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Altstadt von Bamberg - UNESCO-Weltkulturerbe in Deutschland & Sehenswürdigkeit

Altstadt von Bamberg

Bamberg gilt als Modell für die Grundstruktur einer Stadt im frühen Mittelalter. Genau wegen ihrer Einzigartigkeit wurde die Altstadt 1993 vom UNESCO-Welterbe-Komitee geadelt und als Weltkulturerbe in die Welterbeliste aufgenommen.  Mit einem Stadtplan aus dem Mittelalter würde man sich auch im Zeitalter von GPS und Navigationsgeräten problemlos in der fränkischen Stadt zu Recht finden.

Zahlreiche Monumentalbauten, die aus dem 11. bis 18. Jahrhundert stammen, prägen das historische Stadtbild. Besucher aus aller Welt staunen immer wieder über die gelungene Synthese von mittelalterlichen Kirchen, den Bürgerhäusern aus dem Barock sowie den Paläste. Jedes Monument fing den architekturgeschichtlichen Zeitgeist seiner Epoche ein und bewahrte ihn über die Jahrhunderte hinweg.

Die Bamberger Baukunst breitete sich über Mitteldeutschland bis nach Ungarn aus. Sehr deutlich werden die engen Beziehungen zu Böhmen während der Barockzeit.

Bamberger Dom
Wikipedia1
Kleinvenedig
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Bereits im Jahre 1007 als sich Bamberg langsam zur Stadt entwickelte, wurden die Grundpfeiler für die Eignung Bambergs zum UNESCO-Welterbe-Denkmal gelegt. Das Bistum Bamberg sollte einen Mittelpunkt im religiösen und politischen Machtgefüge werden. Der Plan war, die Stadt als ein neues Rom zu etablieren. Wie Rom und Jerusalem wurde Bamberg ebenfalls auf 7 Hügeln gebaut. Aufgrund der sogenannten „Rom-Idee“ errichtete man fünf Stifte. Ihre Anordnung ergibt die Form eines lateinischen Kreuzes. Den Schnittpunkt bildet das Domstift. Es wurde auf dem Gelände einer alten Burg errichtet.

Bamberg sollte ein politischer und religiöser Mittelpunkt werden. Ganz wie Rom wurde die Stadt auf sieben Hügeln erbaut.

Das Bamberger Stadtensemble hat vieles zu bieten. Viele Raritäten gehen beinahe unter. Die meisten Touristen kommen als Tagesausflügler. Sie schaffen daher nur die bekanntesten Denkmäler wie die Alte Hofhaltung, das Böttingerhaus und selbstverständlich der Dom. In ihm thront noch immer das berühmte Standbild – nämlich der Bamberger Reiter. Gläubige besuchen den Dom aber auch, um am einzigen Papstgrab nördlich der Alpen zu beten. Außerdem wurde hier ebenfalls das einzige heiliggesprochene Kaiserpaar des Heiligen Römischen Reiches zur Ruhe gebettet.

Zu den weiteren, mehr als 1000 unter denkmalschutzstehenden Häusern gehört aber auch das Alte Rathaus, das auf einer Brücke erbaut ist und von der Regnitz umspült wird. Empfehlenswert ist auch die als „Klein-Venedig“ bezeichnete Häuserzeile. Hierbei handelt es sich um eine ebenfalls an der Regnitz gelegene Fischersiedlung aus dem 17. Jahrhundert. Die mit Fachwerk verzierten Wohnhäuser sind heute liebevoll restauriert und strahlen eine friedliche Postkartenidylle aus.

Video über Bamberg

 

Eine Übersicht mit weiteren UNESCO-Weltkulturerbe & Weltnaturerbe-Stätten in Deutschland finden Sie hier.

 


Quellen:

 

Credits

1 Bamberg, Dom
von Berthold Werner (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

2 Bamberg, Fischerhäuser von Klein-Venedig
von Schubbay [CC 3.0 unported], via Wikimedia Commons

Aktualisiert ( Donnerstag, 31. Mai 2012 um 21:10 Uhr )
 

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