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Rollenspiel

Rollenspiele sind eine sehr frühe Form des Spiels. Seit frühester Kindheit erprobt der Mensch mit Hilfe von Spielen wie "Mutter-Vater-Kind" oder "Räuber & Gendarm" seine Interaktionsmöglichkeiten mit der Umwelt. Erste Ideen, die auf andere Zielgruppen abzielten und sehr deutlich über das kindliche, meist spontane Rollenspiel hinausgingen, kamen Ende der 1960 / Anfang der 1970er Jahre in den USA auf.

Sie gipfelten schließlich in dem Rollenspiel "Dungeons & Dragons", das 1974 in der ersten Auflage erschien. Dungeons & Dragons wird noch heute als Mutter aller modernen Rollenspiele verehrt.

Bei Rollenspielen schlüpft der Spieler grundsätzlich in ein anderes Ich - nämlich sein alter Ego. Hier nimmt er eine bestimmte Position ein, agiert aus ihr heraus und passt seine Spielstrategien dieser Rolle an.
Die meisten Rollenspiele spielen in einem fantastischen Kontext. Zum Teil werden hier komplette Fantasie-Universen mit allem drum und dran erschaffen. Dafür werden eine eigene Geschichte, ein eigenes Vokabular und verschiedenste Wesen entworfen. Da Sammelkartenspiele ihren Ursprung mit im Rollenspiel haben, verwundert es daher nicht, dass die meisten der Trading Card Games auch der Gattung "Fantasy" zugeordnet werden können.

Beispielsweise ist bei Pokemon der Spieler ein Monster-Trainer. Die Monster muss er im gegenseitigen Wettstreit mit seinen Mitspielern antreten lassen. Ziel ist es, Pokemon-Meister zu werden. Beim Sammelkartenspiel Magic: The Gathering schlüpft der Spieler in die Magier-Rolle und liefert sich zauberhafte Duelle mit anderen Magiern.

Grundsätzlich besitzen die Spielcharaktere im Rollenspiel immer bestimmte Fähigkeiten wie Stärke, Mut, Tapferkeit oder Intelligenz. Außerdem besitzen sie bestimmte Fertigkeiten wie Zaubersprüche, die Möglichkeit Mauern zu überwinden oder sie können Reiten. Teilweise werden die Fertigkeiten von den besessenen Ausrüstungsgegenständen wie Waffen, Zauberbüchern oder Transportmittel mit definiert. In den allermeisten Rollenspielen trifft "Gut gegen Böse" aufeinander.  

Ein weiteres Merkmal des Spielgenres sind die Erfahrungspunkte. Sie tauchen in sehr vielen Spielen auf. Der Spieler erhält die Erfahrungspunkte, wenn er seine Quests meistert. Quests sind dabei Abenteuer bzw. Herausforderungen. Diese Punkte sorgen dafür, dass der Spieler im Rollenspiel die Fähigkeiten und Fertigkeiten seines Charakters immer weiter verbessern kann. Bei Pokemon beispielsweise durchlaufen die Monster verschiedenste Entwicklungsstufen. Diese Entwicklung kann man fast als Evolution bezeichnen. Im Zuge dieser Evolution wachsen die Fähigkeiten und die Stärke der Pokemons. Damit werden auch die Interaktionsmöglichkeiten des Pokemon-Trainers, was ja der Rollenspieler ist, verbessert.  

Bei Rollenspielen differenziert man zwei große Gattungen: das spontane und das reglementierte Rollenspiel. Beim reglementierten Role-Play folgen die Spieler festen Regeln. Hier gibt es Spielpläne oder Drehbücher. Sehr oft wird ein Spielleiter gewählt. Dieser hat die Aufgabe, den Verlauf des Rollenspieles zu betreuen, auf die Einhaltung der Regeln zu achten und maßgeblich die Entwicklung der Spielstory mit weiterzuentwickeln. Bei Sammelkartenspielen übrigens übernehmen die Spielentwickler und Spieldesigner die Rolle der Spielmaster. Sie entwickeln die ausführlichen Regelwerke der Sammelkartenspiele, die sowohl das Miteinander der Spieler als auch die Möglichkeiten an Aktionen steuern. Zu den meisten Rollenspielen gibt es mittlerweile auch spannende Hintergrundgeschichten, die ein noch tieferes Eintauchen in die Spielwelt ermöglichen.

Aktualisiert ( Donnerstag, 23. September 2010 um 18:06 Uhr )
 

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