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Homo Sociologicus

Der Begriff des Homo Sociologicus, der 1958 von Ralph Dahrendorf geprägt wurde, verkörpert den Menschen als gesellschaftliches Wesen, das traditionelles Handeln an den Tag legt, weil es nach Erwartungssicherheit strebt.

Diese Erwartungssicherheit wird dem Homo Sociologicus durch normative Handlungsorientierungen geliefert. So schlüpft der Homo Sociologicus freiwillig in verschiedene Rollen. An die jeweilige Rolle sind Erwartungshaltungen, soziale Normen aber auch soziale Sanktionen geknüpft. Der Homo Sociologicus ist daher immer ein Kompromiss-Finder.

Der Homo Sociologicus wirft allerdings das Problem des Widerspruchs zwischen dem von anderen beeinflussten Rollenhandeln und der Autonomie des Individuums auf. Zugespitzt läuft das auf die Frage hinaus: Was bleibt übrig, wenn man vom Menschen an sich den Homo Sociologicus abzieht? Und damit ist man schnell bei der generellen Frage der Soziologie: Welchen Einfluss hat die Gesellschaft auf den Einzelnen und welchen Einfluss hat der Einzelne auf die Gesellschaft?

Aktualisiert ( Dienstag, 21. September 2010 um 06:32 Uhr )
 

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