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Die Wallfahrtskirche "Die Wies" - UNESCO-Weltkulturerbe in Deutschland & Sehenswürdigkeit

Die Wallfahrtskirche 'Die Wies' in Oberbayern

Die Wallfahrtskirche „Die Wies“ liegt im sogenannten bayerischen Pfaffenwinkel. Sie wurde von dem Prämonstratenser-Abt von Steingaden initiiert. Anlass dafür sind Wallfahrten zu einem wundertätigen Bildwerk. Das Pilgerziel ist ein Gnadenbild des gegeisselten Heilands. Die Statue wurde 1739 von Pater Magnus Straub und Bruder Lukas Schweiger im Kloster Steingaden gefertigt.

Die Öffentlichkeit bekam das Kunstwerk erstmalig bei der Karfreitagsprozession zu sehen. Die Legende besagt, dass die Darstellung das Mitgefühl der anwesenden Gläubigen so sehr erregte, dass die Kirchenvertreter es nicht weiter zur Schau stellen wollten und das Bildnis Maria Lory, einer Bäuerin aus der Wies, schenkten.
Kurze Zeit später berichtete die Bäuerin, sie hätte beim Beten vor dem Bildnis auf dem Antlitz des Gegeißelten Tränen gesehen. Nun gab es für die Gläubigen kein Halten mehr. Viele begaben sich auf die Wallfahrt zu dem Bildnis. Zunächst wurde eine kleine Kapelle errichtet.

Die Bauarbeiten für den heutigen Sakralbau begannen 1745. Sie wurden von dem damals berühmten Architekten Dominikus Zimmermann geleitet. Er erbaute im Wiesengelände, das zu Füßen der Alpen liegt, ein Kunstwerk des bayerischen Rokokos. Nur fünf Jahre nach Baubeginn wurde bereits der Chor geweiht. 1754 erfolgte die Weihung der Kirche.

Wallfahrtskriche 'Die Wies'
Wikipedia1
Chor der Wieskirche
Wikipedia2

Die Wallfahrtskirche „Die Wies“ ist berühmt für die verschwenderischen Stuckverzierungen und die Deckengemälde von Johann Baptist Zimmermann. Er war nicht nur Hofmaler des bayerischen Kurfürsten sondern auch Bruder des Architekten Dominikus Zimmermann. Die Deckengemälde erzeuge eine heitere und leicht bewegte Dekoration. Noch heutige begeistert der unerreichte Reichtum und die Feinheiten die Experten.

Kunstwerk des Bayerischen Rokokos im Pfaffenwinkel

Die Wieskirche, die in Steingaden (Oberbayern) liegt, wurde 1983 in die Welterbeliste aufgenommen, da sie einer außergewöhnliches Zeugnis einer untergegangen Kultur und ein Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft ist. Unübertroffen ist die Synthese von Architektur, Skulptur, Freskenmalerei und Lichtführung.

Synthese von Architektur, Skulptur, Freskenmalerei und Lichtführung von einmaliger Schönheit ist. Um diese zu erhalten wurden Ende der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre aufwändige Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Sie kosteten mehr als 10 Millionen DM. Doch die Investitionen haben sich gelohnt. Jedes Jahr besuchen mehr als eine Million Besucher die Wallfahrtskirche. Regelmäßig finden in der Kirche kirchenmusikalische Konzerte statt.

Film über die Wallfahrtskirche "die Wies"

 

Eine Übersicht mit weiteren UNESCO-Weltkulturerbe & Weltnaturerbe-Stätten in Deutschland finden Sie hier.

 


Quellen:

 

Credits:

1 Wieskirche.
von Dilankf (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

2 Chor der Wieskirche.
von Grossmummrich (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Aktualisiert ( Donnerstag, 07. Juni 2012 um 22:17 Uhr )
 

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