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Deutsche Tentativliste für das UNESCO-Welterbe ab 2014

Deutsche Tentativliste für das UNESCO-Welterbe ab 2014 (Wordle)

Die aktuelle Tentativliste gilt nur noch übergangsweise. Bis Mitte 2012 durften alle Bundesländer weitere, potentielle Welterbestätten bei der Deutschen Kultusministerkonferenz vorschlagen. Die KMK wird im Laufe des Jahres 2013 alle Anträge prüfen und die aussichtsreichsten Bewerbungen für das UNESCO-Weltkultur- bzw. Weltnaturerbe in Deutschland auf die neue, erweiterte Tentativliste übernehmen. Von dort aus kann dann jedes Jahr eine Berwerbung für den Titel UNESCO-Weltkulturerbe bzw. UNESCO-Weltnaturerbe erfolgen. Feststeht jedenfalls schon jetzt, dass die neuen Kandidaten einen langem Atem und gute Nerven für den Bewerbungsprozess haben müssen.

Im Zuge der aktuellen Vorschläge für die Tentativliste durfte jedes Bundesland zwei Vorschläge einbringen. Daran haben sich die meisten gehalten. Lediglich für das Saarland und für Bremen konnten trotz Recherchen keine Kandidaten ermittelt werden. Auch Sachsen und Nordrhein-Westfalen fallen etwas aus der Rolle, da sie mehr Kandidaten ins Rennen schicken. Zum Teil fanden sich leider nicht überall Angaben zur Begründung, warum sich das Ensemble für den Titel UNESCO-Welterbe qualifiziert.

 

Baden-Württemberg - Bayern - Berlin - Brandenburg - Bremen - Hamburg - Hessen - Mecklenburg-Vorpommern - Niedersachsen - Nordrhein-Westfalen - Rheinland-Pfalz - Saarland - Sachsen - Sachsen-Anhalt - Schleswig-Holstein - Thüringen

 

Tentativliste-Kandidaten für Baden-Württemberg

  • UNESCO-Weltkulturerbe "Great Spas of Europe"

    • Bundesland: Baden-Württemberg
    • Ort: Baden-Baden
    • Begründung: Baden-Baden gemeinsam Wiesbaden und Bad-Kissingen in Deutschland sowie mit Spa in Belgien, Vichy in Frankreich, Montecatini in Italien, Bath in England und die drei tschechischen Kurbäder Marlsbad, Marienbad und Franzensbad. Sie alle repräsentieren den besonderen Typus der Kur- und Bäderstadt, wie er sich im 19. Jahrhundert in ganz Europa herausgebildet hat
  • UNESCO-Weltkulturerbe "Höhlen der Schwäbischen Alb als Fundstätten der ältesten Kunst der Menschheit"

    • Bundesland: Baden-Württemberg
    • Ort: Schwäbische Alb
    • Begründung: Der Antrag umfasst die Höhlen im Lonetal (Vogelherdhöhle, Hohlenstein / Stadelhöhle) und im Achtal (Geißenklösterle, Hohle Fels) im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Heidenheim. Diese Höhlen weisen mit ihren bis zu 40.000 Jahre alten Darstellungen von Figuren und Musikinstrumenten einzigartige archäologische Funde auf, die als derzeit älteste Belege für menschliches Kunstschaffen gelten. Die Funde selbst sind nicht Gegenstand des Antrags, sondern die Fundstätten.

 

Tentativliste-Kandidaten für Bayern

  • "Alpine und voralpine Wiesen- und Moorlandschaften, Historische Kulturlandschaften im Werdenfelser Land, Ammergau, Staffelseegebiet und Murnauer Moos"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltnaturerbe
    • Bundesland: Bayern
    • Ort: Garmisch-Partenkirchen, u. a.
  • "Historisches Technik- und Kulturensemble Augsburger Wasserwirtschaft"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Bayern
    • Ort: Augsburg
    • Begründung: Ein verzweigtes historisches Kanal- und Leitungssystem, das Handwerk und Industrie mit Wasser versorgte
  • "Königsschlösser König Ludwigs II."

