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Palorchestes: Eine Mischung aus Nasenbär und Tapir. Wird auch als Beuteltapir bezeichnet

Palorchestes: Eine Mischung aus Nasenbär und Tapir. Wird auch als Beuteltapir bezeichnet (Wordle)

(Steinzeit-Lexikon/Tierlexikon). Die ausgestorbene Gattung Palorchestes gehörte zu den Beuteltieren Australiens. Sie lebte im Zeitraum von vor 10 Millionen Jahren bis vor 50.000 Jahren und damit vom Miozän bis zum späten Pleistozän. Andere Quellen schreiben auch von einem Zeitraum von 11 Millionen Jahren bis 11.000 Jahren. Damit dürften die Vorfahren der heutigen Aborigines mit Individuen von Palorchestes Bekanntschaft gemacht haben.

Die Gattung gehört damit zur prähistorischen Megafauna. Die Art Palorchestes azeal, die übrigens als längstes überlebte, erreichte die Größe eines Rindes und konnte bis zu 250 Kilogramm schwer werden. Die Tiere sind ein wilder Mix aus Ameisenbär, Nasenbär und Tapir. Bisweilen wird die Gattung deswegen auch als Beuteltapir bezeichnet.

Erstmals beschrieben wurde die Art übrigens von Richard Owen, der auch schon die Fossilen von Macrauchenia und Toxodon bestimmte. Auf Basis der Zähne meinte er, in den Überresten ein großes Känguru zu erkennen. Auf diesen Irrtum ist auch der Gattungsname zurückzuführen. Palorchestes heißt übersetzt soviel wie altertümlicher Springer. Erst fast einhundert Jahre später fiel der Irrtum bei einer Neubestimmung auf. Es gibt allerdings kein heute lebendes Tier mehr, das dieser Gattung ähneln würde.

Screenshot Google-Bildersuche Palorchestes

Wie der Screenshot der Google-Bildersuche vom 07.03.2012 belegt,
zeigen wissenschaftliche Darstellung die Tiere als eine Mischung aus überdimensionierten Nasenbären und Tapiren.
Palorchestes war allerdings ein Beuteltier.

Palorchestes hatte verlängerte Vorderbeine. Dort saßen große Klauen, mit denen sich die Tiere wehren oder nach Nahrung graben konnten. Im Gegensatz zu den Vorderbeinen waren die Hinterbeine relativ schwach entwickelt. Auch sie hatten Klauen. Von der Art Palorchestes painei überdauerte ein gut erhaltener Schädel die Zeiten. An ihm können Experten erkennen, dass diese Art einen Rüssel besaß. Da andere Palorchestes-Arten morpholigisch große Ähnlichkeiten mit dem Fund haben, geht man davona us, dass alle Palorchestes-Arten einen mehr oder weniger kurzen Rüssel besessen haben.

Der Bau des Unterkiefers deutet daraufhin, dass die Tiere eine lange Zunge hatten. Ein solches Instrument findet man heute nur noch bei Giraffen. Die Zähne lassen auf eine faserreiche Kost schließen. Möglicherweise dienten die kräftigen Vorderbeine dazu, Rinde von Bäumen zu schälen oder Wurzeln auszugraben. Einige Wissenschaftle nennen die Tiere daher auch mehr oder weniger scherzhaft "Baumzerstörer".

 


Palorchestes gehört in die Kategorie: Tier.

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Quellen:

Aktualisiert ( Sonntag, 11. März 2012 um 08:32 Uhr )
 

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