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Der Kölner Dom - UNESCO-Weltkulturerbe in Deutschland & Sehenswürdigkeit

Wahrzeichen Kölns: Der Dom

Mehr als 800 Jahrhunderte wurde an dem Wahrzeichen Kölns gebaut: Der Kölner Dom gilt als Meisterwerk der gotischen Architektur. Es grenzt fast an ein Wunder, dass während der gesamten Bauzeit von 1248 bis 1880 niemand Veränderungen oder Anpassungen an den ursprünglichen Bauplänen vornahm. Für die UNESCO war diese Ursprünglichkeit mit ein Grund, den Kölner Dom 1996 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten aufzunehmen.

Selbst bei der Vollendung im 19. Jahrhundert war der Kölner Dom mit seinen 156 Meter hohen, weithin sichtbaren Türmen eines der höchsten Gebäude der Welt. Die Kölner Dombaumeister schafften es, den Bautyp der Kathedrale hier zu perfektionieren. Allein der Entwurf der Westfassade setzte sich über alle Konventionen hinweg. Mit einer Fläche von 7000 Quadratmetern sollte sie die größte Kirchenfassade der Welt werden. Die Westfassade wird eingerahmt von den zwei mächtigen Türmen, die fast in den Himmel ragen.

Auch ansonsten versetzt der Kölner Dom die täglich fast 20.000 Besucher ins Staunen. Er hat eine äußere Gesamtlänge von 144,58 m und eine Gesamtbreite von 86,25 m. Damit kommt der Dom auf eine überbaute Fläche von 7.914 Quadratmetern. Das Mittelschiff beindruckt mit einer Höhe von 43,53 m. 10.000 Quadratmeter bunte Fensterfläche lassen Licht in den Kirchenbau und erzeugen – je nach Sonnenstand – eine mystische Atmosphäre. Ca. 4000 Menschen finden in dem dem heiligen Petrus geweihten Kirchenbau Platz.

Kölner Dom bei Nacht
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Dreikönigsschrein im Dom
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Im Dom selbst werden mit die wichtigsten Reliquien des Abendlandes aufbewahrt. Die Gebeine der Heiligen Drei Könige. Sie liegen bestattet in einem Reliquienschrein, der als ein herausragendes Kunstwerk des Mittelalters gilt. Das sogenannte ottonische Gerokreuz, das auf dem Kreuzaltar im Dom aufgestellt wurde, war das erste Großkreuz im westlichen Abendland. Alle anderen Triumphkreuze lassen sich auf dieses Vorbild zurückführen. Noch heute können Besucher des Doms zwei große Flügelaltäre bestaunen. Der sogenannte Klarenaltar (auch Clarenaltar geschrieben) stammt aus dem 14. Jahrhundert. In 36 Bildern und 25 Skulpturen erzählt er nicht nur die Geschichte der Heiligen Klara sondern auch die der Apostel. In der Regel ist der Altar verschlossen und wird nur am Festtag der heiligen Klara geöffnet. Der zweite Flügelaltar wurde von dem Kölner Meister Stephan Lochner geschaffen. Er stellte hier die Stadtpatrone dar.

800 Jahre Bauzeit haben sich gelohnt: Der Kölner Dom ist ein Meisterwerk der gotischen Baukunst für die Ewigkeit

Seit jeher war der Kölner Dom ein Kristallisationspunkt für die Kirchen-Architektur. Der Umfang aber auch die Qualität der Arbeiten erreichte nie zuvor gekannte Dimensionen. Große Teile des mittelalterlichen Domes entsprechen den Plänen ihrer Zeit. Nur einige wenige Bauabschnitte entstanden im neogotischen Stil. Sie fügen sich aber nahtlos in das Gebäude ein.

Auch in heutiger Zeit vergeht kein Jahr, in dem nicht mindestens ein Gerüst am Dom steht. Die Dombauhütte ist permanent damit beschäftigt, zu restaurieren und zu erhalten.

2004 saß der Schreck dann tief. Erstmals setzte die UNESCO eine deutsche Welterbestätte auf die Rote Liste. Sie sah den Status des Kölner Doms als Weltkulturerbe in Gefahr. Geplante Hochhausbauten auf der gegenüberliegenden Rheinseite versetzte das UNESCO-Welterbe-Komitee in Alarmstimmung. Schließlich wäre dadurch die einzigarte Kölner Stadtsilhouette zerstört worden. Die Baupläne wurden daraufhin geändert, sodass der Kölner Dom 2006 wieder aus der Roten Liste gestrichen werden konnte.

Video über den Kölner Dom und seine Geschichte

 

Eine Übersicht mit weiteren UNESCO-Weltkulturerbe & Weltnaturerbe-Stätten in Deutschland finden Sie hier.

 


Quellen:

 

Credits:

1 Kölner Dom bei Nacht in der Stadt Köln.
Robert Breuer aus der deutschsprachigen Wikipedia [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

2 Dreikönigenschrein, Kölner Dom.
von Welleschik (Eigenes Werk) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 oder CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Aktualisiert ( Donnerstag, 07. Juni 2012 um 21:03 Uhr )
 

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