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Bayern
    • Ort:Ettal, Füssen, Herrenchiemsee
    • Begründung:Linderhof, Neuschwanstein und Herrenchiemsee als „gebaute Träume des Historismus“
  • "Memorium Nürnberger Prozesse"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Bayern
    • Ort: Nürnberg
    • Begründung:Der Gerichtssaal 600 in Nürnberg wurde ausgewählt, weil bei den Kriegsverbrecherprozessen nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals ein internationales Gericht über die ehemalige Staatsspitze eines einzelnen Landes urteilte. Damit kann der Nürnberger Saal als Geburtsstätte des Völkerstrafrechts angesehen werden.
  • Die nominierten, bayerischen Kandidaten haben sich übrigens gegen eine Vielzahl an weiteren Bewerbern durchgesetzt:
    • Altstadt von Nördlingen mit Stadtmauer
    • Altstadt von Passau
    • Benediktinerabtei Ottobeuren
    • Das Dreigestirn im Gottesgarten am Obermain: Basilika Vierzehnheiligen, Kloster Banz und Staffelberg
    • Domberg Freising
    • Ensemble Veste Coburg, Hofgarten, Schlossplatz mit Schloss Ehrenburg, ehemalige Reithalle, ehemaliger Marstall und ehemaliges Herzogliches Theater (Landestheater)
    • Inn- und Salzachstädte in Österreich und Deutschland (Wasserburg am Inn, Mühldorf am Inn, Neuötting, Burghausen, Rattenberg, Schärding)
    • Natur- und Kulturlandschaft niederbayerische Donau
    • Rothenburg ob der Tauber

 

Tentativliste-Kandidaten für Berlin

  • "Jüdischer Friedhof in Weißensee"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland/Ort: Berlin
    • Begründung: Der Jüdische Friedhof in Weißensee stellt in seiner Größe, Anlage und Gestaltung ein einzigartiges Zeugnis jüdischer Grabmalskunst dar und ist zugleich ein außergewöhnliches Zeichen für die Reform jüdischer Bestattungskultur im 19. Jahrhundert.
  • "Städtebau im geteilten Berlin"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland/Ort: Berlin
    • Begründung: Berlin soll als einmaliger Ort zweier konträrer städtebaulich-urbaner Modelle in einer geteilten Stadt herausgestellt werden. Als Beispiele für das städtebauliche Thema Konfrontation und Dialog im geteilten Berlin bezeugen das Hansaviertel und die Karl-Marx-Allee die Konkurrenz der Gesellschaftssysteme und belegen den Wettstreit in Architektur und Städtebau.

 

Tentativliste-Kandidaten für Brandenburg

  • "Branitzer Park in Cottbus"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Brandenburg
    • Ort: Cottbus
    • Begründung: Der Park des Fürsten Pückler in Cottbus-Branitz ist etwas Einmaliges. Er weist, wie kein anderer Landschaftsgarten eine stringente und vielschichtige Zoneneinteilung auf und stellt wie kein anderer Landschaftsgarten quasi einen Mikrokosmos einer Lebens- und Erkenntnisreise des Fürsten dar.
  • "Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Bernau"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Brandenburg
    • Ort: Bernau
    • Begründung: Bei der ehemaligen ADGB-Bundesschule Bernau handelt es sich um eines der bedeutendsten Gebäude der Bauhaus-Schule weltweit. Mit ihr und den Laubengasthäusern in Dessau werden die einzig noch erhaltenen Bauwerke der Bauabteilung des Bauhauses in logischer Konsequenz als Einheit von Idee, Forschung und Praxis in die bestehende Welterbestätte integriert.

 

Tentativliste-Kandidaten für Hamburg

  • "Hamburger Sternwarte Bergedorf"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland/Ort: Hamburg
    • Begründung: Die zwischen 1906 und 1912 erbaute Hamburger Sternwarte dokumentiert mit ihrer instrumentellen Ausstattung weltweit einmalig die technische Entwicklung der Teleskoptechnik von etwa 1850 bis zur Gegenwart. Sie ist nahezu vollständig erhalten und gehört noch heute als Institut zum Fachbereich Physik der Universität Hamburg.
  • "Jüdischer Friedhof Altona"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland/Ort: Hamburg
    • Begründung: Der am nördlichen Rand der ehemaligen Altonaer Altstadt gelegene jüdische Friedhof wurde zwischen 1611 und 1616 angelegt. Einzigartig ist vor allem der sephardische Friedhofsbereich, auf dem noch etwa 1.600 kunstvoll verzierte Grabmale des 17. und 18. Jahrhunderts zu finden sind. Sie gehen zurück auf die im 16. und 17. Jahrhundert von der iberischen Halbinsel vertriebenen und nach Hamburg eingewanderten Juden.

