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Pro-Ana / Pro-Mia

Pro-Ana und Pro-Mia sind Szenen bzw. Bewegungen im Internet, deren Mitglieder ihre Ess-Störungen (Anorexia nervosa = Magersucht und Bullemie = Ess-Brech-Sucht) als positiv darstellen. In Foren wird sich gegenseitig dazu ermutigt, noch mehr abzunehmen, um damit einem besonders dünnen Schönheitsideal näher zu kommen.

Dabei erreichen die meist jungen Mädchen ein ungesundes, wenn nicht sogar lebensgefährliches Untergewicht. Auf Pro-Ana und Pro-Mia-Seiten wird die Magersucht als eine Art der Selbstverwirklichung verherrlicht. Sie steht für die Souveränität und die Macht über den eigenen Körper. Dies gilt es gegen eine feindselige Umwelt zu verteidigen.

Das Manifest "Briefe von Ana" findet sich auf fast jeder Pro-Ana-Webseite und ähnelt sehr stark den 10 Geboten. Auch stellen viele Mädchen sogenannte Thinspirations ins Internet. Dies sind oftmals nachbearbeitete Fotos von Stars und Models mit Untergewicht oder anderen Menschen mit Magersucht im fortgeschrittenen Stadium. Auch ein BMI-Rechner und Tipps zum Abnehmen aber auch zum Verheimlichen der Sucht gegenüber Freunden und der Familie dürfen auf einer solchen Seite nicht fehlen.

Belastbare Studien über die Anzahl der Anhängerinnen der Bewegung im deutschsprachigen Raum gibt es nicht. Man schätzt aber, dass sie in die Hunderte, wenn nicht gar Tausende gehen. Die Szene lässt sich sogar noch in zwei Gruppen aufteilen. Bei Mädchen, die sich zu "with Ana" bekennen, ist die Essstörung ein Ventil für tiefergreifende Probleme. Hier kann Hilfe zu Selbsthilfe stattfinden. Anhängerinnen der Bewegung "ana til the end" nehmen sogar den Tod in Kauf oder streben ihn bewusst an.

Hilfe für Betroffene und deren Familien findet sich an vielen Stelle im Internet. Beispielsweise unter pure 2.0 oder mit "Essstörungen : Leitfaden für Eltern, Angehörige, Partner, Freunde, Lehrer und Kollegen" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Aktualisiert ( Dienstag, 10. Mai 2011 um 18:10 Uhr )
 

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