Zufallskarte

Schnabeltie...
Image Detail
Valid XHTML 1.0 Strict CSS ist valide!

Einkorn: Gesundes Urgetreide, das die ersten Bauern im Fruchtbaren Halbmond mit anbauten

Einkorn: Gesundes Urgetreide, das die ersten Bauern im Fruchtbaren Halbmond mit anbauten (Wordle)

(Steinzeit-Lexikon). Einkorn, das den wissenschaftlichen Namen Triticum monococcum trägt, ist eine der ältesten Getreidearten, die vom Menschen genutzt wird. Der Name leitet sich von dem einzelnen Korn auf der Ährenspindel ab. Ursprünglich stammt diese Getreideart vom wilden Weizen ab. Einkorn wiederum galt lange Zeit als der Vorfahr von Emmer, Dinkel und Saatweizen. Allerdings belegen genetische Analysen, dass Emmer von Wilden Emmer abstammt, der in der Südosttürkei wächst.

Woher das domestizierte Einkorn stammt, ist noch nicht abschließend geklärt. Experten vermuten seine Ursprünge in der Türkei, dem Kaukasus und dem Libanon. Andere sehen die Anfänge in der südlichen Levante - also dem Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds insbesondere rund um Euprat und Tigris. Hier wurden die frühen Urgetreidesorten Emmer, Einkorn und Gerste bereits 8.000 Jahre vor Chr. angebaut. Vor seiner Domestizierung gehörte Einkorn vermutlich zu den Sammelpflanzen und bereicherte den Speiseplan der Steinzeit-Menschen spätestens seit dem Mesolithikum – vielleicht sogar noch früher.
In der Bronzezeit war Einkorn in Europa eine der wichtigsten Getreidesorten. Auch Ötzi – die Gletschermumie aus dem tiroler Ötztal (Italien) – hat sich von Einkorn ernährt.

Einkorn: Gesund aber wenig ertragreich

Einkorn ist eine relativ anspruchslose Pflanze. Sie wächst auch auf Böden, die in Bezug auf die Bodenqualität als schwierig gelten. Das Getreide ist resistent gegen diverse Schädlinge wie Wurzelfäule, Spelzenbräune oder Mutterkorn-Pilz. Außerdem kann es sich gegen Ackerunkräuter durchsetzen. Da es aber deutlich weniger Ertrag als moderne Weizen-Sorten bringt, geriet Einkorn fast in Vergessenheit. Im 20. Jahrhundert wäre die Pflanze beinahe ausgestorben. Nur durch ein Projekt, bei dem die letzten verbliebenen Samen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und der Türkei erfolgreich angebaut wurden, konnte die Getreidesorte gerettet werden. Mittlerweile erlebt sie eine kleine Renaissance und ist im gut sortierten Naturkostfachhandel wieder erhältlich.

Einkorn kann zu Nudeln, Brot sowie Malz und später damit zu Bier verarbeitet werden. Es enthält mehr Mineralstoffe und Aminosäuren als Weizen. Durch den hohen Gehalt an Beta-Carotin hat das Einkorn-Mehl eine ähnlich gelbliche Farbe wie Maismehl. Der Geschmack von Einkorn wird als ausgezeichnet, voll und süßlich bis nussig beschrieben. Außerdem besitzt die Getreidesorte heilende Eigenschaften bei Verdauungsstörungen und wird deshalb als Schonkost empfohlen.

 


Das Einkorn gehört in die Kategorie: Pflanze.

Derzeit gibt es leider keine aktuellen Artikel auf H[AGE], in denen der Begriff "Einkorn" erwähnt wird.

 


Quellen:

 

Aktualisiert ( Montag, 25. Juni 2012 um 20:11 Uhr )
 

© H[AGE]: Langenwetzendorf (2008 - 2011)