 

Tentativliste-Kandidaten für Hessen

  • "Bühne der Gesellschaftskur im 19. Jahrhundert Wiesbaden"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Hessen
    • Ort: Wiesbaden
    • Begründung: -
  • "Künstlerkolonie Mathildenhöhe Darmstadt"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Hessen
    • Ort: Darmstadt
    • Begründung: -
  • "Universitätsstadt Marburg"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Hessen
    • Ort: Marburg
    • Begründung: -

 

Tentativliste-Kandidaten für Mecklenburg-Vorpommern

  • "Die hochgotische Ausstattung des Doberaner Münsters"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
    • Ort: Bad Doberan
    • Begründung: -
  • "Schweriner Schloss"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
    • Ort: Schwerin
    • Begründung: -

 

Tentativliste-Kandidaten für Niedersachsen

  • "Das Alte Land"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Niedersachsen
    • Ort: Südlich der Elbe bei Hamburg
    • Begründung: Die Landschaft ist ein herausragendes Beispiel einer hochmittelalterlichen Kolonisation durch Entwässerung des Sumpflandes durch holländische Siedler. Die damals angelegten linearen Strukturen der Landschaft sind gut erhalten, die zugehörigen Siedlungsstrukturen werden durch einen reichen und dichten bäuerlichen Gebäudebestand ergänzt. Auch der heute vorherrschende Obstanbau weist eine Kontinuität seit dem späten Mittelalter auf.
  • "Rundlingsdörfer des Hannoverschen Wendlandes"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Niedersachsen
    • Ort: Grenzbereich der heutigen Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
    • Begründung: Auswahl von zwanzig prägnanten hochmittelalterlichen Kolonisationssiedlungen im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Sie gehören zu den unterrepräsentierten Kategorien der Kulturlandschaften und der bäuerlichen Architektur. Ihre Einzigartigkeit drückt sich durch das Zusammenspiel eines prägnanten Ortsgrundrisses, einer großen Dichte an giebelständig auf den zentralen Platz ausgerichteten Niederdeutschen Hallenhäusern sowie einer regional spezifischen Ausprägung dieses Haustyps aus.

 

Tentativliste-Kandidaten für Nordrhein-Westfalen

  • "Fundort Neanderthal"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    • Ort: Erkrath, Mettmann
    • Begründung: -
  • "Historische Radiosternwarte auf dem Stockert (Astropeiler Stockert)"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    • Ort: Bad Münstereifel
    • Begründung: -
  • "Historischer Stadtkern Kaiserswerth"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    • Ort: Düsseldorf
    • Begründung: -
  • "Mies van der Rohe Häuser in Krefeld (Haus Esters und Haus Lange) sowie HEGebäude der Vereinigten Seidenwebereien AG"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    • Ort: Krefeld
    • Begründung: -
  • "Müngstener Brücke"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    • Ort: Solingen, Remscheid
    • Begründung: -
  • "Prinzipalmarkt in Münster"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    • Ort: Münster
    • Begründung: -
  • "Schloss und Park Benrath"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    • Ort: Düsseldorf
    • Begründung: -
  • "Urban Waterscape Paderborn"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    • Ort: Paderborn
    • Begründung: -

 

Tentativliste-Kandidaten für Rheinland-Pfalz

  • "Sayner Hütte"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Rheinland-Pfalz
    • Ort: Bendorf
    • Begründung: Historische Eisengießerei als Industrielles Kulturerbe. Aufgrund seiner Bedeutung als weltweiter Prototyp einer neuen Gebäudeart – dem modernen Industriebau aus vorgefertigten Bauelementen – sowie seiner singulären Gestaltung stellt die vom Architekten Carl Ludwig Althans entworfene Gießhalle der Hütte ein einzigartiges Monument in der Entwicklung des Industriebaus dar.
  • "SchUM-Städte"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Rheinland-Pfalz
    • Ort: Speyer, Worms, Mainz
    • Begründung: Speyer, Worms und Mainz sind für die Entwicklung des aschekenasischen Judentums bedeutende SCHUM-Städte - nicht nur wegen der jüdischen Denkmäler. Im Jahre 1146 hat eine Versammlung in Troyes den Rabbinaten dieser drei Städte am Rhein die höchste Autorität in religiös-kultischen und rechtlichen Fragen zugesprochen. Die hier erarbeiteten Vorschriften galten als verbindlich und wurden 1220 auf einer weiteren Versammlung in Mainz im „Takkanot-Schum“ verschriftlicht.
  • "Speyer, Worms und Mainz – Trias der romanischen Dome am Rhein"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Rheinland-Pfalz
    • Ort: Speyer, Worms, Mainz
    • Begründung: Erweiterung der Welterbestätte Dom zu Speyer

