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Blue-Screen-Verfahren

Übersetzt man den Begriff Blue Screen aus dem Englischen ins Deutsche erhält man zunächst "Blauer Bildschirm" bzw. "Blaue Leinwand". Dies lässt sich besser merken als farbbasierte Bildfreistellung (= chroma keying).

Den sprechenderen Namen bekam das Verfahren, weil die Schauspieler zunächst im Studio vor einem blauen oder grünen Hintergrund gefilmt werden. Die Farben wurden deshalb gewählt. weil sie am seltensten am menschlichen Köprer vorkommen und sich vor allem von der Haut gut absetzen.

Die Schauspieler spielen ihre Rolle so, als befänden sie sich in der im Drehbuch beschriebenen Szene, die oftmals in fiktiven Gegenden angesiedelt ist. Am Computer kann dieser Hintergrund gegen jeden beliebigen anderen Hintergrund ausgetauscht werden. Dazu werden die Schauspieler mit Hilfe einer Aussparungsmaske komplett vom Hintergrund freistellt und so das Bild in einen sichtbaren und einen unsichtbaren Bereich unterteilt. In den ausblendbaren Bereich wird der neue Hintergrund hineinmontiert. So ist es möglich, dass Schauspieler auf einem Drachen durch den Himmel reiten, an Hauswänden hochklettern oder gegen gemeine Außerirdische kämpfen. Der Vorteil der Blue-Screen-Technik liegt auf der Hand: Die Regisseure und Drehbuchschreiber können ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Kein Schauspieler kommt zu Schaden. Das komplette Filmstudio muss nicht an unwirtliche Orte umziehen. So werden enorme Kosten gespart. Dank der modernen Computertechnik sind mittlerweile spektakuläre Tricksequenzen möglich.

Das Blue-Screen-Verfahren kommt jedoch nicht nur beim Drehen von Kinofilmen zum Einsatz. Auch moderne Nachrichtensendungen werden so produziert. Denn damit ist es möglich, hinter dem Nachrichtensprecher Bilder oder Infografiken einzublenden.

 

 

Aktualisiert ( Dienstag, 21. September 2010 um 19:01 Uhr )
 

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