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OnPage- & OffPage-Rankingfaktoren

OnPage- und OffPage-Rankingfaktoren werden von Suchmaschinen genutzt, um eine Relevanzbewertung von Internetseiten zu einem Thema vorzunehmen. Damit einher geht die Platzierung in den Trefferlisten. In der Literatur findet sich als Synonym für Rankingfaktoren auch der Begriff der Relevanzattributoren.

Damit eine Relevanzeinschätzung vorgenommen werden kann, müssen Websites zunächst von den Suchmaschinen gesucht und indexiert werden. Danach kann es an die Auswertung und Relevanzermittlung gehen. Dabei versuchen Suchmaschinen einzuschätzen, wie relevant oder unrelevant eine Website für einen bestimmten Suchbegriff ist. Generell werden relevante Websites in den Trefferlisten vor weniger relevanten Websites gelistet.

Von der Suchmaschine Google ist beispielsweise bekannt, dass sie mehr als 200 verschiedene Faktoren in ihrem Rankingalgorithmus berücksichtigt.

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Rankingfaktoren unterschieden: den OnPage-Faktoren und den OffPage-Faktoren.

Onpage-Rankingfaktoren (werden auch als primäre Relevanzattributoren bezeichnet)

Hierbei handelt es sich um die „harten“ Rankingkriterien, die sich im Grund genommen aus dem direkten Aufbau der HTML-Datei ergeben und von der jeweiligen Anfrage abhängig sind. Dazu zählen u. a.:

  • Position des Suchbegriffs im Text: Wo kommt der Suchbegriff im Text vor? Am Anfang? Am Ende? In Überschriften? …
  • Hervorhebungen: Wird der gesuchte Begriff im Text besonders hervorgehoben? Z. B. durch die Auszeichnung als Überschrift oder mittels des <strong>-Tags?
  • URL der Datei: Befindet sich der Suchbegriff in der URL der Datei wie z. B. im Domainnamen oder in einem Domainunterverzeichnis?
  • Absolute Häufigkeit: Wie oft kommt das Suchwort in einem Text vor? Zum Beispiel 10 mal oder nur zweimal?
  • Relative Häufigkeit: Wenn das Suchwort in einem Text von 50 Wörtern viermal vorkommt, so ist die relative Häufigkeit weitaus größer als bei einem Text von 50.000 Wörtern, wo der Suchbegriff 10 mal vorkommt. Die Chance, dass der kürzere Text sich wirklich um das Suchwort dreht ist damit zunächst größer als beim längeren Text.
  • Metatags: Kommt das Suchwort in den Beschreibungstags der HTML-Seite vor wie <title>, <author>, <keywords> oder <description> vor?

 

OffPage-Rankingfaktoren (werden auch als sekundäre Relevanzattributoren bezeichnet)

Die OffPage-Rankingfaktoren sind eher als „weiche“ Rankingfaktoren anzusehen. Sie können allerdings einen genauso großen Einfluss auf das Ranking haben wie die OnPage-Rankingkriterien. Bei den OffPage-Faktoren versuchen die Suchmaschinen der Frage nachzugehen: Wie ist die Website in das Word Wide Web eingebettet? Diese Kriterien können durchaus von der Anfrage entkoppelt werden. Jedoch kommen die sekundären Relevanzattributoren erst dann zum Einsatz, wenn die primären Relevanzattributoren eine inhaltliche Relevanz der Website für die Suchanfrage festgestellt haben.

Der berühmte Google PageRank setzt verstärkt auf OffPage-Rankingfaktoren, indem er – grob verallgemeinert - versucht einzuschätzen, wie andere Websites und die Menschen hinter den Websites eine andere Website beurteilen.

  • Link-Popularity: Sie sagt aus, wie gut eine Website von anderen Websites verlinkt wird. Die Idee dahinter ist recht simpel: Je mehr andere Websites auf eine Seite verweisen, desto bedeutsamer, wichtiger und besser scheint diese Website zu sein. Bei dieser Beurteilung wird auch die Bedeutsamkeit der verweisenden Websites herangezogen. Ein Link von einem sogenannten Platzhirsch im Internet wie Spiegel Online oder Wikipedia bringt mehr als 20 Links von kleinen „Internetfischen“ wie z. B. Fansites oder kleineren Blogs.
  • Link-Relevanz: Die Linkrelevanz versucht Aussagen zu treffen, welche anderen Websites von dieser Website aus erreicht werden können bzw. mit ihr in Verbindung stehen. Die dahintersteckende Idee ist die, dass Websites sogenannte Themencluster bilden. Ein Link von einer Website mit dem gleichen Thema ist thematisch relevanter wie der Link von einer Website, die sich aber um ein ganz anderes Thema dreht.
  • Größe und Tiefe einer Domain: Je größer und tiefer ein Angebot ausgebaut ist, desto eher muss es sich um einen „Experten“ auf dem Gebiet handeln. Diesen Umstand nutzen jedoch in letzter Zeit verstärkt Suchmaschinen-Optimierer aus und bauen Websites, die jeglichen Aspekt eines Themas abdecken, aber inhaltlich dem Nutzer keinen wirklichen Mehrwert bieten.
  • Faktor Zeit: Wie oft wird die Website aktualisiert? Wird sie überhaupt noch aktualisiert oder handelt es sich um ein totes Projekt? Suchmaschinen präferieren daher in der Regel solche Websites, auf denen regelmäßig Veränderung hinzukommen, indem z. B. neue Beiträge veröffentlicht werden.
  • Nutzungsfrequenz: Suchmaschinen sind durchaus in der Lage, eine Auswertung vorzunehmen, ob die präsentierten Treffer den Nutzern hilfreich waren. Wie oft wird ein Ergebnis in den Ergebnislisten geklickt? Wie lange bleibt der Nutzer auf der Zielseite oder kehrt er direkt in die Ergebnisliste zurück?

 

Die Suchmaschinenbetreiber feilen regelmäßig an den Ranking-Algorithmen, um ihren Nutzern noch bessere Trefferlisten zu liefern. Daher werden auch einzelne OnPage- und OffPage-Rankingfaktoren unter Umständen einer Neubewertung unterzogen. Letztlich ist das Versteckspiel der Suchmaschinen und Suchmaschinen-Optimierer mit dem Wettlauf von Hase und Igel zu vergleichen.

 

Aktualisiert ( Dienstag, 26. Oktober 2010 um 19:11 Uhr )
 

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