 

Tentativliste-Kandidaten für Sachsen

  • "Görlitzer Altstadt und gründerzeitliche Innenstadt mit Fokussierung auf die Hallenhäuser mit der „via regia“"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Sachsen
    • Ort: Görlitz
    • Begründung: Der Grundriss der Stadt Görlitz zeigt eine lückenlose zeitgeschichtliche städtische Bebauung an der Nahtstelle zwischen Ost- und Westeuropa und zwischen dem 12. und 20. Jahrhundert in verputzter Massivbauweise von ungewöhnlicher Einheitlichkeit.
  • "Hellerau – Laboratorium einer neuen Menschheit"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Sachsen
    • Ort: Dresden
    • Begründung: Bestehend aus der Gartenstadt, dem Festspielhaus und den historischen Werkstätten. Die immateriellen Themen wie Lebensreformbewegung, neuer Funktionalismus und der bühnenlose Theaterraum verbinden sich repräsentativ mit der Darstellung von Gebäuden.
  • "Leipziger Notenspur"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Sachsen
    • Ort: Leipzig
    • Begründung: Auf einem Rundweg von etwa 5 km Länge werden anhand von Wohn- und Wirkungsstätten großer Komponisten an 23 Stationen 300 Jahre Musikgeschichte erlebbar. Es ist einmalig in welcher räumlichen Dichte die Schaffensstätten und Wohnhäuser weltweit bekannter Komponisten und Musiker wie Telemann, Bach, Mozart, Mendelssohn, Clara und Robert Schumannn, Wagner und Berlioz sowie Liszt, Grieg, Lortzing, Mahler und Reger sich befinden.
  • "Meißen: Albrechtsburg und Dom mit dem Alleinstellungsmerkmal „Meissener Porzellan""

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Sachsen
    • Ort: Meißen
    • Begründung:"Die Stadt Meißen dokumentiert die Bedeutung der Manufakturen für die Herausbildung der frühindustriellen Arbeits- und Lebensformen.
      Die Besonderheiten der Porzellanherstellung in Meißen, die bis heute andauert, wurden im Vergleich zu anderen weitweiten Porzellanproduktionsstätten gut dargestellt."
  • "Sächsisch-Böhmische Schweiz"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltnaturerbe
    • Bundesland: Sachsen
    • Ort: Sachsen, Tschechien
    • Begründung: Die Sächsisch-Böhmische Schweiz stellt eine der außergewöhnlichsten Felslandschaften Europas dar, die mit ihren beeindruckenden Naturphänomenen bereits seit dem 18. Jahrhundert Künstler zur schöpferischen Auseinandersetzung mit der Natur angeregt hat.
  • "Sächsisches Textilmuseum – Ehemalige Spinnerei und Weberei Pfau KG/Volltuchwerke Crimmitschau"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Sachsen
    • Ort: Crimmitschau
    • Begründung: Die Tuchfabrik Pfau ist in Bezug auf Gebäude, Anlagen und Maschinen ein herausragendes sowie in ihrem Umfang und Erhaltungszustand einzigartiges Zeugnis der Textilindustrie des ausgehenden 19. Jahrhunderts und frühen 20. Jahrhunderts.
  • "Schloss Hartenfels mit Schlosskapelle/Torgau"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Sachsen
    • Ort: Torgau
    • Begründung: Schloss Hartenfels als Gesamtanlage ist das gebaute Manifest und das auf dem europäischen Kontinent wirkende Symbol der Lutherischen Reformation und des Humanismus. Die Schlosskapelle, die durch Martin Luther persönlich seiner Bestimmung übergeben wurde, ist das erste Kirchengebäude, das bereits als evangelisches Gotteshaus gebaut wurde. Es handelt sich bei der Bewerbung um eine Erweiterung des bereits bestehenden Kulturerbes "Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg".
  • "Topasfelsen Schneckenstein"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltnaturerbe
    • Bundesland: Sachsen
    • Ort: Westerzgebirge
    • Begründung: Die 24 m hohe Felsklippe im sonst felsfreien Waldgebiet ist eine absolute Rarität. Der Topas ist der härteste und seit 1735 auch der bedeutendste deutsche Edelstein. Aus geologischer Sicht ist der Schneckenstein nach Ansicht der Experten weltweit einmalig.
  • "Umgebindeland"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Sachsen
    • Ort: Sachsen, Polen, Tschechien
    • Begründung: Das Umgebindeland ist einmalig in der Welt und in seiner Gestalt nicht vergleichbar. Das Umgebindehaus ist die Synthese von Block- und Fachwerkbau. Der Haustyp ist nur in einem sehr begrenzten Bereich nachweisbar und existiert in solch landschaftsprägender Dichte insbesondere dies- und jenseits der Kammlagen des Lausitzer Gebirges.
  • "Versteinerter Wald Chemnitz"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltnaturerbe
    • Bundesland: Sachsen
    • Ort: Chemnitz
    • Begründung: Die Fossilienlagerstätten des Versteinerten Waldes in Chemnitz sind weltweit einzigartig und präsentieren einen Ausschnitt aus der Lebenswelt vor über 290 Millionen Jahren. Er ist ein Fenster in die Zeitgeschichte.

