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Dom zu Aachen - UNESCO-Weltkulturerbe in Deutschland & Sehenswürdigkeit

Kaiserdom zu Aachen

Bereits 1978 wurde der Aachener Dom in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Damit war das Bauwerk das erste deutsche Weltkulturerbe.  In der Aufnahme-Begründung erklärte das Welterbe-Komitee, dass der Dom sowohl bau- als auch kunstgeschichtlich von unschätzbarem Wert ist und vielen Baumeistern als Vorbild diente.

Der Dom wurde von 790 bis 800 erbaut. Bereits damals galt er als Wunder der Baukunst. Die Zeitgenossen verehrten die Pfalzkapelle und schrieben ihr einen halb-göttlichen und halb-menschlichen Ursprung zu. Die große Verehrung basierte auch auf der Persönlichkeit  Karls des Großem – jenem verklärten deutsch-römischen Kaisers, der die Grundpfeiler des Frankenreiches schuf, aus dem später das Heilige Römische Reich Deutscher Nation hervorging. Karl der Große war es auch, der die Pfalzkapelle auf den Grundmauern einer römischen Therme errichten ließ.

Ursprünglich war die Pfalzkapelle das erste gewölbte Gebäude nördlich der Alpen. Hier sind die Bautraditionen der klassischen Antike und der byzantinischen Architektur unverkennbar. Die Pfalzkapelle bildet den Kern des Aachener Doms. Sie besitzt einen achteckigen Grundriss und ist von einem Seitenschiff mit Emporen umgeben. Der Umgang selbst besteht aus 16 Seiten. Über der Kapelle erhebt sich die mächtige Kuppel. Von ihr hängt der Barbarossa-Leuchter an einer 27 m langen Kette herab. Dabei handelt es sich um einen aus vergoldetem Kupfer angefertigten Radleuchter.  Der von Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) gestiftete Leuchter ist eine Ehrung der Gottesmutter Maria. Die Jungfrau Maria ist die Schutzpatronin des Aachener Kaiserdoms.

Aachener Dom
Wikipedia1
Die Kuppel der Pfalzkapelle
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Die Pfalzkapelle unterscheidet sich sehr deutlich von den anderen Teilen des Domes, die später hinzugefügt und angebaut wurden. Nach dem Tod von Karl dem Großen musste das Gotteshaus erweitert werden, damit die heranströmenden Pilger Platz fanden. Gotische Baumeister errichteten daher den gotischen Chor. Er dient noch heute als Raum für den berühmten Karlsschrein. In ihm ruhen die Gebeine des Auftraggebers.

Im Kaiserdom zu Aachen erfolgte die Krönung der deutschen Könige

Der Dom zu Aachen gilt als Kaiserdom, weil hier zwischen 936 bis 1531 die Krönung von über 30 deutschen Königen erfolgte. Nach ihrer Berufung zum Deutschen König bestiegen die Männer den sogenannten Aachener Königsthron. Er steht noch heute, über die Jahrhunderte hinweg unverändert, im Galeriejoch. Dieses befindet sich im Obergeschoss gegenüber dem Chor.

Von unschätzbarem Wert ist auch der Aachener Domschatz. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von sakralen Kunst- und Kulturschätzen, die sich über mehrere, frühe Epochen erstrecken. So finden sich darin spätantike, karolingische, ottonische und staufische Kunstwerke. Sie dokumentieren die geschichtlichen Ereignisse und sind einzigartig auf der Welt.

Video über den Aachener Dom (in Englisch)

 

Eine Übersicht mit weiteren UNESCO-Weltkulturerbe & Weltnaturerbe-Stätten in Deutschland finden Sie hier.

 


Quellen:

 

Credits

1 Aachener Dom vom Katschhof
von Lokilech [GFDL , CC-BY-SA-3.0 , CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0 , GFDL oder CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

2 Decke im Aachener Dom
von Lokilech (Eigenes Werk) [GFDL, CC-BY-SA-3.0  oder CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0 ], via Wikimedia Commons

Aktualisiert ( Donnerstag, 31. Mai 2012 um 20:57 Uhr )
 

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