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Hütte: Einfache und meist temporäre Behausung

Hütte: Einfache und meist temporäre Behausung (Wordle)

(Steinzeit-Lexikon). Als Hütte bezeichnet man heute ein kleines und einfach errichtetes Gebäude. Hier erfolgt eine Abgrenzung zum Haus, für dessen Errichtung deutlich mehr Aufwand betrieben wird, in dem es z. B. gemauert wird.

Im Laufe der Zeit entstanden auch abgeleitete Begriffe, die nicht das Bauwerk selbst ansprechen sondern mit denen die Arbeitsstätte bezeichnet wurde. Beispiele hierfür sind Bauhütte, Eisenhütte oder Glashütte.

Im Laufe der Geschichte wurde das Wohngebäude Haus im Vergleich zur Hütte immer weiter entwickelt. Es ist die vorherrschende Bauform, wenn es ums Wohnen geht. Dennoch sind Hütten nie ganz verschwunden. Einige Naturvölker errichten noch immer Hütten, die oftmals nur temporär genutzt werden. Auch in abgelegenen Gebieten werden als eher provisorische Unterkünfte noch Hütten gebaut. Bekannt sind die Almhütte, die Jagdhütte oder die Schutzhütte. Die Ausstattung moderner Hütten lässt im Vergleich zum Haus heute keinerlei Wünsche übrig.

Hütten haben bis heute einen eher provisorischen Charakter

Das deutsche Wort Hütte tauchte im Deutschen übrigens erstmalig im 9. Jahrhundert als Althochdeutsches hutta auf. Es hat eine indogermanische Wurzel. Hud hatte die Bedeutung von Schutz und soll sich unter anderem von Haus, Haut, Hüten, Hut und Obhut ableiten. Es wird außerdem ein Zusammenhang mit dem Wort [s]keu angenommen. Dieses hatte die Bedeutung von bedecken bzw. umhüllen und findet sich in den Worten Scheune aber auch Kote und Kate wieder.
Als Lehnwort wurde die deutsche Hütte in mehreren Sprachen übernommen. Im Französischen heißt sie hutte und im Englischen hut. In nordischen Sprachen kennt man den Wortstamm z. B. im Norwegischen Hytte für Ferienhäuschen. Sinnverwandt ist ebenfalls das Wort Koje, was ursprünglich soviel wie Käfig, Verschlag oder Stall bedeutete.

In seiner ursprünglichen Bedeutung war eine Hütte ein vor der Witterung bedeckter und damit geschützter Ort, der mit einfachen Mitteln erstellt wurde. Mit Hütte bezeichnete man daher einen Bau, der als Zufluchtsort und Aufbewahrungsort diente. Noch im Mittelhochdeutschen wird nicht streng zwischen Hütte und Zelt unterschieden.

Bis heute hat sich die Bedeutung des Provisoriums erhalten. Mit Hütte wird daher vielfach die Wohnstätten der Nomaden bzw. die relativ festen Wohneinrichtungen der Halbnomaden bezeichnet.

Rundhütten wurden und werden auf der ganzen Welt gebaut

Spielkarte: HütteIn der Steinzeit wurden vermutlich die ersten Hütten einfach aus Zweigen bzw. Reisig, Ästen und Blättern gebaut. In dem Augenblick, wo die Frühmenschen auf die Idee kamen, darauf Felle und Häute zu befestigen, um sich gegen Regen und Wind besser zu schützen, hat man schon fast ein Zelt.
Der erste Hüttenbauer war der Homo erectus. Dieser Frühmensch errichtete in der Olduvai-Schlucht in Tansania vor über 1,5 Millionen Jahren einen Steinwall mit einem Durchmesser von ungefähr 3 Metern. Dieser bildete die Basis für eine Reisighütte. Die ältesten Hinweise auf Hütten in Deutschland wurden im Thüringischen Bilzingsleben entdeckt. Dort lebten vor 300.000 Jahren ebenfalls Frühmenschen und sie bauten nach einem ähnlichen Muster wie ihre afrikanischen Vorfahren Behausungen. In Bilzingsleben blieben ovale und kreisförmige Grundrisse erhalten, bei denen mit einem Durchmesser von 3 bis 4 Metern ringförmig große Knochen und Steine angehäuft wurden. Vor ihren Hütten legten die Bilzingslebener Frühmenschen, die vermutlich ebenfalls der frühen Hominidenart Homo erectus angehörten, mehrere Feuerstellen an.
In Afrika werden bis heute sogenannte Rundhütten errichtet. Ebenfalls rund gebaut sind die sogenannten Bienenkorbhütten.

 


Die Hütte gehört in die Kategorie: Unterkunft - genauso wie Wohnhöhle, Zelt und Iglu.

Beiträge auf H[AGE], die den Begriff "Hütte" enthalten:

 


Quellen:

 

Aktualisiert ( Samstag, 14. April 2012 um 09:18 Uhr )
 

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