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Dom zu Speyer - UNESCO-Weltkulturerbe in Deutschland & Sehenswürdigkeit

Der Kaiserdom zu Speyer

Der Dom zu Speyer ist das größte Denkmal seiner Zeit. Errichtet wurde das einstmals größte Bauwerk der christlichen Welt in zwei großen Bauphasen. Die Bauarbeiten des ersten Bauabschnitts zogen sich von 1025 bis 1061 hin. Im zweiten Bauabschnitt wurde von 1082 bis 1106 gebaut. Der Maria und dem heiligen Stephan geweihte Dom war die Grablege-Stätte der salischen Kaiser.
Als Hauptwerk der romanischen Baukunst in Deutschland wurde der Dom 1981 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Die Weihe des Doms fand unter Heinrich dem Vierten 1061 statt. Er war der Enkel des Grundsteinlegers Konrad des Zweiten. Heinrich der Vierte war übrigens jener Kaiser, der von Speyer aus den Gang nach Canossa antrat, um beim Papst Abbitte zu leisten und so den päpstlichen Bann zu lösen.  Heinrich ließ später den Dom völlig neu gestalten.

Auch er fand in der Hallenkrypta seine letzte Ruhestätte. Sie gilt als die schönste Unterkirche der Welt. Hier ruhen nicht nur die salischen Kaiser und Könige sondern auch staufische und habsburgische Herrscher.

Dom zu Speyer
Wikipedia1
Speyerer Dom
Wikipedia2

Die vollendete Grundrissgliederung des Kaiserdoms zu Speyer übte in den nachfolgenden Jahrhunderten einen großen Einfluss auf die romanische Architektur und deren Entwicklung im 11. und 12. Jahrhundert aus. Besondere Kennzeichen waren und sind die Verteilung der Baumassen. Im Osten und Westen werden sie ausgewogen verteilt und die vier Türme symmetrisch angeordnet. Sie finden sich an den Ecken des Langhauses und Querhauses, die letztlich den Baukörper bilden.

5 Jahrhunderte lang konnte dem Kaiserdom zu Speyer nichts erschüttern

Mehr als 5 Jahrhunderte lang konnte den Dom nichts erschüttern und so war er Zeuge in wechselhaften Zeiten. Er wurde allerdings 1689 in Brand gesetzt. 1794 verwüsteten ihn französische Revolutionstruppen so stark, dass es 1806 eigentlich bereits beschlossene Sache war, den Dom abzureißen. In letzter Sekunde konnte der Abriss verhindert werden, sonst wäre die Welt heute um ein Denkmal des UNESCO-Weltkulturerbes ärmer. So können wir heute noch das 134 m lange, mehr als 71 m breite und 71 m hohe Bauwerk mit seinen teilweise mehr als 6 m starken Mauern bewundern.

Die Baugeschichte des Doms gilt als Musterbeispiel des denkmalpflegerischen Handelns. Die hier umgesetzten Konzepte gaben die Lehrmeinungen in der Denkmalpflege nicht nur in Deutschland sondern auch in Europa und der Welt vor. Damit bestimmt der Dom zu Speyer die Denkmalpflege vom 18. Jahrhundert bis in die heutige Gegenwart.

Video über den Kaiser- und Mariendom zu Speyer (in Englisch)

 

Eine Übersicht mit weiteren UNESCO-Weltkulturerbe & Weltnaturerbe-Stätten in Deutschland finden Sie hier.

 


Quellen:

 

Credits

1 Südseite des Kaiser- und Mariendoms zu Speyer.
von Alfred Hutter [Attribution], via Wikimedia Commons

2 Ostseite des Kaiser- und Mariendoms zu Speyer.
von Alfred Hutter [Attribution], via Wikimedia Commons

Aktualisiert ( Donnerstag, 31. Mai 2012 um 21:27 Uhr )
 

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