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Kartenspiel / Spielkarten

Fast alle Spielkarten von Kartenspielen haben eine genormte Größe. Es handelt sich meist um das Format 6 x 10 cm (+/- 1 cm). Somit sind sie so handlich, dass sie ohne größeren Aufwand fast überall mit hingenommen werden können.

Eine gesellige Runde ist so schnell gefunden. Möglicherweise ist dies bereits ein Geheimnis des Erfolgs von Kartenspielen. Skat, Rommé oder Bridge sind seit mehreren Jahrhunderten in Europa als Kartenspiele bekannt und ebenso beliebt. Das Spielformat gelange vermutlich über den Orient durch die Araber oder Ägypter nach Europa. Möglicherweise gab es im Abendland aber auch eine eigenständige Entwicklung. Doch im Grunde genommen streiten sich noch die Gelehrten über die Ursprünge des Kartenspiels.

Bei Kartenspielen gibt es viele unterschiedlichste Spielversionen und die verschiedensten Kategorien. Das deutsche Spielarchiv nimmt bei Kartenspielen folgende Klassifikation vor.

Klassifikation der Kartenspiele durch das deutsche Spielearchiv

Klassifikation der Kartenspiele

Als „Spielkarten mit traditionellem Bild werden all jene Spielkarten geführt, die für verschiedene, unterschiedliche Kartenspiele offen sind. Sie sind damit als Spielmaterial aufzufassen und gehören damit zur Grundausstattung von begeisterten Spielern wie Würfel oder Halmakegel. Für „Spielkarten mit speziellem Bild“ ist es ganz typisch, dass diese nur auf ein Spiel zugeschnitten sind. Sie müssen damit als geschlossen bezeichnet werden.

Bei den Familienspielkarten wie Quartette oder Schwarzer Peter lassen sich wiederum drei Unterkategorien identifizieren. Obwohl vor allem bei den Rollen- und Kommunikationskartenspielen ein großer Boom in den letzten Jahren einsetzte, bilden die abstrakten Kartenspiele noch immer die größte Gruppe. Hier sind vor allem die ältesten Kartenspiele wie Skat, Poker oder UNO zu finden. Man unterscheidet hier:

  • Kartenbesitzspiele
    • Augenspiele (z. B. Skat, Hundert)
    • Ablegespiele (z. B. Rommé, UNO)
    • Kartenkombinationsspiele (z. B. Poker, Canasta)
  • Für die Kommunikationsspiele ist die interaktive Komponente besonders ausgeprägt. Hierzu zählen:
    • Frage und AntwortKartenspiele
    • Quiz-Spiele
    • Wahrsagekarten
    • aber auch sogenannte Kreativspiele. Hier steht im Mittelpunkt, dass es durch das phantasievolle Auslegen von Bild-, Wort oder Buchstabenkarten zu lustigen, geistvollen oder meditativen Assoziationen kommt.
  • Bei den Rollen-Kartenspielen lassen sich die typischen Rollenspiel-Kategorien wiederfinden:
    • Gesellschaftsspiele
    • Wirtschaftsspiele
    • Kriminal- und Agentenspiele
    • Abenteuerspiele
    • Fantasy- und Science Fiction-Spiele
    • Sport- und Rennspiele
    • sowie Verkehrsspiele

Spielkarten mit traditionellem Bild

Sie haben eine festgelegte Anzahl an Karten. Spielkarten mit traditionellem Bild zeichen sich durch vier Grundfarben aus. Diese sind strikt voneinander getrennt. Die Karten besitzen außerdem eine Wertigkeit, die in einer Hierarchie mündet. Rommé, Bridge und Solitaire spielt man mit einem Blatt von 110 Karten. Es gibt die vier Farben: Karo, Herz, Kreuz und Pik. Die Wertigkeit der Karten ist aufsteigend Ass, Zwei, Drei, Vier, Fünf, Sechs, Sieben, Acht, Neun, Zehn, Junge, Dame, König.
Das Skatblatt, mit dem allerdings zum Beispiel auch Schafskopf oder Mau-Mau gespielt wird, besteht aus den Farben: Herz, Blatt, Eichel und Schellen. Beim Skat gilt die Wertigkeit: Sieben, Acht, Neun, Dame, König, Zehn, Daus und Trumpf, welcher der Bube ist. Beim Skat gibt es neben dem französischen (Karo, Pik, Herz und Kreuz) und deutschen Blatt (Herz, Blatt, Eichel, Schellen) auch noch weitere Blätter wie das Schweizer oder das spanisch-italienische Blatt.
Skatkarten zeichnen sich ferner dadurch aus, dass einzelne Bildkarten verschiedene historische Persönlichkeiten darstellen. Beim Deutschen Blatt werden die vier Jahreszeiten auf den Däusern dargestellt.

Spielkarten mit speziellem Bild

Doch auch Spielkarten mit speziellen Bild orientieren sich an den grundlegenden Eigenschaften von Kartenspielen. UNO beispielsweise unterscheidet die Farben rot, grün, blau und gelb. Hier gibt es allerdings verschiedene Kartentypen anstelle der Wertigkeiten. Die Kartentypen wären: Überspringen, Farbwahl, Richtungswechsel oder das Ziehen von Karten (+ 2 bzw. +4)

Wie Grenzen sich Sammelkartenspielkarten von Spielkarten normaler Kartenspiele ab?

Anders als bei Sammelkartenspielen gibt es sowohl bei Spielkarten mit traditionellem Bild als auch bei Spielkarten mit speziellem Bild keine Überraschungen. Es kann kein völlig neues Motiv auftauchen. Es gibt keine neue Farbkombination oder neue Aktionen. Bei Sammelkartenspielen können solche Überraschungen sehr wohl auftreten, denn sie sind Teil des Spielkonzeptes. Bei Sammelkartenspielkarten werden neben dem Kartenmotiv und der damit verbundenen Bedeutung bzw. Gewichtung der Karte im Spiel dem Spieler oftmals weitere Informationen auf der Karte mitgeteilt. Bei den meisten Kartenspielen – mit Ausnahme der Frage- und Anwortkarten bzw. Quizkarten – ist dies undenkbar.



Quellen:
Aktualisiert ( Dienstag, 21. September 2010 um 06:36 Uhr )
 

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