 

Tentativliste-Kandidaten für Sachsen-Anhalt

  • "Erweiterung der Luthergedenkstätten um Torgau (Sachsen) und Coburg (Bayern)"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Sachsen-Anhalt, Bayern, Sachsen
    • Ort: Torgau, Coburg
    • Begründung: -
  • "Erweiterung derder Bauhausstätten um  die fünf Laubenganghäuser in Dessau und die ehemalige Schule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau (Brandenburg)"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Sachsen-Anhalt, Brandenburg
    • Ort: Dessau, Bernau
    • Begründung: -
  • "Halberstädter Domschatz"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Sachsen-Anhalt
    • Ort: Halberstadt
    • Begründung: Umfangreichster, mittelalterlicher Kirchenschatz, der an seinem ursprünglichen Bestimmungsort erhalten geblieben ist.

 

Tentativliste-Kandidaten für Schleswig-Holstein

  • "Schlosskapelle Gottorf"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Schleswig-Holstein
    • Ort: Gottorf
    • Begründung: Die Schlosskapelle zeichnet sich durch ihre bauliche Geschlossenheit und Unversehrtheit, ihren Seltenheitswert und ihren Vorbildcharakter für die protestantische Kirchenarchitektur des Nordens aus.
  • "Schwebefähre Rendsburg/Osterrönfeld"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Schleswig-Holstein
    • Ort: Rendsburg
    • Begründung: Transnationale Bewerbung unter der Federführung von Argentinien. Die acht noch existierenden Schwebefähren in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Argentinien zusammenzufassen. Die Kombination aus Eisenbahn-Hochbrücke und Schwebefähre, wie sie die Rendsburger Schwebefähre aufweist, ist dabei weltweit einzigartig.

 

Tentativliste-Kandidaten für Thüringen

  • "Gedenkstätte Buchenwald"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Thüringen
    • Ort: Weimar, Buchenwald
    • Begründung: Das ehemalige Lagergelände des Konzentrationslagers Buchenwald gilt „als elementares Zeugnis der nationalsozialistischen Verbrechen und der Geschichte des 20. Jahrhunderts“. [...] Nachdem die Stätten der Weimarer Klassik bereits zum Weltkulturerbe gehören, möchte Thüringen mit Buchenwald die Gesamtbedeutung des Doppelortes Weimar-Buchenwald herausstellen: Auf der einen Seite der Geist deutscher Dichter und Denker, auf der anderen Seite der Nationalsozialismus als dunkelstes Kapitel deutscher Geschichte. So gegensätzlich beide Epochen sind, so untrennbar sind sie doch in Weimar und Buchenwald miteinander verbunden.
  • "Stadt Erfurt mit ihrem mittelalterlich-jüdischem Erbe"

    • Bewerbung als: UNESCO-Weltkulturerbe
    • Bundesland: Thüringen
    • Ort: Erfurt
    • Begründung: In Erfurt hat sich mit der Alten Synagoge, der Mikwe, dem Steinernen Haus und außergewöhnlichen Sachzeugnissen wie Grabsteinen, Handschriften und dem berühmten Erfurter Schatz, ein Ensemble an originalen Zeugnissen der jüdischen Gemeinde aus der Zeit zwischen dem ausgehenden 11. und der Mitte des 14. Jahrhunderts erhalten. Diese Bauwerke geben Aufschluss über das jüdische Gemeinde- und Alltagsleben sowie die Koexistenz von Juden und Christen in mittelalterlichen Städten – in einer Komplexität, die mit keiner bekannten Stätte vergleichbar ist.

 

Aktualisiert ( Dienstag, 05. März 2013 um 21:30 Uhr )
 

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