Zufallskarte

Kontinent: ...
Image Detail
Valid XHTML 1.0 Strict CSS ist valide!

Xylophon: Gar kein so exotisches Musikinstrument

Xylophon: Gar kein so exotisches Musikinstrument (Wordle)

(Steinzeit-Lexikon). Ob das Xylophon bereits in der Steinzeit tatsächlich genutzt wurde, war nicht herauszubekommen. Es gehört allerdings zu den Idiophonen und dort in die Familie der Stabspiele (engl. mallet percussion). Verwandte Musikinstrumente, da zur gleichen Instrumentenfamilie gehörend, sind das Marimbaphon (Marimba), das Glockenspiel und das Vibraphon.

Das Xylophon ist ein relativ einfaches Musikinstrument und es führte auch zum Namen. Dieser setzt sich aus den beiden griechischen Wörter xylon (für Holz) und phōnē (für Stimme) zusammen. Es besteht nämlich in der Regel aus einer Reihe von Stäben aus Hartholz. Hier hat sich Palisander bewährt. Die Hartholzstäbe sind unterschiedlich lang. Über die Länge wird die Tonhöhe festgelegt. Der Musiker bringt das Instrument durch zwei löffelartige Holzschlägel zum Klingen. Es ist aber durchaus denkbar, dass es in der Steinzeit vielleicht auch Xylophon-Experimente mit Knochen oder Steinen gegeben haben könnte. Bei letzterem müsste man korrekterweise von einem Lithophon sprechen.

Der Ursprung des Xylophons liegt in Afrika und Asien. Erst im 16. Jahrhundert kam das Instrument nach Deutschland und wurde hier mit einer leichten Abwandlung unter dem Namen Hölzernes Gelächter, Strohfiedel oder Gigelyra bekannt.
Selbst relativ einfache Kulturen kennen das Musikinstrument. Von daher ist es gar nicht so abwegig, davon auszugehen, dass es ein sehr altes Instrument ist. In der außereuropäischen Musik nimmt das Xylophon und seine Verwandten eine wichtige Stellung ein. So gilt die Marimba als das Nationalinstrument von Guatemala. In Westafrika kennt man das Balaphon. Im Süden von Uganda gibt es die Amadinda mit zwölf und die Akadinda mit 22 Klangstäben. In Indonesien gibt es das Gambang. Hierbei handelt es sich allerdings um ein Stabspiel aus Metall.

Ein Xylophon klingt exotisch und nach großer, weiter Welt - vielleicht auch, weil es ein internationales Musikinstrument ist.

Je nach Bauart unterscheiden die Experten verschiedene Xylophonarten z. B. das Schenkelxylophon, das Bügelxylophon, das Holmxylophon und das Trogxylophon. Bei letzterem dient ein Kasten (Trog) noch als Resonanzkörper und verstärkt so den typischen Klang.
Dieser ist beim Xylophon kurz und perkussiv. Längere Notenwerte können nur simuliert werden, wenn der Musiker mit zwei Schlägen wirbelartig den Holzstab anschlägt. Die Klangfarbe des Instruments lässt sich als trocken und hell beschreiben. Beim schnellen Spiel wird sie vom Zuhörer auch als klappernd wahrgenommen. Hier wurde sehr oft eine Verbindung zum Geisterhaften und Gespenstischem hergestellt.

Da das Instrument relativ leicht zu spielen ist, wird es in unserer Gesellschaft häufig für musikpädagogische Zwecke eingesetzt. Es kommt aber auch in Konzerten oder in der Tanz- und Unterhaltungsmusik zum Einsatz. Bekannte Beispiele, wo der ganze professionelle Xylophon-Spieler gebraucht wird, sind der Säbeltanz aus dem Ballett Gayaneh von Aram Chatschaturjan, Carmina Burana von Carlf Orff, der Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns und das Solostück Erinnerungen an Zirkus Renz von Gustav Peter.

 


Das Xylophon gehört in die Kategorie: Kultur/Musik - genauso wie Rasseln, Ratschen, Klappern, Flöten, Schwirrholz und Trommeln.

Derzeit gibt es leider keine Artikel auf H[AGE], in denen der Begriff "Xylophon" vorkommt.

 


Quellen:

Aktualisiert ( Donnerstag, 22. März 2012 um 20:28 Uhr )
 

© H[AGE]: Langenwetzendorf (2008 - 2011)