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UNESCO-Weltkulturerbe & Weltnaturerbe

Der Titel „Welterbestätte“ wird von der UNESCO vergeben. Die UNESCO ist bei den Vereinten Nationen die Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Natur (=United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization).

Das Welterbe (englisch: World Heritage bzw. französisch: Patrimoine Mondial) setzt sich zusammen aus den Welterbestätten. Diese umfassen sowohl das Weltkulturerbe als auch das Weltnaturerbe. Weitere Klassen, die unter besonderen Schutz der UNESCO gestellt wurden, sind das Weltdokumentenerbe und das Immaterielle Welterbe aber auch die Biosphärenreservate.

Im Juli 2012 umfasste die Welterbeliste 962 Denkmäler in 157 Ländern. Der Welterbestatus wurde für 745 Kulturdenkmäler und für 188 Naturdenkmäler quer über alle Kontinente vergeben (siehe Hauptnavigation links). Insgesamt wurden 29 Denkmäler sowohl als Kultur- als auch als Naturerbe geführt.
Darunter sind beispielsweise der Kölner Dom (Deutschland), der Mont Saint-Michel (Frankreich), der Grand Canyon (USA) oder Machu Picchu (Peru), die Wasserfälle von Iguaçu (Brasilien/Argentinien) oder die Pyramiden von Gizeh (Ägypten). Sie alle zeugen von längst vergangenen Kulturen, von künstlerischen Meisterwerken oder es handelt sich um einzigartige Naturlandschaften. Ihr Untergang wäre "ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit".

Überblick über die Verteilung des Weltnaturerbes (Grafik) (Bildquelle: Wikipedia) Überblick über die Verteilung des Weltkulturerbes (Grafik) (Bildquelle: Wikipedia)

Verteilung des Weltnaturerbes (links) und des Weltkulturerbes (rechts).

Um als Kulturdenkmal bzw. Naturdenkmal den Titel „Welterbe“ führen zu dürfen, müssen die von der UNESCO festgelegten Kriterien erfüllt werden.

Dem UNESCO-Welterbe liegt das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt zugrunde. Dieses Übereinkommen wird allgemein auch als Welterbekonvention bezeichnet. Diese verabschiedete die 17. Generalkonferenz der UNESCO am 16.11.1972 in Paris. Die Welterbekonvention trat am 17.12.1975 in Kraft.
Die Idee des kulturellen Erbes geht auf den im 18. Jahrhundert lebenden Bischof von Blois, Henri-Baptiste Gregoire zurück. Das kulturelle Erbe wurde in der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten vom 14.05.1954 kodifiziert. In der Präambel heißt es „„Jede Schädigung von Kulturgut, gleichgültig welchem Volke es gehört, bedeutet eine Schädigung des kulturellen Erbes der ganzen Menschheit, weil jedes Volk seinen Beitrag zur Kultur der Welt leistet.“

Den Anstoß für die Welterbekonvention gab der Bau des Assuan-Staudammes in Ägypten. Hier rief die UNESCO dazu auf, die durch den Wasserspiegel bedrohten Denkmäler in Nubien für die Kinder und Kindeskinder zu retten. So wurden die Tempel von Abu Simpel und Philae letztlich unter enormen Zeitdruck abgetragen und an einer höher gelegenen Stelle wieder aufgebaut. Die Kosten für diese Rettungsaktion betrugen damals ca. 80 Millionen US-Dollar. Davon wurde etwa die Hälfte von anderen Ländern gespendet.

Leider muss die UNESCO auch eine Liste führen, in der akut gefährdete Welterbestätten aufgeführt sind. Diese Liste wird als Rote Liste des gefährdeten Welterbes bezeichnet. Mit der Aufnahme in diese Liste möchte die UNESCO zum einen ein Signal setzen, dass der jeweilige Staat sich mehr um die Erhaltung der Kulturdenkmäler bzw. Naturdenkmäler bemühen muss. Zum anderen kann mit diesem Status aber auch internationale Unterstützung gewährt werden, wenn das Land zu arm ist, um geeignete Schutzmaßnahmen zu finanzieren.
Der Schwerpunkt bei der Roten Liste liegt für die UNESCO in der Erarbeitung eines konkreten Maßnahmekatalogs, der dazu dienen soll, den Wert wiederherzustellen, der einmal zur Aufnahme in die Welterbeliste führte.

Bislang wurden der Welterbetitel nur zweimal entzogen. Ein Kandidat war bzw. ist das Dresdner Elbtal, bei dem der Bau der Waldschlösschen-Brücke zu entsprechenden Sanktionen und einem massiven Prestige-Verlust führte.

 

Übersicht über die Welterbestätten für die einzelnen Kontinente

 


Quellen:

Aktualisiert ( Dienstag, 05. März 2013 um 21:31 Uhr )
 

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