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Die Hansestädte Stralsund & Wismar - UNESCO-Weltkulturerbe in Deutschland & Sehenswürdigkeit

Hansestädte Wismar & Stralsund

Die Altstädte von Stralsund und Wismar wurden aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit als Hansestädte 2002 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Die Hanse war einst im 14. Jahrhundert ein Städtebund. Sowohl die Altstadt von Stralsund als auch die von Wismar konnten den mittelalterlichen Grundriss fast unverändert bewahren. Sie gelten daher als Zeugnis für den Aufbau von Seehandelsstädten nach sogenanntem Lübischen Recht.

In der gut erhalten gebliebenen Bausubstanz finden sich herausragende Einzeldenkmäler, die eindrucksvoll den großen Reichtum der mittelalterlichen Ostseestädte sowie deren politische Bedeutung dokumentieren.  Beispielsweise bilden die sechs Backsteinkirchen eine Gruppe, die einen einzigartigen Querschnitt durch die  berühmte Kirchenarchitektur der Hansestädte zeichnet. In ihrer Herrlichkeit stehen sie den Kathedralen in Frankreich in nichts nach. Doch lässt sie der Backstein ungleich wuchtiger erscheinen.

In Stralsund bilden Nikolaikirche und Rathaus eine architektonische Einheit. Beide Bauwerke gehören zu den Prunkstücken der sogenannten norddeutschen Backsteingotik. Das vierflügelige Rathaus diente als Vorbild für viele andere Rathäuser im Ostseeraum.

Alter Markt
Wikipedia1
Wasserkunst in Wismar
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Wismar ist im Hinblick auf Größe und Geschlossenheit besten erhaltene Hansestadt im südlichen Ostseeraum. Das historische Hafenbecken vermittelt einen Eindruck vom Rückgrat der Handelsstadt an der See. Bei Stralsund sticht die unverwechselbare Insellage hervor. Die Stadt liegt eingebettet zwischen dem Strelasund und den im 13. Jahrhundert angestauten Teichen. Die Besonderheit der Insellage betont nochmals den Stadtkörper, der noch heute sehr stark von seinen mittelalterlichen Strukturen geprägt wird.

Wismar & Stralsund: Zwei städtebauliche Perlen an der Ostsee

Neben Lübeck war Stralsund im 14. Zwischen 1300 und 1399 die bedeutendste Stadt im Einzugsgebiet der Ostsee. Sie wurde bewusst für die Friedensverhandlungen mit Dänemark 1370 ausgewählt. Der damals vereinbarte Frieden ging unter dem Namen Stralsunder Friede in die Annalen der Geschichte ein. Aus dieser bewegten Zeit stammen die aufwändig gestalteten Häuser der Kaufleute aber ebenso auch das historische Rathaus.

Sowohl Stralsund als auch Wismar standen im 17. und 18. Jahrhundert unter schwedischer Herrschaft. In dieser Zeit entstanden einige brillante Barockbauten wie beispielsweise das Zeughaus in Wismar oder das Schwedische Regierungspalais in Stralsund. Bei der Ernennung hob das UNESCO-Welterbekomitee die sehr gut erhaltene historische Bausubstanz hervor: In beiden Städten wurden nach dem politischen Umbruch 1989 die Altstädte mit ihren Häusern, Straßen, Plätzen und Höfen liebevoll restauriert und saniert.  Und so kann man heute noch auf den gleichen Straßen entlang schlendern wie vor 700 Jahren als die Kaufleute ihre Waren in die Lagerhäuser schafften.  Die Fassaden der Wohnhäuser und Speicher mit ihren unzähligen Giebeln strahlen eine gewisse Pracht aus, doch wirken sie trotz allem maßvoll.

Video über die Hansestädte Wismar und Stralsund

 

Eine Übersicht mit weiteren UNESCO-Weltkulturerbe & Weltnaturerbe-Stätten in Deutschland finden Sie hier.

 


Quellen:

 

Credits

1 Stralsund - Alter Markt. Rechts im Bild ist das Rathaus zu sehen, links davon die Nikolaikirche.
von User Softeis on de.wikipedia [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

2 Die „Wasserkunst“ und der „Alte Schwede“ in Wismar.
von Alexander Koker (Eigenes Werk) [Attribution], via Wikimedia Commons

Aktualisiert ( Donnerstag, 31. Mai 2012 um 22:02 Uhr )
 

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