkänguru übersetzen.

Damit sind zwei wichtigsten Merkmale der Tiere eigentlich schon beschrieben. Auffällig war im Vergleich zu heute lebenden Kängurus die relativ kurze Schnauze. Dennoch hatten sie starke Kaumuskeln und große Backenzähne. Man vermutet, dass sich Simosthenurus damit an die zähen Pflanzen in den australischen Trockengebieten angepasst hatte. Die Wissenschaft geht davon aus, dass Simosthenurus auf Blättern spezialisierte. Wenn sich die Tiere auf ihre kräftigen Hinterbeine stellten, konnten sie mit den Armen und Pfoten bis an die hohen Blätter und Äste reichen und dei Leibspeise bis zur Schnauze führen. Damit erschlossen sie sich ein Nahrungsquelle mit weniger Konkurrenz.

Es gab mehrere Unterarten der Gattung. Die größten Arten konnten bis zu 120 kg wiegen. Sie waren damit nur etwas größer als alle heute noch lebenden Kängurus, aber wesentlich robuster und leistungsfähiger. Zum Vergleich hier die Daten der heute noch lebenden Arten:

Östliches graues Riesenkängurus Rotes Riesenkänguruh
  • Kopf-Rumpf-Länge:  85 bis 140 Zentimeter
  • Schwanzlänge: 75 bis 100 Zentimeter lang
  • Gewicht: bis zu 55 Kilogramm
  • Kopf-Rumpf-Länge: 90 bis 160 Zentimeter
  • Schwanzlänge: 70 bis 120 Zentimeter
  • Höhe (aufgerichtet im Stehen): 180 Zentimeter
  • Gewicht: 30 Kilogramm (Weibchen) bis 55 Kilogramm (Männchen). Einige wenige Exemplare erreichen ein Gewicht von 90 Kilogramm.

Die Gattung gehörte damit zur eiszeitlichen Megafauna und teilte auch das Schicksal vieler anderer Tiere, die Mitte bis Ende der letzten Eiszeit aus noch unbekannten Gründen ausstarben. Dennoch sollten die ersten modernen Menschen, die vor ca. 60.000 bis 50.000 Jahren auf dem australischen Kontinent ankamen, noch die Tiere zu Gesicht bekommen haben.

 

Screenshot Google-Bildersuche simosthenurus

Wie man auf dem Screenshot der Google-Bildersuche vom 07.03.2012 gut erkennen kann, hatte Simosthenurus einen ähnlichen Körperbau wie heutige Kängurus. Nur die kurze ungewöhnlich kurze Schnauze passt nicht so ganz in unser Bild von den hüpfenden Beuteltieren.


Man kennt mehrere Arten z. B.: Simosthenurus pales, Simosthenurus occidentalis, Simosthenurus browneorum

Der Kopf ähnelte dem eines Koalas. Vermutlich konnten die Tiere stereoskopisch sehen. Dies war notwendig, um in Wald und Busch hüpfend navigieren zu können ohne anzuecken. Die Tiere mussten daher die Entfernung zu Hindernissen einschätzen können. Auffällig war die große Nase. Möglicherweise verstärkte Simosthenurus damit Balz- und Kommunikationslaute.

 


Stimosthenurus gehört in die Kategorie: Tier.

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Quellen:

 

Aktualisiert ( Sonntag, 11. März 2012 um 08:34 Uhr )
 

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